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Nachricht vom 10.04.2020    

UBO-TEX: Mit Gesichtsmasken statt Bikinis durch die Corona-Krise

Das eigene Unternehmen am Leben erhalten – vor dieser Herausforderung stehen aktuell viele Betriebe in der Corona-Krise, die auch die Wirtschaft mit voller Wucht trifft. Die Firma UBO-TEX aus Niederfischbach hofft, einen Weg gefunden zu haben, der die Existenz sichert und der sogar einen Beitrag für die Gesellschaft leistet: Denn statt Bikinis werden hier nun Gesichtsmasken genäht.

Ute und Burkhard Otterbach von UBO-TEX reagieren auf die Corona-Krise (Fotos: privat)

Niederfischbach. Die Not ist groß, in ganz Deutschland fehlen derzeit Schutzanzüge und -masken. Das gilt zum einen natürlich für medizinisches Personal, doch auch viele Privatpersonen wollen ihre Umwelt und auch sich selbst mit Gesichtsmasken vor der Ansteckung durch das Coronavirus schützen. Kein Wunder also, dass diese aktuell kaum noch zu bekommen sind. Gleichzeitig hört man nun aber immer häufiger auch die Forderung nach der Tragepflicht einer solchen Maske, wie etwa die Stadt Jena sie schon eingeführt hat.

Die Firma UBO-TEX Textilmanufaktur aus Niederfischbach im Kreis Altenkirchen reagiert deswegen auf die Krise und hat ihre Produktion Anfang April umgestellt. Normalerweise werden in dem kleinen Familienunternehmen von Ute und Burkhard Otterbach seit 2004 unter dem Lable „beachkini“ Bikinis für den Online-Handel genäht – jetzt hat man sich auf die Herstellung von Mund-Nasen-Masken verlegt. Für ganz Deutschland werden derzeit mit Hochdruck Masken aus zweilagigem Baumwollstoff mit elastischen Kopfbändern gefertigt, selbst für Kinder in der entsprechenden Größe.

UBO-TEX näht Gesichtsmasken.


Laufende Produktion umgestellt
Dafür wurden große Teile der bei UBO-TEX laufenden Produktion umgestellt, um dem derzeitigen enormen Bedarf und der hohen Nachfrage nach Mund-Nasen-Masken nachzukommen. Damit zeigt das Unternehmen auch, dass es im Ernstfall reagieren kann: Deutschland benötigt in der Corona- Krise dringend Unternehmen, die flexibel sind und sich der derzeitigen Situation nicht nur anpassen, sondern im Idealfall einen wertvollen Beitrag leisten. Genau das kann UBO-TEX nun tun, indem es mit seinen Industrienähmaschinen große Stückzahlen der begehrten Gesichtsmasken fertigt. Diese sind aus 100 Prozent Baumwolle und bei bis zu 95 Grad waschbar und wieder verwendbar.

Die Firma weist ausdrücklich darauf hin, dass die von UBO-TEX hergestellten Mund-Nasen-Masken nicht zertifiziert und nicht nach medizinischen Standards getestet sind und somit auch keinen garantierten Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bieten. Deswegen werden sie auch bewusst nicht „Mundschutz“-Masken genannt und fallen nicht unter das Medizinproduktgesetz (MPG). Dennoch leisten sie neben anderen persönlichen Schutzmaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und Abstand halten beim privaten Gebrauch einen möglichen Beitrag zum Schutz vor Ansteckung. Denn auch ein einfacher Mundschutz hält bei einem potenziell infizierten Menschen einen Teil der Virentröpfchen ab, wenn er hustet oder spricht.

Erhältlich sind die von UBO-TEX produzierten Mund-Nasen-Masken im Webshop unter www.mundmasken-hersteller.de. (PRM)


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