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Nachricht vom 09.12.2019    

VG Flammersfeld stellt Hochwasser/Sturzfluten-Vorsorgekonzept fertig

Ziel des Konzeptes ist die potenziellen Gefährdungen zu identifizieren und die Bürger entsprechend zu unterrichten sowie den Ortsgemeinden, Versorgungsträgern und anderen Trägern öffentlicher Belange eine weitere Planungshilfe an die Hand zu geben.

Die Ortsbürgermeister/innen und Mitarbeiter der Verbandsgemeinde Flammersfeld sowie der Was-serwirtschaftsingenieur Eckhard Hölzemann (igeo Oberlahr) mit dem fertigen Konzept. (Foto: Verbandsgemeindewerke)

Das Ingenieurbüro IGEO aus Oberlahr wurde im September 2017 mit der Aufstellung eines Hochwasser/Sturzfluten-Vorsorgekonzeptes beauftragt. Hierfür wurden frühere Ereignisse aufgearbeitet, topografische Karten ausgewertet und potenzielle Abflüsse ermittelt. Die Bürgerinnen und Bürger wurden durch sogenannte Ortsteilbegehungen beteiligt. Für diese Ortsteilbegehung wurden potenziell betroffene Bürger persönlich eingeladen. Zusätzlich wurde zu den Begehungen über das Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde öffentlich eingeladen. Im Rahmen dieser Begehungen wurden die Anwesen und die Problemstellen inspiziert. Die Bürger wurden vor Ort über mögliche Gefahren von Sturzfluten bzw. Hochwässer aufgeklärt. Es wurden mögliche Schutzmaßnahmen diskutiert und empfohlen. Auch wurde den Bürgern, die von Sturzfluten betroffen sein könnten empfohlen, eine entsprechende Elementschadensversicherung abzuschließen, sofern diese noch nicht besteht. Mit diesen Ortsteilbegehungen konnten über 300 Teilnehmer/innen erreicht werden.

Termine mit Behörden, Versorgern und Hilfsorganisationen
Des Weiteren fanden Termine mit Behörden, Versorgern, Hilfsorganisationen zur Diskussion der identifizierten Gefahren und der darauf folgenden Maßnahmen sowie zum Erfahrungsaustausch statt.

Trägerbeteiligung
Am 5. September 2019 wurde das Hochwasser/Sturzfluten-Vorsorgekonzeptes im Bürgerhaus der Ortsgemeinde Flammersfeld vorgestellt. Im dem Vortrag von Wasserwirtschaftsingenieur Eckhard Hölzemann, der das Konzept von Anfang an begleitet hat, wurden die Ergebnisse anhand von Beispielen dem Bauausschuss, den Ortsbürgermeistern und interessierten Bürgern vorgestellt. Insbesondere wurde die kommunale und die private Vorsorge thematisiert und erläutert. Im Anschluss konnte jeder Teilnehmer die Maßnahmenpläne der jeweiligen Ortsgemeinden einsehen und direkt Fragen an die Vertreter der Kommune und des Ingenieurbüros stellen. Nach der Abschlussveranstaltung führte die Verbandsgemeinde eine Trägerbeteiligung durch, bei der rund 60 Träger öffentlicher Belange angehört wurden.



400 Einzelmaßnahmen umfasst das Konzept
Das Konzept umfasst rund 400 Einzelmaßnahmen, die sowohl die Ortsgemeinden/Verbandsgemeinde, die Grundstückseigentümer, die Versorger oder auch das Land betreffen. Von diesen Maßnahmen sind rund 125 mit kurzfristiger bzw. mittelfristiger Zielerreichung und einem grob geschätzten Volumen von 600.000 € den Ortsgemeinden und der Verbandsgemeinde zugeordnet. Zurzeit geht die Verwaltung von einer 60%igen Förderung dieser Maßnahmen durch das Land Rheinland-Pfalz aus.

Annahme durch den Verbandsgemeinderat
In der Sitzung des Verbandsgemeinderates am 29. November 2019 wurde das Hochwasser/Sturzfluten-Vorsorgekonzept schließlich einstimmig angenommen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, einen Kostenverteilungsschlüssel zwischen den Ortsgemeinden und der Verbandsgemeinde zu finden. Eine für die jeweilige Ortsgemeinde angepasste Kurzfassung konnte den Ortsbürgermeistern bereits ausgehändigt werden. Diese steht auch in digitaler Form zur Verfügung und wird in den nächsten Wochen der Bevölkerung über die Homepage der Verbandsgemeinde zugänglich gemacht. (PM)


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