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Nachricht vom 13.01.2020    

Begeisternde Mischung aus Wohlvertrautem und Entdeckenswertem

Ein wunderbares kirchenmusikalisches Solisten-, Chor- und Orchesterkonzert zum Festtag der Taufe des Herrn erklang am Sonntag in der voll besetzten katholischen Kirche St. Aloisius in Herdorf. Der Kreis der Kulturfreunde Herdorf war Veranstalter und Gönner des Konzerts und der musikalische Leiter, Dekanatskantor Torsten Stendenbach, hatte ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt.

Die Mitwirkenden des Konzerts (Fotos: ma)

Herdorf. Zu hören waren eine begeisternde Mischung aus Wohlvertrautem und Entdeckenswertem, deren hohes Niveau den Rahmen des sonst Üblichen sprengte. Noch stand der große Weihnachtsbaum beim Altar, mit vielen Lichtern und Kugeln geschmückt, um dem Konzert einen würdigen Rahmen zu geben. Die beiden Kirchenchöre , „Cäcila“ Herdorf und „Cäcila“ Rosenheim, sowie die Schola „St. Aloisius“ und das Orchester „Camerata Instrumentale Siegen“ (Einstudierung Annette Pankratz), bildeten einen beeindruckend großen Klangkörper von rund 100 Mitwirkenden. Gemeinsam mit den drei Solisten, den Sopranistinnen Kristin Knautz und Manuela Meyer, und dem Bariton Achim Rück, hatte Torsten Stendenbach ein solch eindringliches Erlebnis mit einer ergreifenden Gesamtwirkung geschaffen, dass der anhaltende Applaus nach der Aufführung kein Ende nehmen wollte.

Mit begeistertem Applaus wurde der musikalische Leiter begrüßt und eröffnete das weihnachtliche Konzert mit dem von den Chören angestimmten „Transeamus usque Bethlehm“ (Joseph Schnabel), begleitet vom Orchester. Andächtig und konzentriert lauschten die Besucher auch dem „Viderunt omnes“ (Georg von Pasterwitz).

Das Trompetenkonzert von T. Albioni wertete Giselher Pankratz mit seinen dynamischen Abschattierungen und hell schmetternden Trompetensoli zusätzlich auf.

Mit den Solisten war Torsten Stendebach eine sehr gute Besetzung gelungen. Kristin Knautz und Manuela Meyer mit ihrem modulationsfähigen Sopran setzten die Jugendmesse „Missa brevis“ (Joseph Haydn) gemeinsam mit den Chören und dem Orchester in eindringlicher Interpretation um. Bariton-Solist Achim Rück sang mit warmer Stimme Rezitativ und Arie aus „Das Volk, das da wandelt“ aus „Der Messias“(Georg F. Händel).



Begeistert erlebten die Zuhörer die Kraft der klaren und eindringlichen Stimmen der Schola St. Aloisius Herdorf, die wunderbar miteinander harmonierten. „Macht hoch die Tür“ (Arnold Kempkens) „O regem coeli“ (Juozas Naujalis), „Stille Nacht“ (Hermann Ophoven) und „Ubi caritas“ (Ola Gjeilo), beim Gesang der Männer war es so still in der Kirche, man hätte eine Stecknadel fallen hören können.

Zauberhaft erklang das von den Chören 7-stimmig gesungene „Ave Maria – Angelus Domini“ (Franz Biebl) und machte es, wie auch bei den Werken von John Rutter, „Christmas Lullaby“ und „Angels Carol“ den Besuchern sichtlich schwer, während des Konzerts den Applaus zu unterdrücken.

Chapeau für die 5-stimmige Kantate „Vom Himmel hoch“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy“ für Sinfonieorchester, Chor und Solisten, in der Kristin Knautz und Achim Rück die Solopartien übernahmen. Die beeindruckende Darbietung erforderte höchste Leistungen für Chöre und Musiker.

Dem musikalischen Gesamtleiter Torsten Stendenbach und allen Mitwirkenden war es gelungen, Abstand vom trivalen Rummel zu nehmen und eine angemessene und festliche Stimmung zu vermitteln, die dem gerade erst vergangenen Weihnachtsfest angemessen war.

Das stehend applaudierende Publikum hörte als Zugabe noch einmal ein weihnachtliches Wiegenlied „Christmas Lullaby“ und der freudig überraschte Torsten Stendebach bekam Glückwünsche, Geschenke und eine Urkunde des Diözesan-Cäcilienverbandes Trier überreicht. Das Vorstandsmitglied Elke Becker vom Kirchenchor „Cäcilia“ Rosenheim dankte Stendenbach im Namen der Sängerinnen und Sängern des Kirchenchors Cäcilia Rosenheim für 25 Jahre Tätigkeit als immer geduldiger und freundlicher Chorleiter. (ma)


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