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Nachricht vom 03.02.2020    

Abriss, Sperrung, Neubau: Altenkirchener Brücken werden erneuert

Sie sind wirklich in die Jahres gekommen. Über sie donnern tagtäglich Tausende von Autos hinweg. Und hätte Altenkirchen nicht seine Umgehungsstraße, zu der das Duo gehört, die Kreisstadt wäre längst einem Verkehrsinfarkt erlegen. Die beiden Talbrücken im Verlauf der B 256 zwischen den Anschlussstellen Kump- und Siegener Straße müssen erneuert werden.

Auf eine Länge von 335 Meter bringt es die Lehwiesetalbrücke im Verlauf der Altenkirchener Umgehungsstraße zwischen den Anschlüssen Kump- und Siegener Straße. (Foto: hak)

Altenkirchen. Die ersten Überlegungen sind fixiert, die Ingenieurleistungen bereits vergeben. In gar nicht mehr allzu ferner Zukunft wird und muss es der Erbach- mit einer Länge von rund 140 Metern und der Lehwiesetalbrücke (Länge rund 335 Meter) im Verlauf der Altenkirchener Umgehungsstraße an den Kragen gehen. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) wagt sich an das Großprojekt, das Abriss und Neubau der beiden Querungen im Zuge der B 256 zwischen den Anschlussstellen Kump- und Siegener Straße heißt. Den Hintergrund erläutert Dr. Kai Mifka, Brückenbauchef und stellvertretender Leiter des LBM in Diez: "Der Bund hat die Direktive ausgegeben, alle Brücken auf ihre jeweilige Verkehrsbelastung und Zukunftsfähigkeit zu überprüfen. Wir haben also nachgerechnet und festgestellt, dass diese beiden die Voraussetzungen nicht mehr erfüllen. Sie sind ganz einfach ausgelutscht."

Mitte der 1970er-Jahre gebaut
Beide Betonkonstruktionen datieren aus Mitte der 1970er-Jahre, als der erste Abschnitt der Umgehungsstraße zwischen Hoch- und Kölner Straße Realität wurde. Dieses Segment wurde im Jahr 1978 eingeweiht. Die Verlängerung von der Kölner Straße bis nach Leuzbach-Bergenhausen mit dem Anschluss an die B 256 wurde 1980 fertiggestellt. Mit diesem geschichtlichen Fakt vor Augen, ergeben sich für den LBM laut Mifka gleich drei Komponenten, neue Überführungen errichten zu lassen: 1. die nachgewiesene fehlende Zukunftsfähigkeit für die nächsten "50 bis 60 Jahre"; 2. die mangelhafte Auffahrt von der Siegener Straße in Fahrtrichtung Flammersfeld mit der fehlenden Einfädelspur, die derzeit wegen nicht vorhandener ausreichender Brückentafelbreite nicht so mir nichts dir nichts angebaut werden kann; 3. der geplante dreistreifige Ausbau des Abschnittes zwischen Kump- und Siegener Straße im Rahmen der Ertüchtigung der Ost-West-Achse zwischen dem Autobahnende bei Hennef und dem Autobahnanschluss bei Herborn.




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Großen Wurf im Blick
"Wir stellen uns einen großen Wurf vor", verdeutlicht Mifka und meint damit den kompletten Abriss und anschließenden Neubau beider, zwei Täler überspannenden Verbindungen. Geht es nach Mifka, bleiben die Brücken, die dann mehr als 50 Jahre auf dem Buckel haben, so lange in Betrieb, bis parallel ihre Nachfolger fertiggestellt sind. Dann sollen die alten dem Erdboden gleichgemacht und die neuen an deren Positionen geschoben werden. "Das werden Arbeiten auf einem technisch hohen Niveau", blickt er voraus, "wir wissen um die Bedeutung der Umgehungsstraße und damit der beiden Brücken für Altenkirchen." Der neu entstehende dritte Fahrstreifen dank breiterer Brückentafel wird in Richtung Flammersfeld angelegt. Wie und wo die Verengung wieder auf zwei Spuren erfolgen wird, ist final noch nicht geklärt.

Drei Monate Sperrung?
Ganz ohne Sperrung der B 256 wird das Vorhaben indes nicht verwirklicht werden können. "Ich gehe von rund drei Monaten aus", lautet Mifkas erste vorsichtige Prognose, die klar macht: In Altenkirchen wird der geneigte Autofahrer in diesem Zeitraum viel, viel mehr Geduld brauchen, um von A nach B zu kommen, wenn der komplette Verkehr wie anno dazumal durch die City fließen muss. Noch aber wird es sechs bis sieben Jahre dauern, ehe der Startschuss auf der Tagesordnung steht. Denn zuvor müssen zahlreiche Schritte in dem Verfahren vollzogen werden, ehe überhaupt Baurecht erteilt werden kann. Und dann sind da ja noch die Kosten, die derzeit mit 12 bis 15 Millionen Euro angesetzt sind. Dabei wird es angesichts der Entwicklung in diesem Sektor in den zurückliegenden Jahren aber nicht bleiben. "Diese Summe plus X", lautet Mifkas einfache Rechnung. (hak)


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