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Nachricht vom 30.08.2007    

Heimischer Arbeitsmarkt boomt

Nach der Urlaubszeit hat der Arbeitsmarkt wieder Fahrt aufgenommen. Die Arbeitslosenquote ist im Bereich der Agentur für Arbeit, Bezirk Neuwied, im August auf 6,8 Prozent gesunken - nach einem kurzzeitigen saisonbedingten Anstieg im Vormonat.

Region. Ende August waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Neuwied 11001 Menschen arbeitslos gemeldet, 267 weniger als im Juli. Dies geht aus dem Arbeistmarktbericht der Agentur hervor, der am Donnerstagmorgen, 30. August, veröffentlicht wurde. Im Vergleich zum August 2006 konnte die Arbeitslosigkeit um 2667 oder 19,5 Prozent gesenkt werden. Im Zuständigkeitsbereich der ARGEn hat die Zahl der Arbeitslosen um 138 auf 6693 abgenommen, bei der Arbeitsagentur um 129 auf 4308 Personen.
Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent gesunken. Damit liegt die Entwicklung im Bundestrend. Im August des Vorjahres betrug die Arbeitslosenquote noch 8,5 Prozent.
Vom wirtschaftlichen Aufschwung und dem damt verbundenen Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren Männer derzeit stärken als Frauen, da der konjunkturelle Aufschwung in den von Männern dominierten produzierenden Branchen deutlich spürbarer ist als zum Beispiel im Handel und in sozialen Berufen, berichtet die Arbeitsagentur. Binnen Jahresfrist ist die Arbeitslosigkeit der Männer um 23,1 Prozent auf etwa 5000 gesunken, die der Frauen um 16,3 Prozent auf knapp 6000. Der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen liegt mit 54,5 Prozent um 2,1 Prozentpunkte höher als im August 2006.
Am deutlichsten ist im Jahresvergleich die Zahl der Jüngeren unter 25 Jahren gesunken: Mit 1640 sind rund ein Viertel weniger junge Menschen arbeitslos gemeldet. Auch an den Langzeitarbeitslosen ist die positive Entwicklung nicht vorbeigegangen. Mit aktuell 3685 Frauen und Männern sind im Vergleich zum August des Vorjahres 21,9 Prozent weniger Perseonen länger als ein Jahr arbeitslos. Selbst bei den älteren Arbeitslosen baut sich die Arbeitslosigkeit derzeit ab. Im August waren 2708 Frauen und Männer im Alter von 50 bis 65 Jahren ohne Arbeit, das sind 522 oder 16,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.
"Die positive Arbeitsmarktentwicklung setzt sich in unserer Region nach der Sommerpause fort", so Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Neuwieder Arbeitsagentur. "Der Stellenzugang ist während der Sommermonate auf einem erfreulich hohen Niveau geblieben und wird in den kommenden zwei Monaten wahrscheinlich noch zulegen. Wenn die Unternehmen stärker dazu übergehen, auch Bewerber, die die Anforderungen zwar nicht zu 100 Prozent erfüllen, aber über Potential und Entwicklungsmöglichkeiten verfügen, einzustellen, kann die Zahl der Arbeitslosen noch in diesem Jahr unter die Marke von 10500 sinken. Agentur und ARGEn werden diesen Prozess positiv begleiten und die hierfür zur Verfügung stehenden Budgets möglichst ausreizen", kündigte Starfeld an. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steige in den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen derzeit schneller als in anderen Regionen. Diese Chance müsse für einen deutlichen Abbau der Arbeitslosigkeit genutzt werden, sagte Starfeld.
Für eine ungeförderte Beschäftigung haben die Unternehmen der Region den Vermittlern der Arbeitsagentur 505 neue Arbeitsstellen neu gemeldet, geringfügig mehr als im Juli. Insgesamt stehen 1105 ungeförderte Stellen zur Besetzung zur Verfügung, 6,8 Prozent mehr als im August 2006.
Im Kreis Altenkirchen waren Ende August 4588 Menschen arbeitslos gemeldet, 91 weniger als im Juli. Im Vergleich zum August 2996 konnte die Arbeitslosigkeit um 1214 oder 20,9 Prozent gesenkt werden. Im Zuständigkeitsbereich der ARGE Altenkirchen hat die Zahl der Arbeitslosen um 55 auf 2698 abgenommen, bei den Agenturen für Arbeit in Altenkirchen und in Betzdorf um 36 auf 1890 Personen. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent (Kreis Neuwied: 6,9 Prozent). Im August des Vorjahres lag sie noch bei 8,6 Prozent.
Auch im Kreis Altenkirchen haben Männer stärker vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitiert als Frauen: Binnen Jahresfrist sank die Arbeitslosigkeit bei Männern um 26,2 Prozent auf 1980, bei den Frauen um 16,4 Prozent auf etwa 2600. Der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen beträgt 56,8 Prozent und ist damit um drei Prozent höher als im August 2006.
Bei den Personen unter 25 Jahren sind im Jahresvergleich mit 671 jungen Menschen etwa ein Viertel weniger arbeitslos. Der Trend gilt auch im AK-Land ebenso für die Langzeitarbeitslosen: Mit 1578 Männern und Frauen sind im Vergleich zum Vorjahr 25 Prozent weniger Menschen ohne Arbeit. Dies gilt auch im AK-Land für die Älteren: Im August waren 1160 Frauen und Männer im Alter von 50 bis 65 arbeitslos, das sind 281 oder 19,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Im Kreis Altenkirchen haben die Unternehmen für eine ungeförderte Beschäftigung 175 offene Arbeitsstellen neu gemeldet, geringfügig mehr als im Juli. Insgesamt stehen 361 ungeförderte Stellen zur Bestzung bereit, 13 weniger als im August 2006.
Was den Ausbioldungsmarkt betrifft, so suchen viele junge Menschen nach wie vor einen Ausbildungsplatz. Aktuell steheh etwa 120 (Kreis Neuwied 68, Kreis Altenkirchen 55) freien Ausbildungsstellen knapp 660 (Kreis Neuwied 415, Kreis Altenkirchen 244) Bewerber gegenüber, die bisher weder einen Ausbildungsplatz noch eine sonstige Aus- und Weiterbildungsperspektive gefunden haben. Karl-Ernst Starfeld: "Wir arbeiten in unserem Netzwerk der Ausbildungsmarktpartner mit Hochdruck daran, jedem motivierten Jugendlichen einen für ihn sinnvollen Weg zu eröffnen. Das Ziel es Ausbildungspaktes, bis zum Jahresende jedem ausbildungsfähigen und -willigen Jugendlichen eine Ausbildungschance zu garantieren, ist ehrgeizig, kann aber noch erreicht werden."


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