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Nachricht vom 18.12.2019    

Fußballer aus Hachenburg könnte Lebensretter werden

Weihnachten feiern Christen weltweit das Fest der Geburt Christi. Weihnachten kann irgendwo in Deutschland irgendwer auch so etwas wie neue Geburt feiern. Dank einer Stammzellenspende des 24-jährigen Fußballers der SG Müschenbach/ Hachenburg konnte einem Leukämiepatienten das Weiterleben ermöglicht werden. Wir sprechen von Fabian Heinen. Er stellte sich für eine Stammzellenspende zur Verfügung.

Fußballer und Lebensretter. Fabian Heinen von der SG Müschenbach/ Hachenburg. Foto: Verein

Hachenburg. Aber, der Reihe nach. Der Vermessungstechniker aus Hachenburg hat ein großes Hobby, den Fußball. Diesem ‚Spielgerät‘ jagt er seit Bambinizeiten hinterher und spielt heute in der Bezirksligamannschaft der SG Müschenbach/ Hachenburg.

Aber Heinen hat auch eine sehr soziale Ader. Bereits mit 18 Jahren stellt er sich als Blutspender zur Verfügung, wohlwissend, dass sein ‚Lebenssaft‘ Menschen retten kann oder zumindest dringend benötigt wird. Er wird bei seiner Blutspende von einem Vertreter der Stefan-Morsch-Stiftung angesprochen, ob er sich bei dieser Gelegenheit auch typisieren lassen möchte, um erforderlichenfalls als Stammzellenspender für einen Leukämieerkrankten erfasst zu sein. Keine Frage für Fabian Heinen. Er willigt ein. Vier Jahre gehen ins Land. Im November dieses Jahres kommt ein Anruf der Stefan-Morsch-Stiftung.

Dazu Fabian Heinen selbst: „Es wurde mir gesagt, dass es einen Patienten gibt, für den ich Stammzellen spenden könnte. Ich musste nicht lange drüber nachdenken und habe direkt ‚Ja‘ gesagt.“ Dann ging alles ganz schnell. Die Stiftung lud ihn am Mitte November 2019 zu einer Voruntersuchung ein, wobei der ganze Körper durchgecheckt wurde. Ihm wurde zum Injizieren ein Botenstoff mitgegeben, der die Produktion der Stammzellen erhöhen soll. Anfang Dezember war der Tag, an dem Fabian Heinen dem Leukämieerkrankten Hoffnung auf ein neues Leben schenken konnte. Stammzellen wurden aus seinem Blut herausgefiltert.



Dreieinhalb Stunden dauerte die Prozedur, wobei Fabian ständig ärztlich überwacht wurde. Durch die gute Information und Beratung fühlt er sich gut aufgehoben. Man muss sich keiner komplizierten Operation unterziehen und erhält keine Narkose.

Fabian: „Leichter kann man einem Menschen nicht das Leben retten“. Er verbindet das auch gleich mit einem Aufruf: „Registriert euch als Stammzellenspender, falls das nicht schon geschehen ist. Bei der Stefan-Morsch-Stiftung kann man dies auch ganz einfach über die Homepage machen.“.

Chapeau, Fabian. Du wirst sicher in diesem Jahr Weihnachten ganz anders feiern, als je zuvor in deinem Leben. Und irgendwo sitzt eine Familie in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum und dankt für das Geschenk eines ihr völlig Unbekannten. Dankt, dass ein Erkrankter, für den es nur diese eine Hoffnung gab, wieder ins Leben zurückfinden kann.

Fazit: Fußball ist ein faszinierender Sport, aber nicht alles im Leben. Alles im Leben aber kann eine Stammzellenspende sein. Und dafür stellte sich Fabian Heinen zur Verfügung. Nächstenliebe pur! Willi Simon



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