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Nachricht vom 08.04.2020    

Versorger geben sinkende Strompreise nicht an Kunden weiter

INFORMATION | Obwohl sich der Börsenstrompreis gegenüber dem Mittelwert der Jahre 2018 und 2019 etwa halbiert hat, geben Energieversorger sinkende Strompreise nicht an ihre Kundinnen und Kunden weiter. „Gerade in der aktuell schwierigen Situation sollten die Anbieter die Verbraucher entlasten anstatt ihren Profit zu steigern“, so Max Müller, Fachberater Energierecht bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden könnte aktuell rund 75 Euro pro Jahr einsparen, wenn die Versorger den gesunkenen Börsenstrompreis vollständig weitergeben würden. Dies hat eine aktuelle Berechnung des Verbraucherzentrale Bundesverbands ergeben. Es kann sich also durchaus lohnen, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt Kunden, die Kündigungsfristen ihrer Stromverträge zu überprüfen, Preise zu vergleichen und die Preisentwicklung im Auge zu behalten. „Die Fristen für eine ordentliche Kündigung können bis zu drei Monate betragen“, so Müller. „Im Falle einer Preiserhöhung haben Kunden jedoch ein Sonderkündigungsrecht, auf das der Versorger hinweisen muss.“

Fragen rund um Energiepreise, Kündigungsfristen und Vertragsbedingungen beantworten die Energierechtsberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Die Beratung kostet 18 Euro.

Aufgrund der aktuellen Situation erfolgt die Beratung telefonisch per Rückruf. Terminvereinbarung für eine solche Telefon-Beratung ist unter Telefon (06131) 28 48 0, per E-Mail an energierecht@vz-rlp.de oder online unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/onlinetermine-rlp möglich.

Weitere Beratungsangebote der Verbraucherzentrale: Servicehotline Energierecht unter 0800 60 75 500 montags, dienstags und donnerstags von 10 bis 13 Uhr.

Überprüfung von Heizkostenabrechnungen nach Einsendung der Unterlagen, Kosten: 20 Euro Beratung zum Wechsel des Strom- und Gasversorgers sowie zum Energiesparen derzeit per Telefon kostenlos unter 0800 60 75 600.

Termine unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/onlinetermine-rlp. Weitere Informationen zur Energieberatung unter www.energieberatung-rlp.de.

Hintergrund: Deutschland hat für Verbraucher schon jetzt die höchsten Strompreise der EU. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass die Kosten ungleich verteilt sind. Insbesondere die Industrie zahlt niedrigere Preise, die Verbraucher müssen das durch höhere Zahlungen ausgleichen. Die Verbraucherzentrale fordert neben der Weitergabe der gesunkenen Kosten auch die Streichung der Industrieausnahmen bei den Netzentgelten, der Erneuerbaren-Energien-Umlage sowie der Stromsteuer. (VZ-RLP)


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Kommentare zu: Versorger geben sinkende Strompreise nicht an Kunden weiter

1 Kommentar
Leider ist das an den Tankstellen, sowie beim Heizöl genau das Gleiche Dilemma.
Der Ölpreis liegt momentan bei ca. 30 Dollar. Bei diesem Preis, müsste zum Beispiel der Dieselpreis bei 70 bis 75 Cent liegen.
Auch da wird gut abkassiert, seitens der "Obrigkeit".
Vielleicht sollte da auch mal ein Machtwort gesprochen werden.
#1 von Andreas Mann, am 14.04.2020 um 09:50 Uhr

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