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Nachricht vom 03.03.2020    

Schüler lernen Technik und Wissenschaft ganz praktisch kennen

Die Begeisterung war groß bei den Sechstklässlern, als das Tubenboot über das Wasser tuckerte: Die Schülerinnen und Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf freute sich am Montag (2. März) nicht nur ob der Tatsache, dass es funktionierte, sondern auch, weil sie das Tuckerboot gerade selbst aus unterschiedlichen Einzelteilen zusammengefügt hatten. Und das war erst das erste Experiment, das sie bei der dreitägigen Veranstaltung „MINT on Tour“ ausprobieren sollten.

Materialausgabe: Am Ende wird daraus ein Boot, das sich auf dem Wasser fortbewegt. Foto: (tt)

Betzdorf. Für 115 Mädchen und Jungen aus vier Klassen der sechsten Jahrgangsstufe am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf geht es von Montag bis Mittwoch (2. - 4. März) alles andere als trocken im Unterricht zu. Statt binomische Formeln zu pauken oder sich mit englischen Vokabeln zu beschäftigen, geht es anschaulich und praktisch zu. Das heißt nicht, dass Mathematik oder Naturwissenschaften vor der Klassentür bleiben. Ganz im Gegenteil. Denn das Projekt „MINT on Tour“ der Universität Siegen will Kinder und Jugendliche ganz gezielt mit Technik, Mathematik und Naturwissenschaften vertraut machen – und das eben anhand verschiedener Experimente. MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Rund 3000 Schülerinnen und Schüler erreiche man mit der Aktion im Drei-Länder-Ecke, berichtete Holger Schönherr, Dekan der naturwissenschaftlich-technischen Fakultät an der Uni Siegen. Schönherr war am Montag zu Eröffnung an die Betzdorfer Schule gekommen war. Schulleiter Oberstudiendirektor Heiko Schnare begrüßte die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Studierenden beziehungsweise Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fakultät, die den Sechstklässlern „MINT“ näher brachte – und das eben auf eine ebenso praktische wie ansprechende Art und Weise. Seinen Dank entrichtete Schnare an der Förderverein der Ehemaligen und Freunde des Gymnasiums, der „MINT on Tour“ mit einem Obolus unterstützt und mit möglich macht. An einem Gymnasium und einer Universität werden gelehrt, sagte Schönherr bei seinem Grußwort, und ergänzte mit Blick auf die Universität: „Wir forschen auch.“ Exemplarisch verdeutlichte er das an dem diesjährigen MINT-Thema Energie, aber auch mit Verweis auf Beispiele wie Mobilität. Es gebe viele Sachen, die erarbeitet werden müssen. Er ermunterte die Mädchen und Jungen, sich unvoreingenommen auf das Experimentieren einzulassen.




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Gleich einem Praxistest unterzogen
Das tolle an „MINT“ sei es auch, dass jeder die Sachen, anhand derer er etwas Neues gelernt habe, mit nach Hause nehmen könne, unterstrich Berufswahlkoordinator Studiendirektor Thorsten Schütz, der Ansprechpartner für das Projekt am Gymnasium ist. Aufgeteilt in fünf Gruppen, machten sich die Mädchen und Jungen frohen Mutes an die Projekte und Experimente heran. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fakultät brachten den Mädchen und Jungen ansprechend die Thematik näher. Nachdem die Projektmappe, in der alles nachgelesen werden kann, bestückt war, wurde es konkret und handfest: eine Zahnpastatube, ein kleines, schwimmfähiges Brettchen, zwei Strohhalme und ein Teelicht. Was daraus gebastelt wurde, das war ein kleines Boot. Und nachdem die Sechstklässler alles zusammengebaut hatten, wurden die auch „Tuckerboot“ genannten Exemplare gleich in einem Wasserbecken einem Praxistest unterzogen. Die Freude war groß, als die Tubenboote sich auf der Wasseroberfläche eigenständig bewegten.

Das war nur das erste Experiment, das die Mädchen und Jungen im Rahmen von „MINT on Tour“ selbst zum Ziel brachten. Dies alle ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen spielerischen Zugang zur Technik. Eben begreifend lernen. Aber auch die Naturwissenschaften lernen die Kinder so ganz praktisch kennen. Zum Umfang von „MINT on Tour“ gehört es unter anderem, ein Wärmekissen selbst herzustellen, und dafür waren beispielsweise Aktivkohle, Eisenpulver und Kochsalzlösung erforderlich. Es werden also unterschiedliche Bereiche abgedeckt, mal mehr Technisches, mal mehr Chemisches. Ein kleines Experiment ist es, eine Aufwindturbine herzustellen. Und die Schülerinnen und Schüler hatten auch hier viel Spaß – und werden bei der dreitägigen Veranstaltung sicher noch viel Interessantes erleben und erfahren. (tt)


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