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Nachricht vom 23.12.2019    

Streetlife brachte großes Kino nach Betzdorf

Die Stadthalle, das Wohnzimmer von Betzdorf, war mit einer wunderschönen, weihnachtlichen Dekoration versehen, die beim Betreten der Stadthalle sofort ins Auge fiel und festliche Stimmung verbreitete. Somit war der passende Rahmen geschaffen, dem Weihnachtskonzert der „Streetlife Big Band“ ein würdiges Ambiente zu verleihen. „Ein bisschen wie Weihnachten“ lautete das Thema des Konzertes.

Impressionen vom Konzert. Fotos: wear

Betzdorf. Lauter Jubel brach in der vollbesetzten Stadthalle aus, als Mastermind Patrick Lück gleich zu Beginn verkündete, dass „Streetlife“ auf den Weihnachtsohrwurm „Last Christmas“ von Wham verzichtetet, weil der in einer endlos Schleife im Radio zu hören sei, und die Leute ihn überwiegend satt hätten. Auf der wunderbar ausgeleuchteten Bühne bot sich den Besuchern ein imposantes Bild: Zunächst betraten die Ur-Gesteine von „Streetlife“ die Bühne, nämlich Carlos Müller, Ernst Wagner, Uwe Schütz, Elmar Hüsch und Patrick Lück. Danach folgte die „Brass Section“, das Bläser-Septett, wodurch „Streetlife“ sich berechtigterweise „Big Band“ titulieren durfte.

Die bekanntesten Weihnachtslieder in vollkommen neuem Gewand

Nachdem Patrick Lück die Besucher auf das kommende Konzert eingestimmt hatte, folgte ein rund dreistündiges musikalisches Glanzstück, welches seinesgleichen sucht. Der Clou des ganzen war die Tatsache, dass nicht ein reines Konzert abgespult wurde, eher glich die Veranstaltung in Ansätzen einem Weihnachtsmusical, oder einem netten Abend mit Freunden, die sich in aufgeräumter Stimmung auf Weihnachten vorbereiten. Jeder der weltbekannten Weihnachtssongs wurde in einer anderen Interpretation vorgestellt, mal melancholisch, dann wieder rockig, oder im Jazz-oder Dixieland-Genre, oder als Opus, der die ganze Klangfülle der Big Band zum Ausdruck brachte. „White X-Mas“, „Winter Wonderworld“, „Let it snow“, „Santa Claus is coming to town“, „Silent night“, oder das „Ave Maria“, sowie „Wonderful Dream“ von Melanie Thornton, fesselten die begeisterten Zuschauer vom ersten Moment an.

Die Big Band konnte die ganze Bandbreite ihrer musikalischen Qualitäten voll und ganz in Szene setzen, an jedem Instrument befand sich ein Musiker der Extraklasse, es wäre unfair jemanden hervorzuheben, da alle, ohne Wenn und Aber, auf sehr hohem Niveau den Abend gestalteten. Abgerundet wurde das grandiose Gesamtbild der „Streetlife Big Band“ durch die Sängerinnen und Sänger der Band, die selbst den höchsten Ansprüchen an gesanglichen Anforderungen gewachsen waren. Selbst im höheren Oktavenbereich wurde es nicht schrill, einfach bewundernswert die Gesangseinlagen, mal Solo, mal im Duett, oder im Quartett.

Angeführt wurde das Singer-Quartett von Patrick Lück, gleichberechtigt unterstützen ihn Anna Mayenschein, Jeanette Marchewka, Sofia Jung und Michael Nies. Jeder der begnadeten Stimmwunder durfte sich im Sologesang beweisen, wobei die übrigen Sänger/innen dann als Background fungierten. Die Gesangseinlagen waren im Sinne des Wortes absolut stimmig. Als Patrick Lück den Welthit „Fix you“ von Coldplay anstimmte, folgte dem Gesang ein ungläubiges Staunen des Publikums, da es Patrick durchgehend gelang, die hohe Stimme von Chris Martin bei diesem Song täuschend echt zu interpretieren.

Interessante Couchgespräche
Aufgelockert wurde die ganze Veranstaltung durch die Couchgespräche, die Patrick Lück mit den Sängern und Sängerinnen, sowie mit einigen Mitgliedern der Bläser führte. Hierbei erfuhr man viele Interessante Details und Hintergrundinformationen zur musikalischen Entwicklung der Musiker/innen. Die lockere Atmosphäre, auch auf der Couch, stellte die aus Polen stammende Sängerin, Geigerin, Organistin und Pianistin Jeanette Marchewka unter Beweis, als diese Patrick Lück fragte, ob er den Unterschied zwischen einem Polen und einem Arzt wisse. Patrick verneinte natürlich, und lachte lauthals, wie der ganze Saal, als Jeanette ihn aufklärte: „Der Pole weiß immer, was dir fehlt“.



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Eine der wichtigsten Personen: Marco Bussi, Dirigent, musikalischer Leiter, Drummer Arrangeur und Produzent in einer Person. Mit Leichtigkeit führte Marco Bussi die „Brass Section“ durch den Abend, setzte sich aber auch an seine geliebte „Schießbude“, als er an den Drums Platz nehmen durfte. Patrick Lück lobte ihn über den grünen Klee, denn Marco hatte auf über 300 Seiten die Arrangements für das Weihnachtskonzert geschrieben.

Besucher forderten Zugaben

Ohne Zugaben durften die glücklichen Musiker/innen selbstverständlich nicht die Bühne verlassen, und die hatten es in sich. Was nun folgte, hatte „Gänsehaut-Feeling“ pur: Patrick Lück betrat die große Bühne und sang, ohne jede Begleitung, mutterseelenallein „Amazing grace“, der Beifall steigerte sich zu einem Orkan. Selbst das wurde noch getoppt, als Patrick zusammen mit Anna Mayenschein, „Shallow“, den famosen Welthit von Lady Gaga und Bradley Cooper, vorstellten. Der Song hatte sogar bei der Oscar-Verleihung 2019 einen Oscar als bester Song erhalten. Was Patrick und Anna dem Publikum bei diesem Lied boten, das war mehr als Oscarreif. Anna traf selbst die extrem hohen Töne von Lady Gaga, ohne zu wackeln. Ein weiteres Highlight des Abends, der total verzückte.

In diesem Jahr noch zwei tolle Konzerte
Sie ist eine der erfolgreichsten Musikgruppen aller Zeiten und liefert mit ihren unsterblichen Hits den Sound für Generationen: die Kultband ABBA! Dass die zahllosen Fans der schwedischen Ausnahmeband das einzigartige Feeling der unvergessenen ABBA-Songs auch heute noch originalgetreu erleben können, dafür sorgt die grandiose Live-Show „ABBA GOLD – The Concert Show“! am 28. Dezember in Wissen.

Den krönenden Abschluss des Konzertjahres bietet die Projektband „Heritage“, die am 30. Dezember im Kulturwerk in Wissen in letzter Zeit verstorbene Rock-Legenden ehrt, so zum Beispiel Aretha Franklin. Die Rock-und Poplegenden werden in Wissen eine Art Reinkarnation erleben. wear

Anmerkung der Redaktion
In Betzdorf war es ein famoser Abend, der sich nahtlos in die Reihe großer Konzerte von Musikvereinen, Männer- und Frauenchören, Kirchenchören, Blasorchestern, sowie klassischer Musik und Solo-Gesang im Westerwald einreihte. Unsere Mitarbeiter haben im Laufe des Jahres rund 60 Konzerte im gesamten Westerwald besucht. Wir mussten feststellen: Die Musikszene im gesamten Westerwald, egal zu welchem Genre, befindet sich auf einem sehr hohen Level. In dem Veranstaltungskalender in unseren drei Ausgaben, AK-Kurier, NR-Kurier und WW-Kurier halten wir Sie immer auf dem Laufenden.


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