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Nachricht vom 01.01.2020    

Der Grüne Zipfelfalter ist Schmetterling des Jahres 2020

Der auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten stehende Grüne Zipfelfalter (Callophrys rubi) wurde von der Naturschutzstiftung des nordrhein-westfälischen BUND-Landesverbandes und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zum Schmetterling des Jahres 2020 gekürt. Der Grüne Zipfelfalter (Callophrys rubi, L.) gehört zu der Familie der Bläulinge (Lycaenidae).

Grüner Zipfelfalter. Foto: Wolfgang Düring

Mainz. „Der Bestand des Grünen Zipfelfalters geht an vielen Stellen in Deutschland deutlich zurück“, erklärt Jochen Behrmann von der BUND NRW Naturschutzstiftung. „Das dramatische Artensterben betrifft auch Arten wie den Grünen Zipfelfalter. Dies ist umso bedenklicher, da der kleine grünschimmernde Falter keine besonderen Ansprüche an seinen Lebensraum stellt und sich von vielen unterschiedlichen Pflanzen ernähren kann.“ So fressen die Raupen Blüten, Blätter und unreife Früchte von vielen verschiedenen Pflanzenarten. Auch die ausgewachsenen Schmetterlinge saugen Nektar an unterschiedlichen Blüten wie Hahnenfuß, Klee, Weißdorn oder Hartriegel.

Der Grüne Zipfelfalter lebt auf strukturreichen offenen und halboffenen Standorten wie lichten Wäldern, Gebüschen, Wiesen und Heiden. Viele solcher Kulturlandschaften werden heutzutage nicht mehr bewirtschaftet und wachsen zu. Aber auch wenn Flächen intensiver landwirtschaftlich genutzt und gedüngt oder aber aufgeforstet werden, geht Lebensraum für den Falter verloren.

Der Grüne Zipfelfalter fliegt von April bis Juli und ist anhand seiner leuchtend grünen Flügelunterseiten eindeutig zu erkennen. Da er die Flügel beim Sitzen fast immer zusammenklappt, ist er in den Blättern gut getarnt. Die braunen Flügeloberseiten sind so gut wie nie zu sehen. Der Schmetterling hat eine Flügelspannweite von etwa 25 Millimetern und gehört damit zu den kleinen Faltern. Seine Verbreitung erstreckt sich von Nordafrika über ganz Europa bis nach Sibirien.




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Die Weibchen legen die grünlichen Eier in der Nähe der Blütenknospen der Nahrungspflanzen ab. Auch die Raupen, die aus den Eiern schlüpfen, sind grün gefärbt. Die Überwinterung erfolgt als braune Puppe am Erdboden. Bei Störungen können die Puppen zirpende Geräusche machen.

Die BUND NRW Naturschutzstiftung und der BUND küren seit 2003 den Schmetterling des Jahres, um auf die Bedeutung und Bedrohung der Arten aufmerksam zu machen. Nur ein Drittel der Tagfalterarten in Deutschland sind noch ungefährdet.

Der Grüne Zipfelfalter in Rheinland-Pfalz
Der Grüne Zipfelfalter kommt mit geringen Populationsdichten in fast allen Naturräumen in Rheinland-Pfalz vor. Der Falter kommt in Bingen auf dem Scharlachkopf, auf dem Dromersheimer Hörnchen, aber vor allem auch im Binger Wald vor. Auch in Rheinhessen, im Soonwald und im Hunsrück kommt er vor. Der Grüne Zipfelfalter ist seit 2014 in Rheinland-Pfalz als Art der Vorwarnliste eingestuft. Deutschlandweit ist er in der Roten Liste schon länger ebenfalls als Art der Vorwarnliste eingetragen.

Detaillierte Informationen über den Grünen Zipfelfalter in Rheinlandpfalz erhalten Sie hier:
www.bund-rlp.de/fileadmin/rlp/Tiere_und_Pflanzen/Schmetterling/Schmetterlinge_W_Duering/Artenportraets_16/Gruener_Zipfelfalter_2018.pdf


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