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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 04.02.2020    

Zukunftsprojekt: Frankfurter Flughafen

Der Frankfurter Flughafen verbucht so einige Auszeichnungen auf sich. Er ist der größte deutsche Verkehrsflughafen, der Viertgrößte in Europa und liegt im weltweiten Vergleich auf Rang 14. Statistiken zufolge hoben im Jahr 2019 über 70 Millionen Menschen in Frankfurt am Main ab. Die Betreiberfirma, die Fraport AG, die mehrheitlich dem Bundesland Hessen gehört, ruht sich jedoch nicht auf diesen Zahlen aus, sondern strebt nach mehr – und zwar in Form von Terminal 3. Was hinter dem Mammut-Projekt steckt, verrät dieser Beitrag.

Der Frankfurter Flughafen ermöglichst bereits heute 70 Millionen Menschen jährlich Starts und Landungen. Mit dem neuen Terminal, dem Terminal 3, sollen weitere 21 bis 25 Millionen Menschen in Frankfurt am Main starten und landen dürfen. pixabay.com © Sven-Klitsch (CC0 Public Domain)

Terminal 3 könnte die Kapazitäten um 21 bis 25 Millionen Passagiere erweitern
Mit dem Terminal 3 wird der Frankfurter Flughafen erneut wachsen – und zwar auf den Flächen einer ehemaligen Militärbasis. Fraport berichtet online, dass 21 Millionen Reisende jährlich vom Terminal 3 abfliegen bzw. dort ankommen könnten. Eine Erweiterung auf 25 Millionen Menschen ist möglich. Würden diese 21 bzw. 25 Millionen Menschen zu den ohnehin schon 70 Millionen Menschen on top kommen, heißt das, dass der Flughafen Kurs nimmt auf 100.000 Passagiere im Jahr, allerdings soll Terminal 3 nicht unbedingt Rekorde brechen, sondern vielmehr die Terminals 1 und 2 entlasten.

Wie groß ausgebaut wird, muss noch nicht entschieden werden, denn gebaut wird das Mammut-Werk in einer modularen Bauweise, die drei Bauabschnitte vorsieht. Die Ankunfts- und Abflugebene werden im ersten Bauabschnitt umgesetzt. Damit soll auch das Hauptgebäude von Terminal 3 stehen. Bis 2023 sollen hier Gepäckförderanlagen, Lounges und ein Marktplatz entstehen sowie die Flugsteige H bis J. Oberste Priorität hat der Flugsteig G, der bis 2021 fertiggestellt werden soll und ein Umschlagplatz für vier bis fünf Millionen Menschen werden soll.

Moderne Architektur, ein Marktplatz sowie Parkplätze warten auf die Passagiere
Zahlenmäßig hat der Terminal 3 den Beinamen „Mammut-Projekt“ in jedem Fall verdient. Die Grundfläche beträgt 149.000 Quadratmeter. Was für den Otto-Normalverbraucher nur schwer räumlich greifbar ist, wird klarer mit diesem Vergleichswert: Die Fläche ist so groß wie 22 Fußballfelder zusammen. Die Gesamtfläche des Gebäudes wird – durch mehrere Stockwerke – nochmal deutlich größer dimensioniert. Die Planungen belaufen sich auf 403.000 Quadratmeter. Was Passagieren wichtiger sein dürfte, sind vor allem die inhaltlich Angebote – wie etwa 100 Check-in-Schalter und Drop-off-Points sowie 15 Gepäckausgabebänder.

- Terminal 3 soll eine moderne Architektur bekommen – mit viel Glas, Licht und einer großzügigen Gestaltung. Auf künstliches Licht soll tagsüber weitestgehend verzichtet werden. Auch der Heizenergie-Aufwand soll durch Bau und Technik möglichst gering gehalten werden.
- Am Terminal 3 sind 6.000 Quadratmeter für Händler und Gastronomie reserviert. Entstehen soll hier ein Marktplatz im Zentrum des neuen Terminals. Hier sollen Reisende einkaufen und sich erholen. Kinder dürfen toben, Geschäftsreisende bekommen einen Raum, um dort zu arbeiten.
- Um den Terminal 3 optimal an den Bestandsflughafen anzubinden, setzt Fraport auf ein System, das die Passagiere komfortabel und schnell von einem Terminal zum nächsten bringt. Die Reise von Terminal 1 zu Terminal 3 könnte so gerade mal acht Minuten dauern.
- Erreichbar wird der Terminal 3 – ähnlich wie bereits Terminal 1 und 2 – via Taxi, Bus oder mit dem eigenen Pkw. 8.500 Stellplätze stehen direkt neben dem Terminal zur Verfügung. Um das Parken am Frankfurter Flughafen schnell und einfach zu buchen, warten Anbieter wie Parkos mit einem entsprechenden Online-Buchungssystem auf. Dieses System von Parkos vereinfacht das Parken am Frankfurter Flughafen bereits heute und wird sicherlich auch nach dem Start von Terminal 3 weiterhin via Online-Buchung Parkplätze zur Verfügung stellen.

Frankfurt am Main. Eine Anlaufstelle für die Region?
Der Flughafen in Frankfurt am Main fungiert durchaus auch als Anlaufstelle für diejenigen, die in den Verbandsgemeinden Altenkirchen-Flammersfeld, Betzdorf-Gebhardshain, Hamm, Herdorf-Daaden, Kirchen oder Wissen leben. Doch wie weit liegt der Frankfurter Flughafen eigentlich von der Region entfernt?

- Die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld hat ihren Sitz in Altenkirchen (Westerwald) und hat von dort aus eine Wegstrecke von 120 Kilometern zum Flughafen Frankfurt am Main.
- Die Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain hat ihren Sitz in Betzdorf und hat von dort aus eine Wegstrecke von 130 Kilometern zum Flughafen Frankfurt am Main.
- Die Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) hat ihren Sitz im gleichnamigen Ort und hat von dort aus eine Wegstrecke von 130 Kilometern zum Flughafen Frankfurt am Main.
- Die Verbandsgemeinde Herdorf-Daaden hat ihren Sitz in Daaden und hat von dort aus eine Wegstrecke von 120 Kilometern zum Flughafen Frankfurt am Main.
- Die Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg) hat ihren Sitz im gleichnamigen Ort und hat von dort aus eine Wegstrecke von 140 Kilometern zum Flughafen Frankfurt am Main.
- Die Verbandsgemeinde Wissen hat ihren Sitz im gleichnamigen Ort und hat von dort aus eine Wegstrecke von 130 Kilometern zum Flughafen Frankfurt am Main.

Wen es nicht zum neuen Groß-Flughafen nach Frankfurt am Main zieht, der kann auch ab dem Köln-Bonn-Airport reisen. 12,4 Millionen Passagiere taten das bereits im Jahr 2019. Die Parkplatzsituation muss übrigens auch hier keiner fürchten, denn auch für diesen Flughafen bieten die Parkos-Betreiber die Möglichkeit, online einen Parkplatz am Flughafen zu reservieren. Die Urlaubsstimmung dürfte im Übrigen auch wieder wach werden nachdem es seit dem einen Verdachtsfall auf den Corona-Virus keine neuen Fälle mehr gegeben hat. (PRM)



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