Werbung

Nachricht vom 14.03.2020    

Sicher in die Motorradsaison starten

Der Winter neigt sich dem Ende zu und so langsam kommen die Motorräder wieder auf die Straßen. Zum Saisonbeginn ist es jedoch nicht ratsam, einfach den Helm aufzusetzen und loszufahren, rät Mario Schmidt, Regionalbeauftragter, des ACE Auto Club Europa, Deutschlands zweitgrößten Automobilclub, in Rheinland-Pfalz. Nach der langen Pause im Winter brauchen die Maschinen Pflege und der Fahrer Eingewöhnungszeit, um sicher unterwegs zu sein und sich, sowie andere Verkehrsteilnehmer nicht unnötig zu gefährden.

Symbolfoto

Region. Zuallererst sollten Bremsen, Elektronik, Beleuchtung, Lenkung und Reifen auf ihre Funktion geprüft werden, vor allem, wenn die Maschine im Winter draußen gestanden hat, betont Mario Schmidt. Bei den Bremsen ist vor allem auf Beschädigungen oder Altersschwäche der Bremsleitungen sowie den Füllstand der Bremsflüssigkeit zu achten. Bremsbeläge und -scheiben müssen, eine ausreichende Stärke aufweisen. Bei den Reifen muss der Luftdruck kontrolliert werden und wie in der Betriebsanleitung empfohlen aufgepumpt werden. Außerdem soll auf eine ausreichende Profiltiefe geachtet werden. Diese beträgt bei Motorrädern 1,6 Millimeter, der ACE empfiehlt jedoch, die Profiltiefe bei Motorrädern nie unter 2 Millimeter sinken zu lassen.

Auf ein weiteres Sicherheitskriterium beim Thema Reifen macht Mario Schmidt aufmerksam: „Vor allem morgens, wenn die Temperaturen noch recht niedrig sind, sollte man darauf achten, die Reifen erst einmal behutsam warm und griffig zu fahren. So lässt sich die Sturzgefahr vor allem zu Saisonbeginn vermeiden.“

Der ACE empfiehlt, die Maschine vor der Überprüfung aller Teile von Hand zu waschen. So fallen Schäden und undichte Stellen besser auf. Doch nicht mit einem Hochdruckreiniger, denn die Gefahr, dass der starken Wasserdruck und aggressive Reiniger Lager, Kabel, Schalter und Steuergeräte angreifen und Schaden anrichten ist groß.

Auch die Überprüfung der Kette gehört nach längerer Standzeit vor der ersten Ausfahrt zum Standardprogramm. Hängt die Kette durch, muss sie unbedingt ersetzt werden. Überprüfen kann man Ketten am besten zu zweit. Während einer auf der Maschine sitzt, checkt der andere, ob die Kettenglieder auf dem Kettenrad stramm aufsitzen oder sich schon einige Millimeter anheben lassen. Ist das der Fall, hilft nur noch der Austausch.



Achten sollte man auch auf verschiedene Geräusche, wenn die Überprüfung der verschiedenen Lager erfolgt. Ein Knacken oder Spiel kann auf eine gebrochene Kugel im Lager hinweisen. Dann muss das Motorrad unbedingt von einem Fachmann repariert werden. Alle Sicherheitsrelevanten Schrauben an Bremsen, Lenker und Achsen, sowie die Lenkerarmaturen sollten auf festen Sitz überprüft und gegebenenfalls nachgezogen werden, erklärt Mario Schmidt.

Getestet werden müssen auch die Gängigkeit und Beschädigungen der Bowdenzüge von Kupplung und Bremse. Diese können nach längerer Standzeit fest werden. Um die Leichtgängigkeit wiederherzustellen, reicht oft etwas Schmierflüssigkeit an Hebeln und Zügen.

Genauso wichtig wie der technisch einwandfreie Zustand der Maschine ist jedoch auch die Verfassung des Fahrers. „Wenn der Biker nicht mithalten kann, nützt ihm auch das beste Motorrad nichts“, betont Schmidt. „Jeder Motorradfahrer muss sich das ins Gedächtnis rufen, auch die Autofahrer müssen sich im Frühjahr erst wieder an die Biker auf den Straßen gewöhnen.“ Aufwärmübungen, sowohl körperlich als auch mental können dabei helfen.

Bei Rückfragen erreichen Sie den Regionalbeauftragten Mario Schmidt unter 0170/3320758 oder per Mail: mario.schmidt@ace.de.


Mehr dazu:   Auto & Verkehr  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren Horhausen und Pleckhausen im Industriepark

Die beiden Freiwilligen Feuerwehren wurden am Mittwoch (31. Dezember), gegen 12.45 Uhr durch die Leitstelle ...

Wenn der Rhein ruft: Rund 180 Rettungskräfte nehmen beim Abschwimmen in Mainz teil

In Mainz wurde am Silvestermorgen eine besondere Tradition fortgesetzt: Das Abschwimmen im kalten Rhein. ...

Kuriose Silvesterbräuche: Wie startet man am besten ins neue Jahr?

Das neue Jahr steht unmittelbar bevor und da dürfen traditionelle Silvesterbräuche natürlich nicht fehlen. ...

Friedhelm Adorf: Nominierung des Sprinters zum Masters-Leichtathleten des Jahres

Der 82-jährige Friedhelm Adorf, ein Sprinter der LG Rhein-Wied, wurde für die Auszeichnung "Masters Sportler ...

Streitpunkt Silvester: Wenn Feuerwerk zur Kündigung führt

Jedes Jahr entzündet das Silvesterfeuerwerk nicht nur den Himmel, sondern auch Konflikte zwischen Mietern ...

Zehn Jahre ÖPNV-Konzept Nord: Erfolgreich vernetzt in die Zukunft der Mobilität

Vor zehn Jahren wurde im Norden von Rheinland-Pfalz ein neues Kapitel im öffentlichen Nahverkehr aufgeschlagen. ...

Weitere Artikel


Absagen und Verschiebungen: Kulturwerk Wissen macht Pause

Entsprechend des Erlasses der Landesregierung Rheinland-Pfalz vom 13. März finden auch im kulturWERKwissen ...

Leserumfrage: Welche Auswirkung hat das Coronavirus auf Ihr Leben?

Das öffentliche Leben steht derzeit quasi still. Die Menschen sind dazu aufgefordert die sozialen Kontakte ...

Die Digitale Verwaltung – Wunsch oder Wirklichkeit?

Beim letzten Digital Stammtisch Westerwald-Sieg in der Germania in Wissen ging es um die Digitale Verwaltung. ...

HwK: Überbetriebliche Lehrunterweisung eingestellt

Handwerkskammer Koblenz trifft wichtige Entscheidungen, um zur Eindämmung der Infektionsgefahr beizutragen. ...

Ein Schwerverletzter bei Unfall auf der K 97

Die Leitstelle Montabaur alarmierte am Freitag, 13. März, die Löschzüge Kirchen, Brachbach und Niederschelderhütte ...

Unsere ehemalige Chefredakteurin Helga Wienand-Schmidt ist tot

Unsere langjährige Chefredakteurin Helga Wienand-Schmidt ist am 12. März 2020 im Alter von 67 Jahren ...

Werbung