Werbung

Nachricht vom 06.04.2020    

Drei Landräte appellieren an Wirtschaftsminister: dringender Korrekturbedarf

In einem gemeinsamen Brief zum Thema „Unterstützung mittelständischer Unternehmen im Rahmen der Coronakrise“ haben sich die Landräte der Kreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwald über die Gemeinschaftsinitiative „Wir Westerwälder“ an das Ministerium für Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Mainz gewendet.

Dierdorf. „Wir appellieren an Staatsminister Dr. Volker Wissing dringende Anpassungen im Sinne aller Unternehmen zügig anzugehen und umzusetzen, sowie auf eine Vereinheitlichung der Landesförderprogramme hinzuwirken“, so die drei Landräte der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis, Dr. Peter Enders (AK), Achim Hallerbach (NR) und Achim Schwickert (WW) einig.

Besonders in den Fokus rücken die drei Landräte die mittelständischen Unternehmen, welche mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Rheinland-Pfalz beschäftigen. „Hier fordern wir ein klares und unmissverständliches Bekenntnis des Landes zu den Mittelständlern und deren Belangen. Maßnahmen wie Stundungen und weitere Verschuldungen führen bei vielen Unternehmen lediglich zu einer zeitlichen Verlagerung, nicht aber zur Lösung der Probleme,“ unterstreichen Dr. Enders, Hallerbach und Schwickert.
Ganz besonders die Förderung für Unternehmen auf 30,0 Mitarbeitern zu begrenzen, wirkt gerade im Hinblick auf die Programme der Nachbarbundesländer, als zu klein gedacht.

Die drei Landkreise appellieren daher eindringlich an den Wirtschaftsminister, die Mitarbeitergrenze zur Erlangung einer Förderung auf mindestens 50 Mitarbeiter anzuheben und in Staffelungen auf den gesamten Mittelstand auszuweiten. Außerdem sollten die in Aussicht gestellten Kreditprogramme der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) zumindest mit ihrem hälftigen Anteil in Zuschussprogramme umgewandelt werden, die Kreditlinien, egal von welcher Förderbank, von der Haftung zu 100 Prozent freigestellt werden und eine ganz klare 0,0 Prozent Kreditzins-Politik ausgegeben werden.

"In Zeiten der Corona-Krise müssen wir die mittelständischen Unternehmen in der Region Westerwald unterstützen und sie mit ihren Fragen und Forderungen nicht alleine lassen," so die Landräte der drei kooperierenden Landkreise Altenkirchen, Neuwied und dem Westerwaldkreis, Dr. Peter Enders (AK), Achim Hallerbach (NR) und Achim Schwickert (WW).

In dem Schreiben an Wirtschaftsminister Wissing, weisen die drei Kreisspitzen deutlich auf die Herausforderungen hin, denen die heimische Wirtschaft in Moment ausgesetzt sind. „Als Landräte der Kreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis sind wir eng mit unseren Unternehmen verbunden“, beschreiben die drei Landräte Dr. Peter Enders, Achim Hallerbach und Achim Schwickert die aktuelle Situation. „Wir erhalten dazu persönlich und über unsere Wirtschaftsförderungseinheiten einen ungefilterten und sehr schnellen Rücklauf.“

„Positiv wurde seitens der Unternehmer aufgenommen, dass die Förderanträge für die Soforthilfen des Bundes bereits am Sonntagabend zur Verfügung standen. Für Unverständnis sorgt unter anderem. aber die Regelung und Argumentation gegenüber solchen Unternehmen, die es in den letzten Jahren geschafft haben, finanziell vorzusorgen und die keine Kredite und keine Miete mehr zahlen müssen“, berichten die drei Vertreter der Wirtschaftsförderungen, Katharina Schlag (Westerwaldkreis), Lars Kober (Altenkirchen), Harald Schmillen (Neuwied). Diese Unternehmen fühlen sich massiv benachteiligt und sehen aus ihrer sogfältigen und nachhaltigen Unternehmensführung inzwischen sogar einen Nachteil erwachsen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. (PM)


Jetzt Fan der NR-Kurier.de Lokalausgabe Dierdorf auf Facebook werden!


Kommentare zu: Drei Landräte appellieren an Wirtschaftsminister: dringender Korrekturbedarf

2 Kommentare
Mir geht es ähnlich wie Frau Berg. Die Bundesregierung macht vollmundige Versprechungen legt die Hürden dann aber so hoch, dass vielen "Kleinen" nicht geholfen wird.
#2 von Peter Ständer, am 07.04.2020 um 09:47 Uhr
Wir haben ein kleines Unternehmen (unter 5 Mitarbeitern) und schaffen es dank vorausschauender Unternehmensstruktur so gerade einen großen Teil der Betriebskosten trotz Corona zu erwirtschaften. Es reicht aber nicht für Lebenshaltungskosten oder Krankenversicherung. Wir sollen jetzt beim Arbeitsamt Grundsicherung beantragen.
Wir sind seit über 20 Jahren sehr erfolgreich und sollen uns jetzt gleich stellen mit "Hartzern"?
Das ist unfair und demütigend!
#1 von Nicola Berg , am 06.04.2020 um 15:05 Uhr

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Politik, Artikel vom 26.05.2020

Kabinett beschließt Moped-Führerschein mit 15

Kabinett beschließt Moped-Führerschein mit 15

Das Kabinett ist dem Vorschlag von Verkehrsminister Dr. Volker Wissing gefolgt und hat die Einführung des Moped-Führerscheins mit 15 Jahren beschlossen. „Mit dem Kabinettsbeschluss ist der Weg frei. Jetzt können Jugendliche ab 15 Jahren den Sommer und die Ferien nutzen, um den Führerschein zu machen“, sagte Verkehrsminister Dr. Volker Wissing. „Egal ob Freizeit oder Ausbildung, Jugendliche wollen mobil sein. Der Moped-Führerschein mit 15 ist ein Angebot an junge Menschen gerade im ländlichen Raum“, sagte Verkehrsminister Dr. Volker Wissing.


Schwerverletzte Person bei Schlägerei am Betzdorfer Busbahnhof

Bei einer Schlägerei in Betzdorf ist am späten Mittwochnachmittag (27. Mai) eine Person schwer verletzt worden. Sie musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.


27-Jähriger stirbt bei Unfall auf der B 256 in Horhausen

Ein schwerer Unfall hat sich am Dienstagmorgen, 26. Mai, in Horhausen ereignet. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war ein 27 Jahre alter Mann im Fahrzeug bereits verstorben, ein weiterer Insasse wurde schwer verletzt.


Wieder Diebstahl eines hochwertigen Pkw mittels Keyless Go

Im Zeitraum von Dienstag, 26. Mai, 23 Uhr und Mittwoch, 27. Mai, 7.35 Uhr haben bislang unbekannte Täter in Betzdorf ein hochwertiges Auto gestohlen. Erst kurz zuvor war es ebenfalls in Betzdorf zu ähnlichen Taten gekommen. In mindestens zwei Fällen nutzten die Täter die Keyless-Go-Funktion aus.


Region, Artikel vom 27.05.2020

Covid-19: Stabile Lage im Kreis Altenkirchen

Covid-19: Stabile Lage im Kreis Altenkirchen

Auch am Mittwoch (27. Mai, 12 Uhr) verzeichnet das Kreisgesundheitsamt in Altenkirchen keine neuen Corona-Infektionen: Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Personen im Kreis Altenkirchen liegt wie an den beiden Vortagen bei 163, die der Geheilten steigt von 143 auf 144.




Aktuelle Artikel aus Wirtschaft


Home-Schooling bei Corona: Digitalstammtisch Westerwald Sieg diskutierte

Wissen. Am 12. Mai fand zum zweiten Mal der Digitalstammtisch Westerwald-Sieg online statt. Thema des Abends war: „Geht Bildung ...

Gyros statt Corona

Horhausen. Mutlu Bulduks Maxime ist: „Ihre Zufriedenheit ist unser höchster Anspruch.“ Von dieser Leitlinie geprägt, führt ...

Gesundheitsministerin zu Besuch bei MWF Hygieneartikel & Bedarf

Kirchen. Das Unternehmen hat seine hochwertigen Produkte im Bereich Hygiene präsentiert und einige neue Produkte vorgestellt, ...

Erstes Fazit: Gastronomie erholt sich kaum von Corona-Krise

Kreis Altenkirchen. Speisen mal außerhalb der eigenen vier Wände ist viele Wochen während des Corona bedingten Stillstands ...

Hachenburger Brauerei stellt eine neue Biergeneration vor

Hachenburg. „Hachenburger Hopfen-Helles ist eine ganz neue Biergeneration, die ihre Spritzigkeit und den vollen Geschmack ...

Verbraucherkompass - Fit als Mieter

Koblenz. Das Team Energiekostenberatung der Verbraucherzentrale hat täglich mit Haushalten zu tun, denen hohe Energiekosten ...

Weitere Artikel


Klara trotzt Corona, IX. Teil

Kölbingen. IX. Folge vom 6. April
Der Pfarrer saß an seinem Schreibtisch und heftete den Schriftverkehr der vergangenen ...

Fünf neue Corona-Infektionen im Kreis Altenkirchen

Altenkirchen/Kreisgebiet. Zu Beginn der Woche verzeichnet das Gesundheitsamt des Kreises Altenkirchen 71 Covid-19-Infektionen ...

Sorge um Bereich „Ferien auf Bauern- und Winzerhöfen“

Koblenz. Rund 1.000 Bauern- und Winzerhöfe in Rheinland-Pfalz mit circa 1,2 Millionen Übernachtungen treffe die Corona-Pandemie ...

Office-Seminare im Homeoffice?

Koblenz. Ab sofort auch online aus dem Büro oder von zu Hause. Die Seminare können auch als Firmenseminare exklusiv für ein ...

Kolumne „Themenwechsel“: Was hat der Hase mit Ostern zu tun?

Bekanntlich ist es kommenden Sonntag wieder soweit: Ostersonntag. Den Tag, den viele von uns als Fest der Auferstehung Christi ...

Lebenshilfe: Geistig behinderte Menschen nicht vergessen

Kreis Altenkirchen. Seit mehr als Wochen ist nichts mehr so wie es war. Viele der geistig beeinträchtigten Menschen verstehen ...

Werbung