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Nachricht vom 24.01.2020    

Keine Chance für Partnergewalt und Stalking!

Auf reges Interesse stieß das Seminar zum Thema: „Partnergewalt und Stalking“, organisiert vom Verein BRÜCKE Altenkirchen e. V., welcher seit 2017 eine von insgesamt neun Täterarbeitseinrichtungen Contra Häusliche Gewalt in Rheinland-Pfalz ist. Diplom-Psychologin Justine Glaz-Ocik vom Institut Psychologie & Bedrohungsmanagement in Darmstadt referierte zu angemessener Verhaltens- und Sicherheitsberatung für Betroffene.

Kerstin Stahl und Ralf Kohlhaas von der Brücke sowie Referentin Justine Glaz-Ocik (von links nach rechts) gaben wertvolle Tipps. Foto: Veranstalter

Altenkirchen. Vor dem Hintergrund der flächendeckenden Einführung des sog. Hochrisikomanagements bei Gewalt in engen sozialen Beziehungen in Rheinland-Pfalz ist der Bedarf an Austausch und Fortbildung in diesem Bereich groß.
Themen wie Trennung aber auch Rückkehr der Betroffenen zu ihrem Partner wurden besprochen.

Praktische Ansätze konnten anhand von Fallbeispielen vermittelt werden. Fragen wie: „Was ist Personen zu raten, die Opfer von häuslicher Gewalt und Stalking geworden bzw. davon bedroht sind? Welche Vorkehrungen können im Bedrohungsfall getroffen werden, um ein höchstmögliches Maß an Sicherheit für die Betroffenen zu gewährleisten?“ wurden behandelt.

Erläutert wurden verbale Deeskalationstechniken, Techniken des „Sich-unsichtbar-Machens“, Sicherheitsaspekte in Trennungssituationen, Sicherheitsvorkehrungen in der Wohnung der Betroffenen, Maßnahmen bei begleitetem Umgang und Kindesübergaben. Rechtssicherheit und Umgang mit Polizei und Justiz für die Betroffenen waren weitere Seminarinhalte.



Auch die Eigensicherung für Beraterinnen und Berater und deren Risiko, selbst zum Ziel von Feindseligkeit und Gewalt bei ihrer Tätigkeit zu werden, wurden eingehend thematisiert. Am Seminar nahmen unterschiedliche Fachkräfte aus ganz Rheinland-Pfalz teil, darunter Mitarbeitende in Frauenunterstützungseinrichtungen wie Interventionsstellen gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen und Frauenhäusern, Mitarbeitende des Jugendamtes und der Polizei sowie Vertretern der Täterarbeitseinrichtungen Contra Häusliche Gewalt, was zu einem fachübergreifenden Austausch und einer Sensibilisierung für die unterschiedlichen Arbeitsansätze der beteiligten Institutionen geführt hat. Eine rundum gelungene Veranstaltung, wie die Mitarbeiter der BRÜCKE Altenkirchen e. V. resümierten.



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