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Nachricht vom 14.04.2020    

Wenn die Kunden wegfallen: Umsatteln ist angesagt

Tina Schumacher, selbstständig im Bereich Training, Coaching und Inklusion mit Pferden, arbeitet jeden Tag in engem Kontakt mit ihren Kunden. Auf Grund der aktuellen Corona-Vorsichtmaßnahmen bedeutet das für sie den Komplettausfall ihrer Kunden und somit auch ihrer Einnahmen. Doch die 30-Jährige lässt sich von der Situation nicht unterkriegen und hat sogar schon einen Plan B.

Tina Schumacher hat immer einen Plan B. (Fotos: privat)

Birkenbeul. Tina Schumacher ist vielfältig unterwegs. Als mobile Trainerin hilft sie ihren Kunden beim gesunderhaltenden und partnerschaftlichen Training derer Pferde, veranstaltete inklusive Reitturniere oder bietet Coachingangebote für Persönlichkeitsentwicklung, Team- und Führungskräfteseminare an. Dieses vielfältige Angebot hat jedoch eine Gemeinsamkeit: Tina steht jeden Tag in engem Kontakt mit ihren Kunden. Durch die Corona-Vorsichtsmaßnahmen bedeutet das für einen Komplettausfall ihrer Kunden. Sportstätten und Höfe dürfen nicht mehr angefahren werden, und auch ihre eigene kleine Reitanlage musste vorübergehend geschlossen werden. Im Zuge dessen fallen der 30-Jährigen von heute auf morgen alle Einnahmen weg. Auf so eine Situation war Tina Schumacher wie so viele andere nicht vorbereitet. Doch Kopf in den Sand stecken gibt es bei ihr nicht – neben staatlicher Hilfe und einem kleinen Puffer an Rücklagen helfen ihr vor allem ihr Humor und ihre Kreativität in dieser Situation. Denn wie sagt man so schön „Not – oder in dem Fall Corona – macht erfinderisch“.

Umsatteln ist angesagt
Wenn man nicht mehr zu den Kunden hinfahren kann, geht das Ganze eben online. Um weiterhin Unterstützung im Pferdetraining anbieten zu können, bietet Tina ihren Kunden oder zukünftigen Kunden, eine gratis Videoanalyse von deren Arbeit mit den Pferden an. Ideen für weitere Online-Angebote im Pferdesport sind ebenfalls vorhanden. Des Weiteren arbeitet Tina an ihrem Podcast „Glücksbringer“, bereitet eine Hochzeitsrede vor, sucht nach einem Verlag für ein mehrsprachiges Kinderbuch und schreibt mit zwei Freundinnen an einem gemeinsamen Buch. Die Pferdetrainerin nutzt ihre kreative Ader in diesen Zeiten gekonnt aus: „Sagen wir, meine Kreativität ist mein Plan B ….. oder auch Plan C, D, E, F.“



Der richtige Umgang mit der Situation
„Humor und ein Lächeln hilft. Die Situation ist ohnehin nicht zu ändern – warum also noch mehr Energie für Negatives verschwenden? Ich freue mich wahnsinnig, wenn mich ein mürrisches Gesicht beim Einkaufen dann doch zurück anlächelt.“ Nach Tiefs komme Hochs. Das macht Tina Schumacher sich immer wieder bewusst. Es geht immer aufwärts und es ist immer für irgendetwas gut.

Menschen, die in einer ähnlichen Situation stecken, rät Tina sich auf die eigenen Potentiale und die Menschlichkeit zu fokussieren. Kreative Lösungen suchen, Modelle anpassen und vor allem positiv bleiben.

Warum die Corona Krise auch etwas Positives bringt
In dieser schwierigen Zeit lernen die Menschen grade sehr viel über Menschlichkeit, die Beziehungen zueinander und wie sie einander begegnen. Damit hat Tina in ihrer Arbeit mit den Pferden und den Kunden täglich zu tun und das ist ihr besonders wichtig. Daher ist es für sie aktuell schön zu sehen, wie viele solidarische Gesten umgesetzt werden.
„Es gibt natürlich auch die andere Seite, gestresste und genervte, ängstliche Menschen. Aber das ist wie bei allem: Worauf wir den Fokus legen, das wird größer und das werden wir auch eher wahrnehmen – da entscheide ich mich dann lieber für den solidarischen Part.“ (LeaS)

Mehr zu Tina Schumacher und ihrer Arbeit unter www.passion-connects.de


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Kommentare zu: Wenn die Kunden wegfallen: Umsatteln ist angesagt

2 Kommentare
Hallo Herr Ebach,
Sie lesen scheinbar auch nur, was Sie wollen. Man kann auch Pessimist sein und Humor haben, was aber noch lange nicht heißt, dass man Optimist ist. Dass Sie eher zum Pessimismus neigen, schreiben Sie doch mehr als deutlich, wenn Sie sagen, eher die negativen Seiten zu sehen. Frau Schumacher sieht diese negativen Seiten ja auch, sie hat aber im Gegensatz zu Ihnen die typisch deutsche Nörgel- und jammermentalität bei gleichzeitig größtmöglicher staatlicher Vollversorgung abgelegt und das Heft des Handelns in die Hand genommen, während Sie und viele andere sich noch in süßem Selbstmitleid suhlen, in Passivität verharren und darauf warten, dass Vater Staat die Ausfälle kompensiert. Nicht nur Armut macht krank, sondern auch eine degenerierte Geisteshaltung.
#2 von Christian Brenner, am 15.04.2020 um 09:35 Uhr
Es ist ja schön, wenn Frau Schumacher auf andere (Einkommens-)Zweige umsatteln (zurückgreifen) kann. Leider ist die Mehrzahl der von den Restriktionen der Corona-Pandemie betroffenen Selbständigen und Geringverdiener nicht in der realen wie auch möglicherweise zukünftig entstehenden Situationen in der Lage, die Einnahmen vor der Corona-Krise zu kompensieren. Wenn auch Frau Schumacher in einigen Facetten den Corona-Zeiten Gutes abgewinnen kann. Ich sehe für mich - und ich bin weiß Gott kein pessimistischer sondern eher humorvoller Mensch - und viele anderer Menschen und Familien eher die negative Seite der Corona-Krise.
Möge Frau Schumacher mit Ihren Plänen B, C , D wie auch immer Erfolg haben. Ich gönne es ihr von Herzen. Doch was bleibt - arm macht krank.
#1 von Werner Ebach, am 14.04.2020 um 15:39 Uhr

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