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Nachricht vom 06.09.2007    

Diakonie fit für neue Aufgaben

Gesellschaftliche Veränderungen haben stets ihren "Nachhall" in den verschiedenen Arbeitsgebieten des Diakonischen Werks im Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen und verlangen von den Mitarbeitenden flexibles Einstellen auf neue Herausforderungen. Hubertus Eunicke, Leiter des Diakonischen Werkes in Altenkirchen, hob dies bei der Vorstellung des Jahresberichts 2006 hervor und stellte neben dem Blick auf Gewesenes "Mit und auf dem Weg" auch neue Projekte vor.

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Kreis Altenkirchen. Eine Reihe von Zahlen belegt, dass in den verschiedenen Arbeitsbereichen des Diakonischen Werks im Kreis Altenkirchen eine erhöhte Nachfrage nach Beratung eingesetzt hat. Doch hinter diesen - wenn auch manchmal erschreckenden - Zahlen, so machte der Leiter des Diakonischen Werks im Kreis Altenkirchen, Hubertus Eunike, deutlich, verbergen sich unzählige Schicksale Betroffener und ihrer Familien. Vor allem Hilfe bei Fragen und Problemen rund um "Hartz IV" verlangen oft schnellen Einsatz. Fünf bis sechs Menschen täglich brauchen alleine hier diese schnellen Hilfen.
Damit Hilfe auch nachhaltig trägt, ist das Diakonische Werk bereits seit längerem Träger von Arbeitsgelegenheiten und bietet gemeinsam mit kirchlichen Partnern die sogenannten "Ein-Euro-Jobs" an. Die Nachfrage danach steigt stetig und stolz verweisen die Diakonie-Mitarbeiter auf viele Erfolge, Arbeitssuchende in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln zu können. Auch bei einer neuen Chance für (Langzeit-) Arbeitslose, den "Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante", setzt das Team nun auf fruchtbare Zusammenarbeit mit der ARGE.
Eine positive Bilanz gibt es auch bei der "Altenkirchener Suppenküche und Tafel", die von der Diakonie angestoßen wurde und im Trägerverbund vielen Menschen in Notlage zu helfen vermag.
Beworben hat sich die Diakonie als Träger eines Mehrgenerationenhauses in Altenkirchen. "Ich bin hoffnungsvoll, dass wir es realisieren können", sagt Hubertus Eunicke "Das Konzept ist stimmig und wir erfahren viel Unterstützung", so der Diakonie-Leiter.
Viel Nachfrage gibt es auch in den Arbeitsfeldern "Schuldnerberatung" und "Schuldnerberatung in der Suchtkrankenhilfe". Hier würden rund fünfmal so viele Mitarbeitende gebraucht, um die Nachfrage überhaupt zu decken. Mit viel Einsatz - unter anderem "Erste-Hilfe-Angeboten" oder einer bevorzugten Beratung für zu vermittelnde Bezieher von ALG II versucht man, den Anforderungen gerecht zu werden.
In einer "Team-Klausur", so plant das Diakonische Werk, will man sich fit machen für eine neue Herausforderungen. "Interkulturelle Öffnung" lautet die Überschrift. In der täglichen Arbeit hat sich nämlich herausgestellt, dass sich Russlanddeutsche gegenüber den vielfältigen Angeboten aufgeschlossener zeigen und man will nun diese Chance zum Miteinander nutzen.
Froh ist man bei der Diakonie auch, dass im Rahmen der Flüchtlingshilfe das Projekt "Phoenix" ausgeweitet werden konnte. Durch intensiveren Psychologen-Einsatz können verstärkz traumatisierte Flüchtlinge betreut werden, aber auch das gesellschftliche Engagement für die Flüchtlingshilfe verstärkt werden. Das "Prinzip der kürzeren Wege" will die Diakonie durch eine verstärkte Präsenz im "Oberkreis" verfolgen. Dank engagierter Ehrenamtlicher kann in Kirchen die Schuldnerberatung vor Ort angeboten werden, die Flüchtlingshilfe in Betzdorf soll unter besseren Bedingungen arbeiten können und der Betreuungsverein der Diakonie - bislang nur in Altenkirchen - will in Kooperation mit dem "Mehrgenerationenhaus" in Kirchen seine Präsenz dort verstärken.
"Die Herausforderungen wachsen, aber gut getragen innerhalb der Netzstrukturen vor Ort und immer auch unterstützt von heimischen Politikern und Institutionen" sieht sich das Diakonische Werk auch künftig gut aufgestellt, wie Hubertus Eunicke und seine Mitarbeiter in ihrer Jahresbilanz unterstrichen. (pes)
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In Altenkirchen stellte jetzt das Team des Diakonischen Werks im Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen mit ihrem Leiter Hubertus Eunicke die Jahresbilanz vor. Foto: Petra Stroh



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