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Nachricht vom 28.02.2020    

Betzdorfer Lehrer in der Türkei: Gesunde Schule im Blick

Einige Lehrkräfte des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Betzdorf besuchen in den nächsten Monaten im Rahmen von Erasmus+, einem Programm der Europäischen Kommission zur Förderung des Austausches zwischen Schulen innerhalb Europas, Schulen in Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Italien, Frankreich, Schweden und der Türkei

(Fotos: Freiherr-vom-Stein-Gymnasium)

Betzdorf. Sie wollen sich mit den dortigen Kolleginnen und Kollegen über aktuelle Probleme im Schulbereich austauschen und feststellen, was dort getan wird, damit sich Schüler und Lehrer in der Schule wohlfühlen, um Problemen vorzubeugen oder gegebenenfalls Hilfe anzubieten.

Jens Wöllner verbrachte jetzt die Winterferien an einer Schule in Balikesir in der Westtürkei. Die Partnerschule dort hat nur 300 Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 12. Bei dem Besuch standen die Bereiche „Essensangebot an der Schule“, „Bewegungsangebote“, „Seelisches Wohlbefinden“ und „Inklusion von Schülern mit Beeinträchtigung“ im Mittelpunkt des Interesses. Die Schule verfügt über eine Mensa, in der täglich ein Menü mit Suppe, Hauptgericht und Salat angeboten wird. Dies wird von einem Caterer angeliefert. Daneben gibt es aber auch eine Cafeteria, in der kleine Gerichte frisch zubereitet werden und außerdem die üblichen Snacks (Schokoriegel, Chips…) angeboten werden. Fast alle Schüler nutzen diese Angebote, da sie täglich acht Stunden Unterricht haben.

In den Pausen können die Turnhalle, ein Fußballplatz, ein Basketballfeld und einige Sportgeräte draußen genutzt werden. Das Schulgelände ist für die kleine Zahl an Schülern sehr großzügig bemessen, so dass auch Ballspiele ohne Gefährdung von Mitschülern möglich sind. Pro 500 Schülern steht in der Türkei jeder Schule ein Schulpsychologe zu. Dieser hat ein eigenes Beratungszimmer und ist den ganzen Tag als Ansprechpartner für die Schüler vor Ort. Ähnlich wie bei uns gibt es einige Probleme durch die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der sozialen Medien und den Leistungsdruck. Zum Thema Inklusion konnte festgestellt werden, dass nur sehr wenige Schüler mit Beeinträchtigung diese Schule besuchen, dass dann aber die Möglichkeit besteht, diese auch einzeln zu betreuen.



Neben den schulischen Aspekten konnte Jens Wöllner während seines fast zweiwöchigen Aufenthaltes in der Türkei aber auch sehr interessante Einblicke in die Kultur, Geschichte und das Alltagsleben der Menschen gewinnen. Balikesir ist mit ca. 350.000 Einwohnern eine Großstadt vergleichbar mit Bonn. Das Stadtzentrum mit seinen vielen kleinen Geschäften, Basars und Moscheen, aber auch das Umland mit Olivenhainen, der Mittelmeerküste und historisch bedeutsamen Orten wie Troja und Ephesus boten viele Möglichkeiten Neues zu entdecken. Durch den Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, zu Schülern und Lehrern der Partnerschule, waren einige Einblicke in die uns doch oft fremde Kultur möglich und es konnte eine gute Grundlage für weitere Kontakte zwischen dem Betzdorfer Gymnasium und der türkischen Schule gelegt werden. (PM)


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Kommentare zu: Betzdorfer Lehrer in der Türkei: Gesunde Schule im Blick

1 Kommentar
Es verwundert, dass die Türkei Teil eines EU-Programms ist. Die Mitgliedschaft ist ja eigentlich in weiter Ferne. Und bei den Banalitäten, die als Erkenntnis mitgeteilt wurden, fragt man sich als Außenstehender schon nach dem Sinn der Ausgabe unserer Steuergelder...
#1 von Hans Schmitz, am 29.02.2020 um 22:27 Uhr

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