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Nachricht vom 12.02.2020    

Was Wissen neben Straßenausbaubeiträgen sonst noch bewegt

Auch wenn die Abstimmung zu den Straßenausbaubeiträgen und der Weg dahin großen Raum in der Sitzung am Montag (10. Februar) einnahm, standen noch viele weitere interessante Themen und Ausblicke auf kommende Veranstaltungen auf der Agenda des Wissener Stadtrates.

„Die Arbeiten in der Steinbuschanlage liegen auf der Zielgeraden, nun wurde die Benutzungssatzung des Intergenerationenparks abgesegnet.“ (Foto: Stadt Wissen)

Wissen. Nachdem die Entscheidung für die grundsätzliche Einführung der wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge (WKB) am Montag (10. Februar) in der Ratssitzung unter großem öffentlichen Interesse gefallen war und die meisten der Besucher den Saal verlassen hatten, widmete sich das Gremium weiteren wichtigen und aktuellen Themen im öffentlichen Teil der Sitzung. Währenddessen sammelte die Bürgerinitiative Wissen (BI) draußen bereits Unterschriften für ein Bürgerbegehren, um weitere Schritte gegen die Einführung der eben noch vom Rat beschlossenen Einführung der WKB vorzunehmen.

Benutzungssatzung für Steinbuschanlage abgesegnet
Wie in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 23. Januar besprochen und abgestimmt, wurde dem Stadtrat die Benutzungssatzung für den Intergenerationenpark Steinbuschanlage vorgelegt. Diese wurde mit insgesamt 16 Dafür-, vier Dagegen-Stimmen und zwei Enthaltungen abgesegnet. Austauschbedarf gab es vorab allerdings wieder zum Thema Hundeverbot. Dem Antrag der SPD auf Änderung, das Verbot zu lockern und Hunde angeleint und auf den Wegen zuzulassen, hatte keinen Erfolg. Einerseits solle der Park eine Begegnungsstätte für alle sein und auch gerade für ältere Menschen, die oft mit ihren Hunden spazieren gehen, so Eva-Maria Brück (SPD). Demgegenüber stehe allerdings der Konflikt, so Sebastian Papenfuß (CDU) zwischen Hundehaltern und spielenden Kindern und dem entstehenden Hygieneproblem, zumal Hundetoiletten sehr teuer in der Unterhaltung seien. Ebenfalls gilt im neuen Park, der ein Alleinstellungsmerkmal in der Region darstellen dürfte, das Verbot Alkohol oder andere Drogen mitzubringen und zu konsumieren.

Harald-Wilke-Stiftung
Wie der im Jahr 2016 verstorbene Harald Wilke es sich in seinem Testament gewünscht hatte, richtet die Stadt Wissen, die Wilke als Erbin seines Vermögens von rund 207.000 Euro eingesetzt hatte, nun eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit dem Namen „Harald-Wilke-Stiftung“ ein. Die jährlich anfallenden Zinsen aus dem Vermögen werden zukünftig für mildtätige Zwecke verwendet und an notleidende und hilfsbedürftige Menschen verteilt werden.

Veräußerung einer städtischen Wohnung
Weiterhin steht aktuell die Veräußerung der städtischen Wohnung in der Amselstraße 1 in Wissen an, die die Stadt geerbt hatte. Der Verkehrswert der 55 Quadratmeter großen Wohnung beläuft sich auf 62.000 Euro. Eine Sanierung im Hinblick auf Schimmelbefall erfolgte bereits, weitere Renovierungs- und Sanierungsarbeiten sollen nun nicht mehr stattfinden und so steht der Verkauf der Wohnung in Kürze an.

20-jähriges Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Wissen und Krapkowice
Im Mai 2000 wurde die Städtepartnerschaft zwischen den Städten Stadt Krapkowice und Wissen in einer Festveranstaltung im Pfarrheim begründet. Zum Anlass des nun 20-jähringen Jubiläums findet in der Zeit vom 18. bis 22. Juni ein Treffen der Partnerstädte in Krapkowice statt. An der Fahrt dorthin werden neben Stadtratsmitgliedern und ehrenamtlichen Bürgern noch weitere geladene Gäste teilnehmen.

Besetzung Migrationsbeirat
Ein Migrationsbeirat befasst sich mit allen Fragen der Migration, Inklusion und Partizipation. In Wissen hat dieser insgesamt neun Mitglieder, der aus Ratsmitgliedern und weiteren Mitgliedern (Bürgern) besteht. Neben der CDU, die bereits ein Mitglied aus ihren Reihen gestellt hat, sollen die Personen aus den Fraktionen SPD, FWG und Grünen noch benannt werden.

Geplante Gedenkfeier „75 Jahre Kriegsende“
Für den 11. März 2020 ist ab 10 Uhr die Veranstaltung „75 Jahre Kriegsende“ im Kulturwerk unter anderem mit Teilnahme von Schülern des Kopernikus-Gymnasiums und eventuell der Marion-Dönhoff-Realschule Wissen geplant. Genau am 11. März 1945 wurde der Kernbereich von Wissen durch einen Luftangriff der Alliierten in Schutt und Asche gelegt. Obwohl schon mehrere Luftangriffe auf Wissen geflogen wurden, war dies der verheerendste, mehrere hundert Menschen ließen dabei ihr Leben. Während der Gedenkfeier ist neben der Vorführung des Films „70 Jahre Kriegende“ (Nachtschicht V aus 2015) eine Wanderung zum Denkmal der Zwangsarbeiter (ehemalige Latrinen) geplant, wo Vorträge von Schülern gehalten werden und auch eine Kranzniederlegung geplant ist. Am Abend wird um 19 Uhr ein Ökumenisches Abendgebet in der katholischen Pfarrkirche Kreuzerhöhung stattfinden. Zur Wanderung zum Zwangsarbeiter-Denkmal und zum Ökumenischen Gottesdienst sind die Einwohner der Stadt und der Verbandsgemeinde Wissen sowie alle interessierten Bürger herzlich eingeladen. Weitere Informationen hierzu sollen noch bekannt gegeben werden. (KathaBe)


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Kommentare zu: Was Wissen neben Straßenausbaubeiträgen sonst noch bewegt

3 Kommentare
Es war schon immer so!
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!
Es ist schon erstaunlich das jetzt die Nutznießer des Wkb,wo man sich doch ziemlich lange in Zurückhaltung geübt hat, mit unqualifizierten, beleidigenden Äußerungen aus dem "Häuschen" kommen und sogar von Solidarität reden.
Ist das ihr Verständnis von Demokratie, meine Herren?
Scheinbar ist Ihnen nicht bekannt das zu einem Bürgerbegehren/Bürgerentscheid genau diese Unterschriftensammlung zwangsläufig benötigt wird und das nach §17a dazu nicht unbegrenzt Zeit zur Verfügung steht.
Und...deshalb liebe Wissener Mitbürger, lasst euch nicht entmutigen, bringt eure Meinung, mit eurer Unterschrift zum Ausdruck und tragt damit zu einem Bürgerbegehren/Bürgerentscheid und so zur Klärung des Wkb mit seinen unsäglichen Abrechnungsgebieten in Wissen bei.
Lasst euch nicht ins Boxhorn jagen, es gibt nur einen Entwurf in der Landesregierung zu Wkb, der bei der nächsten Landtagswahl schon vorbei sein kann.
Ein Bürgerbegehren/Bürgerentscheid ist sehr Wohl eine gute Möglichkeit in einer Demokratie seine Meinung zu einem bestimmten Thema (hier: Wkb)zu äußern.
Denn auch die Landes CDU vertritt, im Gegensatz zur CDU und FWG Wissen, unter anderem mit dem Bund deutscher Steuerzahler, die Ansicht das sowohl wiederhehrende Staßenbeiträge sowie Einmalbeträge also jedwede Form abgeschafft werden muss.
Und...hoffen wir mal das auch dieses Sprichwort stimmt:
"Wer zuzletzt lacht, der lacht am Besten"
oder
"Nichts zu tun heißt schon verloren zu haben!"
Sascha Klein 14.2.20
#3 von Sascha Klein, am 14.02.2020 um 23:12 Uhr
Man hat so das Gefühl, es geht nicht mehr um das eigentliche Thema. Durch das Thema sind die Feindseligkeiten, Frustation und auch das Ego von manchen deutlich geworden, aber auch das andere Meinungen heruntergebügelt und nicht einfach akzeptiert werden.
Leider "musste" der Stadtrat ja mit den Stimmen der CDU und FWG die grundsätzliche Einführung von wkb beschließen. Bis zum Inkraftreten der entsprechende Satzung dauert es ja leider noch, so dass das Thema am kochen bleibt.
Na hoffentlich war das jetzt juristisch konkret und das von einem, der keiner BI oder dem Stadtrat angehört.
#2 von Klaus Himmel , am 14.02.2020 um 23:12 Uhr
Zu so viel juristischem Unvermögen einer BI da, die sich als Sprachrohr für eine gesamte Region ausgibt, fehlen nicht nur mir, sondern auch vielen anderen mehr sämtliche Worte. Mit anderen Worten ausgedrückt: Eine billige Unterschriftenliste und sonstiges Geplänkel unter Niveau (der Gürtellinie) in sozialen Netzwerken: Ohne Know-how und mit umwerfender Unaussagekräftigkeit. Eine kleine, sich formierte Klitshe spricht für ganz WISSEN ohne Wissen. Nun denn: Fröhlicher Untergang mit BI Wissen und Konsortium aus dem politischen Geschehen.
Ich denke an eine Umbenennung mit gleichzeitiger Impulsgebung: ANTI BI Wissen - oder sonst?
Axel Wienand
#1 von Axel Wienand, am 13.02.2020 um 22:04 Uhr

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