Werbung

Nachricht vom 11.04.2020    

Corona in der Arbeitswelt: So machen sich Betriebe in der Region krisenfit

Quasi über Nacht wurde in vielen Betrieben der Region Homeoffice und flexibles Arbeiten notwendig. Im täglichen Betrieb gilt es nun voll arbeitsfähig zu bleiben. In einer Pressemitteilung berichtet die Firma [MB] Software und Systeme GmbH in Selbach über das Gespräch mit der Beraterin für Digitalisierung Julia Thiem über die aktuellen Herausforderungen vieler Betriebe.

Digitalisierungs-Beraterin Julia Thiem und Geschäftsführer der [MB] Software und Systeme GmbH, Markus Bläser, erarbeiten gemeinsam nachhaltige Digitalisierungskonzepte für Firmen aus der Region. (Foto: [MB] Software und Systeme GmbH)

Region. Die Covid-19 Pandemie hat quasi über Nacht die Arbeitswelt, auch in der Region, verändert. Viele wurden vorsorglich ins Homeoffice geschickt. Dann läuft das Geschäft trotz Corona weiter? In der Praxis ist das jedoch oft nicht so einfach.

Wo es hakt wird zurzeit sofort sichtbar: Alte, analoge Prozesse und Abläufe erfordern allzu oft die Präsenz von Mitarbeitern. Sei es, weil wichtige Akten und Aufzeichnungen nur in Papierform vorliegen, oder weil Produktions- und Maschinendaten nicht zentral erfasst werden. Es gibt somit viele Hindernisse, die sich nicht allein mit dem Kauf einer Webcam beheben lassen.

Schnell wird deutlich, dass der Grad der Digitalisierung in vielen Unternehmen der Region noch nicht ausreicht. Was früher als digitaler Schnickschnack abgetan wurde, ist heute Gold wert. Der Stellenwert der Digitalisierung steigt. Und wer nicht digital denkt, wird abgehängt.

Beraterin für Digitalisierung berichtet aus der Praxis
Julia Thiem kennt diese Problematik nur allzu gut. Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin ist Digitalisierungs-Beraterin bei [MB] Software und Systeme GmbH in Selbach. „Erst wenn man sich Aktivität für Aktivität auf der Arbeitsebene anschaut, wird der tägliche Wahnsinn für die Mitarbeiter, die jetzt im Homeoffice versuchen zurecht zu kommen, sichtbar. An welcher Stelle muss doch noch etwas ausgedruckt und wieder eingescannt werden? Welcher Ordner, muss noch aus dem Büro geholt werden, um die Arbeit im Homeoffice durchführen zu können? Gerade jetzt sehen viele Mitarbeiter Tag für Tag woran es hakt. Und wenn es hakt, dann ist der ein oder andere Arbeitsschritt eventuell auch nicht kosteneffizient oder kundenorientiert.”, so Thiem.

Digitalisierungsbrüche erkennen und beheben
Hier ist deshalb genau der richtige Ansatzpunkt, um sinnvolle Maßnahmen zur Digitalisierung zu ergreifen, erklärt Thiem. „Sprechen Sie mit den Mitarbeitern und lassen Sie sie nicht allein mit den Problemen.“, rät sie. Dadurch wird nicht nur Insiderwissen über die Prozesse im Unternehmen gewonnen, sondern es erhöht auch die Mitarbeiterzufriedenheit. Denn aktuell schafft ein Virus in wenigen Tagen das, was Heerscharen von Changemanagement-Programmen nicht erreicht haben. Die Mitarbeiter werden automatisch mitgenommen und Bedenkenträger sehen jetzt alt aus.

Nach dem Sprechen mit den Mitarbeitern, muss eine Übersicht geschaffen und Schwachstellen ausfindig gemacht werden. „Dabei sollte von Anfang an digital gedacht werden. Hilfreich ist die Erstellung eines Digital Checkup. Hierbei werden alle unzähligen Prozesse und Abläufe – egal wie komplex – einfach verständlich und übersichtlich dargestellt. Anschließend werden in einer Digital Roadmap die unternehmens- und branchenspezifischen Potenziale und Schwächen aufgezeigt. Auf dieser Grundlage können sinnvolle und kosteneffiziente Maßnahmen getroffen werden, die den Wettbewerbsvorteil Digitalisierung nachhaltig schaffen und die Möglichkeiten von Homeoffice erhöhen.“, so Thiem.



Tiefgang ist gefragt
Neben der Erhebung und Aufbereitung des bereits vorhandenen Wissens, ist für die Expertin eins ganz klar: Ohne tiefgehendes KnowHow im digitalen Umfeld kommt man leider nicht weit. Denn der nächste Schritt ist es nun die Schwachstellen in sinnvolle, digitale Maßnahmen umzuwandeln und diese auch in der richtigen Reihenfolge anzugehen. „Dabei sollten Synergieeffekte genutzt werden. Denn Digitalisierung ist ein Querschnittthema. Nur so können kleine, aber gezielte Maßnahmen, einen größeren Mehrwert schaffen.“, so Thiem. Auch die Umsetzung erscheint bei der großen Auswahl an Software und IT-Systemen schwierig. Welche Software passt zur Branche, Mitarbeiteranzahl und Unternehmenskultur? Und wie kann diese mit möglichst geringem Aufwand implementiert werden? „Ich bin froh, dass ich auf ein Team aus Software-Experten zurückgreifen kann. In Kombination mit meinem wirtschaftswissenschaftlichem KnowHow kann ich rentable und realistische Digitalisierungskonzepte aufzeigen und gemeinsam mit den Betrieben umsetzen.“, so Thiem.

Krise nutzen und mit Digitalisierung für die Zukunft aufrüsten
Eins ist klar: Es wird eine Zeit nach der Pandemie geben. Die Wirtschaft wird aktuell per Schleudersitz in die digitale Zukunft befördert. Vorschnelle und zu kurzfristig gedachte Entscheidungen werden sich spätestens dann rechen. Daher ist es gerade jetzt umso wichtiger das Thema Digitalisierung nachhaltig anzugehen.

Jede Krise ist auch gleichzeitig eine Chance. Endlich hat man neben dem Tagesgeschäft auch mal Zeit für die mittelfristige und langfristige Weiterentwicklung des Unternehmens. Daher der Ratschlag der Expertin: „Nutzen Sie die Zeit und Ihre neuen Erkenntnisse. Stellen Sie sich digital gut auf und machen sich Krisen-Fit. Dann können Sie nach der Krise voll durchstarten.“

Mehr Informationen zu Herausforderungen und Möglichkeiten der Digitalisierung nicht nur in der Corona-Krise und zum Unternehmen gibt es unter www.mb-software-und-systeme.de/beratung-zur-digitalisierung/ (PRM)


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Wissen auf Facebook werden!


Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Inzidenz steigt auf 160,7 - Hamms Bürgermeister hofft auf Solidarität

Derzeit gibt es nur eine Richtung: aufwärts! Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis Altenkirchen hat sich womöglich aufgemacht, ehemals erreichte Höhen wieder zu erklimmen. Am Montag, 10. Mai, wurde der statistische Wert mit 160,7 nach 151,1 am Sonntag angegeben, dem zweithöchsten in Rheinland-Pfalz.


Kreis Altenkirchen: Gewerkschaft ruft zum Busfahrer-Streik auf

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft auch in dieser und in der nächsten Woche die Beschäftigten privater Busunternehmen zum Streik auf. Davon wird ebenfalls die Westerwaldbus GmbH und damit der Schülerverkehr betroffen sein. Die Arbeitskampfmaßnahmen beginnen am Mittwoch, den 12. Mai.


Weichen für fußläufige Anbindung vom Baugebiet „Auf der Sieghöhe“ gestellt

Neben dem großen Thema der Wiederaufforstung des Stadtwaldes Köttingsbach schaffte das Gremium des Haupt- und Finanzausschusses durch den Tausch von Gelände schon jetzt die Möglichkeit, das zukünftige Baugebiet „Auf der Sieghöhe“ auch fußläufig an die Stadt Wissen anzubinden.


Der VfB Wissen trauert um „Vereins-Ikone“

In der vergangenen Woche verstarb wenige Monate vor seinem 99. Geburtstag mit Eugen Anetsmann ein langjähriges Mitglied des VfB Wissen. Der Sportverein beschreibt den Verstorbenen als „Vereins-Ikone“ - ein passender Begriff mit Blick auf die Leistungen des gebürtigen Ingolstädters. Ein Nachruf.


Busfahrer-Streik: Westerwaldbus GmbH versucht, Schülerverkehr aufrecht zu erhalten

Verdi ruft wieder die Beschäftigten von Busunternehmen zum Streik auf. Von den Arbeitskampfmaßnahmen am 12., 17. und 18. Mai soll ebenfalls der Schülerverkehr betroffen sein. Doch die verantwortliche Westerwaldbus GmbH bemüht sich, dass die Schülertransporte trotzdem stattfinden - und kritisiert gleichzeitig den Streikaufruf.




Aktuelle Artikel aus Wirtschaft


Neue Ausgabe des Wir Westerwälder Wirtschaftsmagazins erschienen

Dierdorf. „Das ‚WIR Magazin‘ erscheint jetzt in der 18. Ausgabe und wir freuen uns mit dieser Veröffentlichung ein gemeinsames ...

Andreas Haderlein: Wäller Markt kann europäisches Vorzeigemodell werden

Bad Marienberg. Es ehrt die Macher des Wäller Marktes, dass der Wirtschaftspublizist, Innovationsberater und Autor des Ratgebers ...

Jede vierte Stelle im AK-Land befristet – Gewerkschaft warnt

Kreisgebiet. Von rund 1.600 Arbeitsverträgen, die im zweiten Quartal neu abgeschlossen wurden, waren etwa 400 befristet, ...

Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung

Koblenz. Ermöglicht wurde dies durch die Novellierung des Berufsbildungsgesetz. Die IHK-Akademie Koblenz hat ihre Lehrgänge ...

Backhaus Hehl und Hachenburger Brauerei erfinden Bierretter-Brötchen

Müschenbach. Die Pandemie macht auch um die Westerwälder Unternehmen keinen Bogen, so traf der Lockdown ganz speziell die ...

Hachenburger Bierschule@home für Auszubildende der Gastronomie

Hachenburg. Die letzten fünf Jahre besuchten alle Azubis der Westerwälder Gastronomie rund um Hachenburg acht Wochen nach ...

Weitere Artikel


Mysteriöse Krankheit lässt Meisen sterben

Neuwied. Bei ihrer Recherche fand die Leserin eine NABU-Seite, wo dieses seit März gemeldete Sterben thematisiert wird. Dort ...

Bereits im jetzigen Frühjahr erhöhte Waldbrandgefahr

Region. An Waldbrandgefahr denkt man normaler Weise nur im Sommer. Doch die Natur beginnt gerade erst zu grünen. Die Sonne ...

Wenn kleine Überraschungen zur großen Osterfreude werden

Katzwinkel-Elkhausen. Dieses Jahr fällt Ostern aufgrund der Corona-Krise bei vielen anders aus als gewohnt: keine großen ...

Kindertagesstätte Zauberwald: „Steinschlange“ gegen Corona

Wallmenroth. Diese Woche wurde der Anfang gemacht. Die Initiatoren hoffen dort auf eine wachsende Schlange mit bemalten Steinen, ...

Circus Ronelli bittet um Spenden in der Corona-Krise

Wissen. Dies trifft das Familienunternehmen sehr hart: Keine Vorstellungen, kein Einkommen für Fernando und Maike Trumpf ...

Trockenes Unterholz: Waldstück bei Burglahr brannte

Burglahr. Die freiwillige Feuerwehr Oberlahr wurde am Freitag, 10. April, gegen 15.05 Uhr zu einem Flächenbrand in Burglahr ...

Werbung