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Nachricht vom 20.01.2020    

Ein wichtiges Thema: Vortrag zur Darmkrebsvorsorge gut besucht

Im Rahmen der am Montag, 13. Januar, eröffneten Wanderausstellung „Vermeiden statt Leiden – Darmkrebsvorsorge rettet Leben“ im DRK Krankenhaus Kirchen, fand am Mittwoch, 15. Januar, eine Infoveranstaltung unter der Überschrift „Wie kann ich mein Darmkrebsrisiko reduzieren?“ statt.

(Foto: DRK Krankenhaus Kirchen)

Kirchen. Rund 35 Besucher folgten den Ausführungen des Referenten, Dirk Werner, Chefarzt der Inneren Medizin und Gastroenterologie im DRK Krankenhaus am Standort Altenkirchen, der für den erkrankten Kirchener Kollegen Dr. Saric eingesprungen war. Werner versuchte am Beispiel eines Autos immer wieder Parallelen zum Thema Vorsorgeuntersuchung zu ziehen So sei die Wartung/Inspektion beim Auto selbstverständlich, die Vorsorgeuntersuchungen für sich selbst werde aber leider immer noch vernachlässigt. Dabei koste die Inspektion des Fahrzeuges Geld, die Vorsorgeuntersuchung jedoch nicht, da sie von den Krankenkassen getragen werde. Für Männer ab dem 50. Lebensjahr und Frauen ab dem 55. Lebensjahr ist die Darmkrebsvorsorgeuntersuchung geregelt und ganz aktuell wurde ein Einladungsservice zur Untersuchung eingerichtet, in dem Mitglieder von ihren Krankenkassen auf die Vorsorgeuntersuchung hingewiesen werden.

Einen besonderen Fokus legte Werner auf die heutigen Lebensumstände und Ernährungsgewohnheiten. So können Menschen z.B. durch den Verzicht auf Nikotin und Alkohol, 30 Min/Tag Bewegung und Sport und ausreichend Schlaf ebenso wie durch eine ausgewogene Ernährung – Faustregel: 2 Tage in der Woche Fisch, 2 Tage Fleisch und 3 Tage Gemüse – das Darmkrebsrisiko deutlich verringern.




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Durch die Vorsorgeuntersuchung, eine Coloskopie, kann dieses Risiko weiter reduziert werden. Zum einen wegen der Früherkennung zum anderen können z.B. Polypen im Darm bei der Untersuchung entfernt werden, bevor diese entarten. Die Untersuchung selbst ist für Patienten nicht schmerzhaft, da diese eine Spritze zum Schlafen bekommen, das Einzige ist nach wie vor das erforderliche Abführen, zur Säuberung des Darms, was aber durch neue Mittel weniger unangenehm ist.

In der anschließenden Fragerunde wurde bemängelt, dass die Wartezeiten für die Vorsorgeuntersuchungen zum Teil zu lang seien. Dies ist, so Werner, ein Spiegel des immer wieder aufgezeigten Ärztemangels auf dem Land. Bei Bedarf sind die Kostenträger bei der Suche nach einem Gastroenterologen behilflich.

Die Wanderausstellung ist bis mindestens 24. Januar im DRK Krankenhaus Kirchen zu sehen, hier kann man sich in beeindruckender und verständlicher Weise dem Thema nähern und sich informieren.

Werner bat abschließend, als Multiplikatoren Darmkrebsvorsorge in Familien und bei Freunden anzusprechen, um die Quote zur Teilnahme weiter zu verbessern, denn: „Da haben wir noch deutlich Potenzial nach oben.“ (PM)


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