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Nachricht vom 08.04.2020    

Produktion von Schutzanzügen: „Liquisign“ wartet noch auf Zertifizierung

Wenn irgendetwas schnell erfolgen soll, ist hin und wieder Geduld gefragt. Diesem Problem sieht sich die Firma "Liquisign" aus Betzdorf in Zeiten der Corona-Pandemie gegenüber. Die Umstellung der Produktion auf Schutzanzüge ist angelaufen. Was immer noch fehlt, ist die offizielle Zertifizierung dieser so dringend benötigten Ausrüstung.

Fix umgesattelt hat die Firma "Liquisign" aus Betzdorf: Sie produziert die so wichtigen Schutzanzüge. (Foto: hak)

Betzdorf. Eigentlich verlassen Corporate Fashion und Mitarbeiterkleidung die Produktionshalle der Firma "Liquisign" in Betzdorf, ist die Veredelung von Textilien übers Sticken, Drucken oder Nähen alltägliches Geschäft. Weil als Folge der Corona-Krise Aufträge in dieser Sparte so gut wie gar nicht mehr zu erwarten waren, war guter Rat nicht teuer. Kurzerhand wurde umgesattelt, das Nähen von Schutzanzügen ersetzt die eigentliche Profession. Noch immer aber fehlt das offizielle Label, die Zertifizierung ist beileibe nach wie vor nicht in trockenen Tüchern. Das bestätigte Florian Baldus, gemeinsam mit Daniel Geldsetzer Inhaber und Geschäftsführer, auf Anfrage des AK-Kuriers: "Nein, noch nicht. Es gibt keine Möglichkeit für ein beschleunigtes Verfahren. Wir haben daher jetzt zwei Institute beauftragt mit einem ,normalen' Zertifizierungsverfahren. Wir hoffen jetzt hier auf eine schnelle Reaktion und eine vorgezogene Bearbeitung."

Schon Kunden bedient
Dennoch ist die Herstellung angelaufen. "Die Produktion läuft, und unsere Partner sind angeschlossen. Aktuell liefern wir viel an regionale Arztpraxen, Pflegedienste, Altenheime und auch an erste Krankenhäuser. An unserem Standort können wir aktuell 300 Stück Anzüge und Kittel am Tag herstellen. Zusammen mit unseren Partnern könnten wir 20.000 bis 25.000 Stück pro Woche herstellen", berichtete Baldus weiter.

Im Jahr 2000 gegründet
Die Firma Liquisign wurde im Jahr 2000 von den beiden Inhabern Daniel Geldsetzer und Florian Baldus gegründet. Seit Beginn der Geschäftstätigkeit bedient das Unternehmen die Bereiche Werbetechnik und Textilveredelung unter dem Markennamen Liquisign. Es ist über die Jahre langsam und beständig gewachsen. Ende 2017 wurde entschieden, die beiden Geschäftsfelder auch optisch voneinander zu trennen, um beide Leistungsbereiche besser am Markt zu positionieren. Die Sparte "Liquisign Werbetechnik" tritt seitdem in blau auf und zielt auf den regionalen Markt mit Produkten wie Fahrzeugbeschriftungen, Schildern und Werbeanlagen. Die weitaus größere Sparte tritt nunmehr in rot unter dem Markennamen "Liquisign Corporate Fashion" auf. Bedient werden Kunden in Deutschland und im benachbarten Ausland mit hochwertiger Mitarbeiterkleidung inklusive Veredelung, die auf eigenen Stick- und Druckmaschinen mit eigenem Personal geschieht. (hak)


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Kommentare zu: Produktion von Schutzanzügen: „Liquisign“ wartet noch auf Zertifizierung

1 Kommentar
Ich habe das Thema gestern auch im Gesundheitsausschuss angesprochen. Mir wurde versichert, dass Das Gesundheitsministerium RLP und das Landesamt im engen Austausch mit der Firma stehen und Wege gefunden wurden das Zertifizierungsverfahren zu beschleunigen.
#1 von Michael Wäschenbach, am 09.04.2020 um 10:58 Uhr

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