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Nachricht vom 15.02.2020    

Gemeinsam stark für Wisserland: Kaufmannsessen zeigt Gemeinschaft

Viel Elan und Engagement für die Stadt Wissen und das gesamte Wisserland spürte man beim 26. Kaufmannsessen am Abend des 14. Februars. Ein Hauch von Aufbruch unter dem Motto „in Gemeinschaft bekommen wir das hin“ lag in der Luft. Noch mehr Lust auf Wissen und das Wisserland zu machen, war der Tenor des Abends, der auch mit vielen begeisterungswürdigen Ideen der Gäste zusätzlich bereichert wurde.

Gute Stimmung und begeisterte Zuhörer beim 26. Kaufmannsessen in Wissen. (Fotos KathaBe)

Wissen. Am Freitagabend (14.Februar) hatte die Fa. Korsing in der Walzwerkstraße 18 ihre Pforten für das nun schon zum 26. Mal jährlich stattfindende Kaufmannsessen geöffnet. Hierzu hatte die Werbegemeinschaft Treffpunkt Wissen, mit ihrem Vorsitzenden Thomas Kölschbach und Stellvertreterin Britta Bay, eingeladen. Rund 80 Gäste aus Reihen der Kaufleute, Vertretern der Politik aus Wissen und der Verbandsgemeinde, Vertretern der ortsansässigen Geldinstitute, der Wisserland Touristik und weiteren interessierten und engagierten Personen waren der Einladung gefolgt.

Thomas Kölschbach hieß zu Beginn der Veranstaltung die Gäste herzlich willkommen, unter ihnen Uli Jung als Vertreter des Verbandsgemeindebürgermeisters Michael Wagener sowie Stadtbürgermeister Berno Neuhoff, der im weiteren Verlauf als Referent auftrat. Auch in diesem Jahr, so Kölschbach, ginge es wieder darum Impulse zu setzen und neue Ziele zu erreichen. Ein kurzer Rückblick auf die vergangenen Jahre und bereits Gelungenes, wie die Einrichtung von Freifunk, die erfolgreiche Platzierung von Wisserland.de im WWW, die Implementierung des Citymanagers und vieles mehr schaffe weitere Zukunftsperspektiven und den Impuls, der in Gemeinschaft die Stadt Wissen und das Wisserland auch zukünftig weiter nach vorne bringe. Sodann übergab er das Wort an Marco Schenk, den Geschäftsführer der Zweigstelle Korsing in Wissen, die zu diesem Kaufmannsessen die Räumlichkeiten in innovativem Ambiente bereit gestellt hatte.

An keinem Tag bereut
An keinem Tag habe man es bereut, im Jahr 2012 den Schritt gegangen zu sein, in Wissen eine Zweigstelle der in Köln beheimateten Korsing GmbH & Co.KG, einem hochwertigen Sanitärfachhandel, zu eröffnen, erläuterte Schenk. Genau wie die Stadt Wissen selbst, bilde die Firma eine Schnittstelle zwischen dem Oberbergischen Land, dem Westerwald und dem Rhein-Sieg-Kreis und biete mit den hervorragenden Handwerksbetrieben in Wissen optimale Voraussetzungen. Mit fünf Mitarbeitern begonnen, berge die Firma heute für 18 Beschäftigte am Standort Wissen die Möglichkeit am Erfolg der Firma teilzuhaben. Insgesamt hat die Firma Korsing 380 Mitarbeiter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und gibt allein 40 Auszubildenden die Möglichkeit an optimalen Entwicklungsmöglichkeiten. Auch wenn die Firma ausschließlich den Verkauf an das Fachhandwerk anbietet, seien die Türen der Bäderausstellung jederzeit für alle Interessierten geöffnet, so Schenk.

Eine Stadt mit viel Potential
Genau an diesem Punkt – „Türen offen“ – schloss Berno Neuhoff mit seinem Vortrag und einer anschaulichen Präsentationen an seinen Vorredner an: „Der Mittelstand macht uns aus“, sagte er und lobte schon hier das große Engagement und die Arbeit des Treffpunktes Wissen. An diesem starkem Standort für Handwerk, Vertrieb und auch Tourismus, so Neuhoff, wolle man auch in Zukunft neue Türen öffnen.

Dass Wissen sich in einem Umbruch befinde mit seinen knapp 8.400 Einwohnern und einem Anteil von allein etwa 13 Prozent an Menschen mit Migrationshintergrund, berge schon eine Besonderheit und auch Chancen. In seiner Präsentation „Perspektiven für unsere Siegstadt Wissen“ ging er aus verschiedenen Blickwinkeln auf das Thema ein:

Wissen als Land-Wohlfühlstadt, als Stadt für Handel und Gewerbe, als Wohnstandort, als Stadt der Vereine und der Gastronomie und nicht zuletzt als Stadt für Freizeit und Tourismus und der Genusswelt Sieg mit ihren regionalen Produkten, der Landwirtschaft und der Hofläden. Die schönen Plätze in der Stadt, wie der Markt- und Kirchplatz, sollten zukünftig noch mehr in Wert gesetzt werden. So ist in diesem Jahr unter anderem auch wieder der Bauernmarkt geplant, der die Stadt mit Leben füllen wird. Die Steinbuschanlage als Intergenerationstreffpunkt mit ihrem großen Angebot für Jung und Alt wird voraussichtlich zum 30. März freigegeben.

Die Planung und Einrichtung weitere Baugebiete sei unabdingbar, gerade auch deshalb, weil aktuell jeder dritte Mensch die Region verlässt und man Zuwachs brauche, um nicht zu überaltern. Als ein toller Standort in der zweiten Reihe, zwischen Köln und Siegburg, direkt an der Sieg gelegen, müsse man gemeinsam daran arbeiten, dass die Stadt weiter an Attraktivität zunimmt. Zugunsten der Wohnbauentwicklung wurde erst kürzlich im Bauausschuss beschlossen, das Gelände „Rödderstein“ für eine gewerblichen Nutzung ad acta zu legen und Neuhoff forderte die Zuhörer auf, Vorschläge für einen Namen des neuen Baulandes, der die Begriffe „Natur und Sieg“ enthalten solle, an ihn zu senden.

Attraktiver Freizeit und Tourismusstandort – „Regionaler Teller“
Als attraktiver Freizeit- und Tourismusstandort werden im Herbst voraussichtlich zwei neue Rundwanderwege erschlossen sein, der Auenlandweg und der Räuberweg, die direkt an den Natursteig Sieg anschließen werden. Durch das Alleinstellungsmerkmal, den der Regiobahnhof als „Wanderbahnhof“ biete und die Möglichkeit, ab hier direkt in die wunderschöne Gegend ein- und auszusteigen, da wo andere Urlaub machen, habe man die besten Voraussetzungen, den Tourismus am Standort zu fördern und weiter bekannt zu machen. Warum nicht hier im Wisserland in der Gastronomie einen „Regionalen Teller“ anbieten, der dies weiter verstärke, gerade wegen der vielen regionalen Angebote? Auch das Siegtalbad mit Sauna und das Kulturwerk seien weitere Anziehungspunkte, die es zu erhalten gelte und wo auch private Investitionen ermöglicht werden sollen.

Infrastruktur erhalten, sei ein anderes der vielen wichtigen Themen und gerade aktuell der Ankündigung der Kassenärzlichen Vereinigung die Bereitschaftsdienstzentrale (BDZ) in Wissen zu schließen, müsse man sich erwehren, da zu einem attraktiven Standort auch die ärztliche Versorgung gehöre. Eine Unterschriftenliste für den Erhalt der BDZ lag aus und wurde mit vielen Unterschriften gefüllt.

Rathausstraße wird Teil des „Radweg Sieg“
Aufbruchstimmung spürte man besonders auch im Hinblick auf den bevorstehenden Ausbau der Rathausstraße, wo mit dem ersten Bauabschnittes in Kürze begonnen wird. „Die Rathausstraße wird die modernste Straße im Kreis“, so Neuhoff, dies allein schon aufgrund der zukunftsorientierten Verlegung von Leerrohren, die die Möglichkeit berge, Glasfaser ohne Problem zu verlegen, wenn es käme. Auch die Installation von Elektrotankstellen sei geplant, um klimafreundlich an der Energiewende mitzuwirken. Das der Radweg Sieg zukünftig durch die neu gestaltete Rathausstraße verlaufen wird, die Raum für die gemeinsam Nutzung von Fußgängern, Radfahrern, Autos, Kindern und durch die Barrierefreiheit auch für Rollatoren und Rollstühle bietet, dürfte sich als weiteren Glücksfall und tolle Möglichkeiten nicht nur für die Geschäftsleute in Wissen erweisen.

„Wisserland ist die Marke“
Hier schloss im Anschluss die Fragerunde an, zu der Thomas Kölschbach mit den Worten „Wisserland ist die Marke“ an den Moderator der Runde, Peter Seel, das Wort übergab, der gleich um Erläuterung zum Thema „Wie kann man die Baustelle Rathausstraße als Chance nutzen?“ von Neuhoff, aber auch der Geschäftsleute, auf dessen Hilfe man unabdingbar angewiesen sei, bat. Hier kam eine Vielzahl guter und innovativer Ideen zum Vorschein: Citymanager Ulrich Noß warf ein, „die Baustelle zu bespielen“ und zu gestalten, damit es sich auch während oder besser gerade wegen der Bauphase für Besucher lohnt, weiter nach Wissen zu kommen. Ein Gedanke der Gäste, unter anderem Projekte mit Schulklassen, auch Berufsschulklassen, um die Berufe, die rund um das Geschehen wichtig sind, zu beleuchten, fand genauso Anklang, wie die Aussicht, einen kulinarischen Tisch oder ein wöchentlich stattfindendes Baustellenfrühstück mit Informationen zum Stand der Dinge stattfinden zu lassen. Kunst in den Geschäften, ein weiterer Ausblick die Gestaltung eines Kulturfestivals von drei bis vier Tagen.

Nun heißt es, weitere Vorschläge und die jetzt schon genannten vielen Gedanken zu sammeln und in Gemeinschaft mit Leben zu füllen.

„Wessen bleiv su wie de best“
Wie in jedem Jahr endete das Treffen auch diesmal mit einem gemeinsamen Abendessen. Hier tauschten sich die Gäste bei bester Stimmung noch lange über die wirklich guten Perspektiven ihrer Siegstadt Wissen und der Marke „Wisserland“ aus. Als Fazit des Abends lässt sich sicher neben weiteren Anschauungen festhalten: „Wessen, bleiv su wie de best“ und halt die Türen offen für neue Chancen! (KathaBe)


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