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Nachricht vom 19.06.2010    

Hammer Bachpaten sorgen für Pflege der Gewässer

Die Bestimmung der Gewässergüte und weitere Informationen standen im Vorder­grund einer gelungenen und überaus informativen Fortbildungsveranstaltung "Wasser", die von der Verbandsgemeinde Hamm in Zusammenarbeit mit den Bachpaten durchgeführt wurde.

Hamm. Was die Bachpaten angeht, nimmt die Verbandsgemeinde Hamm landesweit einen hohen Stellenwert ein. Zehn engagierte Mitbürger leisten derzeit als Bachpaten, eine erstmalige Bestallung erfolgte vor 18 Jahren, eine hervorragende ehrenamtliche Arbeit und unterstützen die Verbandsgemeinde Hamm, die für die Erhaltung, Gestaltung und Entwicklung der Gewässer dritter Ordnung zuständig ist. Dienstältester Bachpate ist Klaus Hermes, der seit 1997 ununterbrochen den Bellingerbach betreut.
Gewässer sind wesentliche Teile von Natur und Landschaft. Sie sind für viele einheimische Tier- und Pflanzenarten zwingend notwendige Teile ihrer Lebensräume. Schutz und Pflege der Gewässer sichern diese reichhaltigen gewässergebundenen Lebensgemeinschaften und tragen zur Erhaltung intakter Gewässerlandschaften bei.
Die Hammer Bachpaten, die vor zwei Jahren einen landesweiten Bachpatentag mit der Verwaltung organisierten, treffen sich regelmäßig mit ihrer Betreuerin, der Diplom-Ingenieurin Petra Hensch von der Bauverwaltung, zu Fortbildungsveranstaltungen. Da sich immer mehr Bürger für Umweltthemen interessieren, wurde das aktuelle Seminar "Wie bestimme ich die Güte an einem Gewässer?" für interessierte Teilnehmer geöffnet.
Jetzt trafen sich "gestiefelte" Naturbekenner, darunter auch "kleine Forscher", an der Fischerhütte in Opsen, um sich über den Themen­be­reich informieren zu lassen. Hierfür stand Holger Schulz, Gewässerwart des Fischereiver­ban­des Opsen-Fürthen zur Verfügung, der ausführlich auf verschiedene Themenbereiche einging. Neben der chemischen Gewässergüte-Bestimmung gibt es auch die biologische. Für Letztere bilden Organismen im Gewässer die Grundlage, die in verschiedene Güteklassen eingeteilt sind. Bei der Sieg-Exkursion fanden die Teilnehmer zahlreiche Organismen, darunter auch Köcherfliegenlarve, Großer Schneckenegel, Köcherfliegerlarve ohne Köcher, Runde Eintagsfliegenlarve ohne Köcher und Spitzschlammschnecke. Anhand der Bio-Indikatoren, deren Häufigkeit und einem Indikatorwert erhält man dann das Ergebnis der biologischen Gewässeruntersuchung und die Einstufung von "nicht bis gering belastet, gering belastet, über mäßig belastet, kritisch belastet und deutlich verschmutzt bis hin zu stark, sehr stark und übermäßig verschmutzt". (Rolf-Dieter Rötzel)
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Bachpate Klaus Hermes (rechts) ist "fündig" geworden. Anschließend gab Gewässerwart Holger Schulz (2. von rechts) Informationen zu den am Stein haftenden Organismen.
Fotos: Rolf-Dieter Rötzel


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