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Nachricht vom 13.12.2019    

Hilfe bei Leistenbruch: Neues „Hernienzentrum“ im Krankenhaus Kirchen

Ein Leistenbruch, auch Leistenhernie genannt, gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen. Dabei treten Anteile der Eingeweide durch eine Schwachstelle der tragenden Bauchwand. Es kommt zum Hervortreten des Bauchfells bis in das Fettgewebe der Unterhaut.

Chefarzt Steffen Sander (links) (Foto: Krankenhaus Kirchen)

Kirchen. Die Behandlung ist in der Regel unproblematisch. „Durch die Fokussierung auf bestimmte, klar definierte Erkrankungen erreichen wir eine besonders hohe Fachkompetenz. Unter Anwendung modernster Verfahren wird ambulant und stationär das gesamte Spektrum der Hernienchirurgie abgedeckt. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die Behandlung individuell und stadiengerecht erfolgt“, erklärt Steffen Sander, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie im DRK Krankenhaus Kirchen. Das heißt, dass die Wahl des Operationsverfahrens offen oder „schlüssellochchirurgisch“ - mit oder ohne Netz - nicht alleine von der Lage und Größe des Bruches sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand abhängt, sondern der Facharzt auch die persönlichen Wünsche des Betroffenen berücksichtigt.

Das DRK Krankenhaus Kirchen nimmt seit 2019 an der bundesweiten Qualitätssicherungsstudie „Herniamed“ der Deutschen Herniengesellschaft (DHG) teil. Die sorgfältige Dokumentation von Bruchoperationen und die regelhafte Überprüfung der Behandlungsergebnisse liefern wertvolle Informationen für die Weiterentwicklung von Qualitätsstandards in der Hernienchirurgie.

Langjährige medizinische Kompetenz und Spezialisierung seit Einführung der innovativen TAPP-/ TEP-Technik beim Leistenbruch kombiniert mit modernsten Hightech-Instrumenten bieten gewebeschonende OP-Verfahren und gewährleisten ein hohes Maß an Sicherheit für ein optimales Operationsergebnis. Die TAPP-/ TEP-Technik bietet erhebliche Vorteile für den Patienten gegenüber der Leistenbruch Operation in konventioneller Technik mit einem großen Schnitt in der Leistenregion, d.h. geringe bis keine postoperativen Infektionen, kaum Schmerzen und sofortige Mobilisierung nach der Operation.



„Im Hernienzentrum Kirchen behandeln wir Leistenbrüche, Nabelbrüche, Narbenbrüche (z.B. parastomale Hernien), Bauchwandbrüche, Schenkelhernien und Zwerchfellbrüche (Refluxkrankheit). Parastomale Hernien bieten hierbei einen besonderen
Schwerpunkt“, erklärt Chefarzt Sander. „Um die Versorgungsqualität zu steigern, verfügen wir über einen 3D- Laparoskopie-Turm mit neuester Technik, der in der Region einzigartig ist. Mit dem spezialisierten Versorgungsangebot möchten wir Patientinnen und Patienten auch über die regionalen Grenzen hinweg für das DRK Krankenhaus Kirchen gewinnen.“

Nicki Billig, Kaufmännischer Direktor des DRK Krankenhaus bedankt sich in diesem Zusammenhang für das Engagement des Chefarztes. Mit diesem erweiterten Leistungsangebot wird ein weiterer Baustein zur gesicherten Versorgung unserer Patienten/-innen wohnortnah erbracht. (PM)


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