Werbung

Nachricht vom 06.03.2020    

Westerwald Bank mit solidem Ergebnis 2019 – Stabiles Wachstum erwartet

Von Wolfgang Tischler

Der Vorstand der Westerwald Bank berichtete in seiner Bilanzpressekonferenz über das abgelaufene Geschäftsjahr 2019. Die Vorstände konnten durchweg über positive Entwicklungen in der Bank sprechen. Sorge bereitet derzeit das wirtschaftliche Umfeld, dass durch unterschiedliche Faktoren, wie zum Beispiel Brexit, Strafzölle oder dem aktuellen weltweiten Virus Corona beeinflusst wird.

Sie präsentierten die Zahlen und Aussichten für die WW-Bank. Von links: Wilhelm Höser, Markus Kurtseifer und Andreas Tillmanns. Dr. Ralf Kölbach war verhindert. Foto: Wolfgang Tischler

Hachenburg. Wie Vorstandssprecher Wilhelm Höser, ausführte, wuchs die Bilanzsumme um 2,2 Prozent auf 3.080 Millionen Euro. Erfreulich konnten die Forderungen an Kunden um 3,6 Prozent auf 1.889 Millionen Euro ausgedehnt werden. Dabei wurden insgesamt Kreditzusagen in 2019 an Firmen- und Privatkunden über 483,4 Millionen Euro erklärt, was einer Steigerung von 10,2 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Die bilanziellen Einlagen von Kunden stiegen um 2,2 Prozent auf 2.557 Millionen Euro, dabei erhöhten sich die Sichteinlagen mit 1.607 Millionen Euro (Vorjahr 1.457 Millionen Euro) deutlich, während die befristeten Einlagen auf 210 Millionen Euro nach 295 Millionen Euro zurückgingen. Die Spareinlagen bewegten sich mit 740 Millionen Euro nach 750 Millionen Euro in 2018 leicht unter dem Vorjahresniveau.

Das Gesamtvolumen, das durch die Bank insgesamt - auch unter Einbindung von Partnern aus der genossenschaftlichen Finanz-Gruppe - betreut wird, hat sich erfreulich um 5,5 Prozent auf 6.411 Millionen Euro erhöht. Dabei stieg das gesamte Kundeneinlagevolumen von 3.768 Millionen Euro in 2018 auf 4.012 Millionen Euro in 2019 um deutliche 6,5 Prozent. Insoweit zeigten das durch Union Investment betreute Geschäft wie auch die betreuten Volumen bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall sowie der R+V starke Wachstumszahlen. Allein die Wertpapiere in Kundendepots stiegen auf 345 Millionen Euro nach 276 Millionen Euro im Vorjahr.

Trotz eines deutlichen Ausbaus der Kundenkredite konnte der Zinsüberschuss des Vorjahres durch die anhaltende Niedrigzinsphase nicht erreicht werden und betrug 44,2 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss konnte mit 22,0 Millionen Euro nach 20,1 Millionen Euro im Vorjahr in Teilen den Rückgang des Zinsüberschusses ausgleichen. Der Personalaufwand betrug 28,6 Millionen Euro nach 27,9 Millionen Euro. Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen auf 18,6 Millionen Euro nach 17,2 Millionen Euro. Der wesentliche Anstieg der Verwaltungsaufwendungen ist in großen Teilen auf erhöhte Aufwendungen für die Einlagensicherung europäischer Banken sowie erhöhte Beiträge für die Einlagensicherung der Volks- und Raiffeisenbanken zurückzuführen. Derzeit kommen noch 70 Prozent der Erträge der Bank über die Zinsen.

Insgesamt konnte aufgrund der Wertaufholungen der Eigenanlagen ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 22,5 Millionen Euro erzielt werden. Der Jahresüberschuss liegt mit 5,75 Millionen Euro nach 6,5 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahr, wobei insgesamt über 8,25 Millionen Euro Steuern gezahlt werden.

Projekte der Bank

Zu den Projekten in der Bank berichtete Vorstandsmitglied Andreas Tillmanns. Die nochmals erhöhten Aus- und Weiterbildungskosten, die mit insgesamt 1,27 Millionen Euro deutlich über dem des Vorjahres (1,03 Millionen Euro) lagen, wurden mit weiteren Investitionen in die Zukunft begründet. Alle Mitarbeiter wurden über einen so genannten „Digitalen Führerschein“ in wichtigen Themen der Digitalisierung geschult. Auch habe man neue Ausbildungs- und Weiterbildungsformate entwickelt, die sicherstellen, dass zukünftig die Beratung und Betreuung der Kunden, ob in der Filiale, am Telefon sowie im Chat- oder Videodialog, hochqualifiziert erfolgen kann.

Als Bestätigung hatte die Bank in 2019 sowohl vom FAZ-Institut eine besondere Auszeichnung der Region Mittelrhein-Westerwald erhalten, aber auch die Auszeichnung als TOP-Arbeitgeber „TOP-JOB“ bestätigt die nachhaltige Personalarbeit der Bank.

Vertrieblich wird die Bank sich in der Zukunft noch stärker als bisher im Bereich der gewerblichen Immobilien aufstellen. Wie Vorstandsmitglied Andreas Tillmanns erklärte, sieht man in diesem Geschäftsfeld wesentliche Potenziale, als Partner sowohl für vermögende Privatkunden aber auch zur Unterstützung von regionalen Immobilienentwicklern tätig zu werden. Ein eigenes Projekt steht in Altenkirchen kurz vor dem Baubeginn, ein Senioren-Wohnpark. Altenkirchen wird ein Test sein, denn die Mieterträge liegen deutliche über den Zinserträgen. Bei erfolgreichem Testlauf werden weitere Projekte bis zu einer Gesamtgrößenordnung von 150 Millionen Euro folgen.

Engagement abseits des Geldgeschäftes
Dass die Westerwald Bank sich über Geldgeschäfte hinaus engagiert, erklärte Vorstandsmitglied Markus Kurtseifer anhand des Beispiels, dass man in wenigen Tagen zum zehnten Mal gemeinschaftlich mit den Auszubildenden der Bank die Baumpflanzaktion der Westerwald Bank starten wird. Zwischenzeitlich konnten mehr als 10.000 Bäume im regionalen Westerwald gemeinschaftlich mit den Forstämtern neu gepflanzt werden, um nachhaltige Fortwirtschaft zu unterstützen. Nachhaltigkeit zeigt auch ein neues Projekt der Bank, welches an acht Standorten über insgesamt 40.000 Quadratmeter so genannte Blühstreifen im Westerwald neu schafft, um die Insektenpopulation insbesondere Bienen mit der Schaffung neuer Insektenbiotope aktiv zu unterstützen.

Stiftung „Hilfe zur Selbsthilfe“
Besonderes Engagement leistet die Bank seit 2017 mit ihrer Stiftung „Hilfe zur Selbsthilfe“. Ein Projekt gegen die Kinderarmut, gemeinschaftlich mit den Tafeln des Westerwaldes, Unterstützung des Frauenhauses, Frauen und Kinder in Notsituationen, aber auch Projekte zur Gewaltprävention für Kinder und Unterstützung psychisch erkrankter Menschen mit Förderung sportlicher Aktivitäten, sind Beispiele der Stiftungsarbeit. Die Westerwald Bank sichert mit einer jährlichen Spende von 50.000,00 Euro über diesen Weg die Unterstützung von unverschuldet in Not geratenen Menschen in der Region als Hilfe zur Selbsthilfe. Darüber hinaus wurden in 2019 Spenden in Höhe von über 400.000,00 Euro für soziale, kulturelle und sportliche Zwecke bereitgestellt.
woti


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Hachenburg auf Facebook werden!


Kommentare zu: Westerwald Bank mit solidem Ergebnis 2019 – Stabiles Wachstum erwartet

Es sind bisher keine Kommentare vorhanden

Westerwälder Online-Schaufenster


Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Der Überblick über die neuen Coronaregeln

Die 26-seitige „Zwölfte Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz“ tritt am 2. November 2020 in Kraft und mit Ablauf des 30. November 2020 wieder außer Kraft. Sinn und Zweck der durch die Corona-Bekämpfungsverordnungen angeordneten Maßnahmen ist die Verhinderung der unkontrollierten Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2.


Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis wieder leicht gestiegen

Vor dem Wochenende liegt die Zahl der aktuell positiv auf eine Corona-Infektion getesteten Personen im Kreis Altenkirchen bei 193. Das ist laut Kreisgesundheitsamt der Stand von Freitag (30. Oktober, 13 Uhr).


Corona-Fall in Westerwald-Werkstätten der Lebenshilfe

In der Werkstatt der Lebenshilfe in Mittelhof-Steckenstein gibt es einen bestätigten Fall einer Corona-Infektion bei einem Beschäftigten. Vorstand, Geschäftsführung und Werkstattleitung haben sich daher am Donnerstag am frühen Abend entschieden, die Werkstatt in Mittelhof bereits zum 30. Oktober zu schließen.


Betzdorfer Polizei nach Fußballspiel in Betzdorf gefordert

Spiel und schließlich auch die Contenance verloren: Die Partie der Fußball-Kreisliga B II WW/S zwischen Ata Betzdorf und der SG Mittelhof hatte auch den Einsatz von Betzdorfer Polizisten zur Folge. Die Gäste, als Tabellenführer angereist, entschieden das Spiel auf dem Platz in Betzdorf-Bruche mit 3:2 (0:1) für sich.


Reaktionen auf Corona-Maßnahmen: „Unsinnig“ und „unverständlich“

Mit „Lockdown light“ ist das erneute Zurückfahren des öffentlichen Lebens im Vergleich zum Frühjahr, als die komplette Republik fast zu 100 Prozent still stand, überschrieben. Nichtsdestotrotz macht sich auch rund um Altenkirchen teils Frust und Unverständnis über die von oben verordneten Maßnahmen für den November breit, die helfen sollen, die Ausbreitung des Covid-19-Virus zu verlangsamen.




Aktuelle Artikel aus Wirtschaft


„Maschinenbau ist überall“: Workshop „futureING“ vermittelte erste Eindrücke

Wissen. Der Workshop fand in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Werkstoffsysteme für den Fahrzeugleichtbau der Universität ...

Beichler Kälte- und Klimatechnik sorgt für angenehme Temperaturen

Steinebach. Das zehnjährige Bestehen von Beichler Kälte- und Klimatechnik nahmen Landrat Dr. Peter Enders, Lars Kober, Leiter ...

Mit Social Media Business und E-Commerce in die digitale Zukunft

Koblenz. Die Themen reichen von Digital Recruiting und Employer Branding über E-Commerce und digitale Strategien bis hin ...

IG BAU fordert mehr Geld für 250 Beschäftigte im AK-Land

Kreis Altenkirchen. Der Grund: In der laufenden Tarifrunde für das Gebäudereiniger-Handwerk haben die Arbeitgeber bislang ...

ABOM geht in diesem Jahr digital an den Start

Altenkirchen. Über die externe Plattform „Talentefinder“ können Schüler/innen, Jugendliche, Studierende an der Messe teilnehmen. ...

Investor gefunden: Weberit Dräbing Gruppe in Oberlahr gerettet

Koblenz/Oberlahr. Zu der Weberit Dräbing Gruppe, die maßgeschneiderte Kunststoffprodukte für die Automobilindustrie herstellt, ...

Weitere Artikel


Scheinwohnsitz: Tschechische EU-Fahrerlaubnis in Deutschland nicht gültig

Koblenz. Der im Jahr 1985 geborene Antragsteller, der seinen Hauptwohnsitz seit seiner Geburt bis zum heutigen Tag ununterbrochen ...

Gute Neuigkeiten: Aus Rewe-Center wird Fachmarktzentrum

Altenkirchen. Das sind gute Nachrichten für Altenkirchen: Das Rewe-Center auf dem Weyerdamm wird Platz machen für ein Fachmarktzentrum, ...

Karate-Nachwuchs der SG Anhausen zeigt was er kann

Anhausen. Das Turnier ist immer eine perfekte Möglichkeit für Wettkampfeinsteiger, die zum ersten Mal auf der Kampffläche ...

Rechtssicherheit für verkaufsoffene Sonntage

Wissen. Das Ladenöffnungsgesetz von Rheinland-Pfalz legt fest: An vier Sonntagen im Jahr dürfen in Kommunen Geschäfte geöffnet ...

„Wir Westerwälder“ und der ADAC starten das neue Pendlernetz Westerwald

Dierdorf. Sandra Köster vom Vorstand der „Wir Westerwälder“ gAör, konnte nicht nur die Landräte begrüßen, daneben waren vom ...

Fragen zu Corona: Kreisgesundheitsamt hat Hotline eingerichtet

Altenkirchen/Kreisgebiet. Unter der Nummer 02681-813838 stehen die Experten des Gesundheitsamtes während der üblichen Dienstzeiten ...

Werbung