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Nachricht vom 30.01.2020    

Mehr Menschen im Kreis zum Jahresauftakt arbeitslos

Trotz der recht milden Temperaturen im Januar schlagen sich saisonale und konjunkturelle Effekte zurzeit auf dem regionalen Arbeitsmarkt nieder. Auch das Jahr 2020 startet deshalb mit steigender Arbeitslosigkeit. 8.221 Menschen waren zum Monatsende im Bezirk der Arbeitsagentur Neuwied arbeitslos. Das sind 775 mehr als im Dezember, und 157 mehr als vor einem Jahr.

(Symbolbild: Archiv)

Neuwied/Kreis Altenkirchen. Die Arbeitslosenquote kletterte im vergangenen Monat um 0,4 Prozentpunkte nach oben. Mit derzeit 4,8 Prozent liegt sie 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

„Der saisonbedingte Anstieg der Arbeitslosigkeit betrifft normalerweise mehr Männer, die in stärkerem Maße in den Außenberufen tätig sind“, sagt Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Agentur für Arbeit Neuwied. So ist es auch in diesem Januar: 499 der Neuzugänge sind männlich und 276 weiblich. Die Entlassungen betreffen nicht nur das wetterabhängige Bau und Forstgewerbe, in dem derzeit nur bedingt gearbeitet werden kann, sondern aus konjunkturellen Gründen auch viele produzierende Branchen mit hohem Männeranteil. Weitere erhöhte Zugänge lassen sich auch dadurch erklären, dass zum Jahresende vermehrt befristete Verträge ausgelaufen sind und davon Betroffene sich arbeitslos melden müssen.

Der Saisoneffekt lässt sich auch mit differenzierendem Blick auf Arbeitsagentur und Jobcenter belegen. Die Zahlen der Agentur, in dem die Menschen beraten werden, die tendenziell eher kurz arbeitslos sind, stiegen am deutlichsten an. Mit einem Plus von 547 Personen entfallen nun 3.748 Personen auf diesen Rechtskreis und bilden so einen Anteil von 45,6 Prozent aller Arbeitslosen.

4.473 Menschen, die ohne Beschäftigung sind, fallen in den Rechtskreis des SGB II und leben von der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Hier kamen im Januar nur 228 Personen hinzu. Zu diesem Rechtskreis zählen derzeit 54,4 Prozent der Arbeitslosen im Agenturbezirk.

Landkreis Altenkirchen schneidet schlechter ab
Der Blick auf die beiden Landkreise, die der Agenturbezirk Neuwied umfasst, zeigt wiederum, dass der Landkreis Altenkirchen im Vergleich zum Vorjahr schlechter abschneidet als der Landkreis Neuwied. Hier sind aktuell 3.380 Menschen ohne Job – 308 mehr als im Dezember und 183 mehr als im Januar 2019 bei einer Quote von 4,7 Prozent.

Im Kreis Neuwied sind derzeit 4.841 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 467 mehr als im Vormonat, jedoch 26 weniger als im Vorjahresmonat. Die aktuelle Quote liegt bei 4,9 Prozent und damit 0,5 Punkte über dem Wert des Vormonats und 0,1 Punkte unter dem Wert des Vorjahres.

Schlechtere Lage auf dem Stellenmarkt
Auch auf dem Stellenmarkt sieht die Lage aktuell nicht rosig aus. Die Betriebe meldeten dem Arbeitgeberservice im Januar 392 Arbeitsstellen. Das ist ein Minus von 52 im Vergleich zum Vormonat und 127 Stellen weniger als im Vorjahr. Der Bestand an zu vermittelnden Jobs ist im Januar um 34 gewachsen, ist aber mit 2.728 Stellen deutlich unter dem Vorjahresniveau (-502).

Abschließend kommentiert Starfeld: „Im langjährigen Vergleich ist die Arbeitslosigkeit immer noch sehr niedrig. Wir hoffen, dass die Wirtschaftsinstitute Recht behalten und die Exportkonjunktur mit dem voranschreitenden Jahr wieder Fahrt aufnimmt.“ (PM)


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