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Nachricht vom 02.09.2007    

THW-Ortsverband feierte 50.

50 Jahre THW-Ortsverband Betzdorf. Zur Geburtstagsfeier am Samstag auf dem THW-Gelände in Scheuerfeld waren viele Gäste gekommen - und erlebten eine Organisation, die trotz ihres gesetzten Alters immer jünger zu werden scheint. Dank einer hervorragenden Jugendarbeit.

thw jubiläum

Scheuerfeld/Kreis Altenkirchen. Das THW Betzdorf ist 50 Jahre alt. Und aktiv wie nie zuvor. Davon zeugte auch die Jubiläumsfeier am Samstag, zu der Ortsbeauftragter Thomas Teumer zahlreiche Gäste begrüßen konnte, darunter die Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing, die Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders, Dr. Matthias Krell, Dr. Josef Rosenbauer und Thorsten Wehner, den Betzdorfer Bürgermeister Bernd Brato, Ortsbürgermeister Klaus Arend und die anderen Ortsbürgermeister der Verbandsgemeinde und darüberhinaus, Landrat Michael Lieber und zahlreiche Abgesandte der Feuerwehr, darunter Kreisfeuerwehrinspekteur Eckard Müller und sein Stellvertreter Dietmar Urrigshardt, des DRK, der Bundeswehr, aus Vereinen und Verbänden. Zu Gast war auch eine Delegation aus Mühlanger an der Elbe, wo das THW beim großen Hochwasser im Jahre 2002 im Einsatz war. Den Weg nach Betzdorf gefunden hatten auch der Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Albrecht Broemme, und Hans-Albert Lossen, der Landesbeauftragte sowie Bundessprecher Frank Schultze. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Mitgliedern des Musikvereins Scheuerfeld.
Anlässlich des Jubiläums wurde von stellvertretenden Ortsbeauftragten Ulrich Weber auch die frisch herausgegebene Chronik des Ortsverbandes ausführlich in Wort und Bild vorgestellt. Weber präsentierte einige markante Ereignisse der vergangenen 50 Jahre. Gegründet im August 1957 als siebter Ortsverband im Lande, kann das heimische THW auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken, nicht nur, was die vielfältigen Einsätze in der näheren Umgebung, in der Republik und im Ausland betrifft. Auch die Umzugshistorie kann sich sehen lassen - von der Betzdorfer Friedrichstraße in der alten Schule nahe der Heller, zur Kölner Straße an der Sieg (bis 1962), dann wieder zurück zur Heller ins Haus Euteneuer, 1963 in die Kellerräume des Arbeitsamtes und 1975 dann schließlich zurück zur Sieg an den jetzigen Standort in Scheuerfeld - "endlich wieder am Wasser", wie Weber kommentierte.
Betrachtet man die Geschichte des THW in Betzdorf, so hat spätestens seit 1976 die Jugendarbeit einen hohen Stellenwert, was auch von allen Rednern hervorgehoben wurde. In diesem Jahr nämlich wurde die Jugendgruppe gegründet und seit da an wurde eine kontinuierliche Jugendarbeit geleistet. Und wie erfolgreich diese Jugendarbeit inzwischen ist, dokumentiert sich durch den zweimaligen Sieg bei Landeswettkämpfen und weiteren Erfolgen auch auf Bundesebene. Erwähnenswert ist auch der internationale Jugendaustausch etwa mit der Ukraine, zahlreiche Zeltlager, Spiel- und Spaßveranstalteungen sprechen auch eine deutliche Sprache. Weber: "Wir haben eine lebendige Jugendgruppe."
Präsident Albrecht Broemme sprach in seiner Festrede von einem gesunden Ortsverband mit zurzeit 118 Aktiven. Auch er hob besonders die gute Jugendarbeit der THWler hervor. Dank gebühre auch den Eltern, die ihre Kinder dem THW anvertrauen. Ausdrücklich lobte Broemme die gute Ausbildung und Professionalität der Betzdorfer. Durch eine vorbildliche Ausbildung und entsprechende Übungen sei man auf jeden Ernstfall vorbereitet und deshalb so oft bei brisanten Einsätzen angefordert worden. Broemme hob besonders auch die internationalen Einsätze hervor, etwa in New Orleans, wo die große, moderne Pumpe des Ortsverbandes hervorragende Arbeit geleistet habe, was in der vom Hurrikan "Kathrina" so schlimm heimgesuchten Stadt mit großer Dankbarkeit aufgenommen worden sei.
Landrat Michael Lieber dankte dem Ortsverband im Namen des Kreises für das regionale und überregionale Engagement. Besonders zu loben sei die gute Zusammenarbeit des THW mit den Feuerwehren des Kreises. Die Zusammenarbeit funtioniere hervorragend, auch im zwischenmenschlichen Bereich, sagte Lieber.
Bürgermeister Bernd Brato sagte, das THW habe neben seinen großen Aufgaben auch immer ein offenes Ohr, wenn es um Hilfestellungen zum Beispiel bei Großveranstaltungen wie der "City Night" gehe. Brato: "Ihr seid uns sehr wichtig." Beim THW sehe man, wie Gemeinschaft funktioniere: "Wir können uns auf euch verlassen." Auch Brato hob die hervorragende Jugensarbeit hervor: "Die Gemeinschaft lebt, wenn es eine gute Jugendarbeit gibt."
Ortsbürgermeister Klaus Arend brachte es auf den Punkt: "Wer Brücken baut, verbindet Menschen." Dies treffe in hervorragender Weise auf den Betzdorfer THW-Ortsverband zu, der immer dort zupacke, wo er gebraucht werde.
Für die Verbandsgemeindefeuerwehr gratulierte stellvertretender Wehrleiter Hans-Peter Halft: "Gemeinsam sind wir stark."
THW-Bundessprecher Frank Schulze sprach von einer Erfolgsgeschichte des THW in den 57 Jahren seines Bestehens auf Bundesebene. 80000 Helfer seien bundesweit im Einsatz, davon 99 Prozent Ehrenamtliche. Schulze warnte davor, Mittel für das THW zu kürzen, wie im Bundesinnenministerium angedacht. So sollen die hauptamtlichen Stellen von 800 auf 700 zurückgefahren werden. Dies habe zu Verunsicherung geführt. Schulze ist zuversichtlich, dass diese Pläne nicht Wirklichkeit werden: "Die Sicherung des Einsatzes muss gewährleistet bleiben." Das THW habe in Betzdorf, im ganzen Land und im Ausland als Botschafter Deutschlands gute Arbeit geleistet.
Grußworte sprachen auch unter anderem Pfarrer Hans-Günter Brinken sowie MdB Sabine Bätzing - letztere auch im Namen der Landtagskollegen. Bätzing zeigte sich irritiert über die Vorschläge aus dem Innenministerium, 7 Millionen Euro beim Technischen Hilfswerk einsparen zu wollen. Sie versprach, sich für eine Lösung im Interesse des THW einzusetzen.
Auch DRK-Kreisvorsitzender Dr. Peter Enders lobte die seit vielen Jahren hervorragende Zusammenarbeit, sowohl bei der Ausbildung und bei Übungen, als auch bei Ernstfällen.
Oberstleutnant d.R., Axel Wienand, dankte dem THW für die Unterstützung der Reservisten bei ihren Veranstaltungen. Mehr als einmal habe man auf die Erfahrungen des THW bei Veranstaltungen zurückgreifen können.
Grußworte gab es auch von den Ortsbürgermeistern Siegfried Eicher (Grünebach) und Paul Schwan (Alsdorf), den Fraktionen von CDU und SPD sowie seitens der Scheuerfelder Vereine.
Olaf Paulsen, Vorsitzender des Helfervereins des THW-Ortsverbandes, wartete mit einer besonderen Überraschung auf. Er übergab an den Ortsbeauftragten unter großem Beifall 20 neue Feldbetten.
Verlesen wurde auch ein Grußwort der Malteser aus der Ukraine, die Dank sagten für die Hilfe und Freundschaft.
Auch Ehrungen stehen bei einem solchen Jubiläum natürlich mit auf dem Programm. Wolfgang Loest erhielt für seine vielfältige Tätigkeit im Ortsverband (unter anderem Leiter der SEG und engagiert in der Jugendarbeit) das THW-Ehrenzeichen in Bronze aus den Händen von Präsident Broemmer, Christine Martzak wurde mit dem Helferabzeichen in Gold gewürdigt und als verdiente THW-Helfer erhielten auch Matthias Rödder, Rüdiger Schnitzler und Michael Ebach eine Auszeichnung.
Nach all den Reden und Ehrungen gab es dann eine leckere Stärkung für die Gäste: Eine deftige Gulaschsuppe, während draußen schon die ersten Vorführungen, unter anderem mit der großen Pumpe des Ortsverbandes, die auch in New Orleans im Einsatz war, stattfanden. (rs)
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Die Festrede vor zahlreichen Gästen hielt der Präsident der Bundesanstalt Tecnisches Hilfswerk, Albrecht Broemme. Fotos: Reinhard Schmidt



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