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Nachricht vom 19.04.2020    

„Alarmstufe Rot“: Gastronomie im AK-Land bangt um Existenz

Bei aller Bereitschaft Opfer zu bringen, stehen viele Gaststätten ohne weitere Unterstützung vor dem Aus. Darauf weist Uwe Steiniger von der Klostergastronomie Marienthal in einer Pressemitteilung eindringlich hin. Er kritisiert in diesem Zusammenhang den Umgang des Landes mit den versprochenen Soforthilfen.

Ehemaliges Kloster in Marienthal, heute Gastronomiebetrieb mit Restaurant und Tagunsgräumen. (Foto: GRI)

Selbach/Marienthal. „Die Neuregelungen lassen gerade uns keine Chance, die bitter benötigten Einnahmen zu generieren“, so Steiniger. Nun werde man von einer zweiten Stornierungswelle erfasst: „Geplante Feierlichkeiten, Tagungen und Kurzurlaube bis in den August hinein werden reihenweise abgesagt, zudem ist kein Tagesgeschäft mehr möglich“. Die zugesagten Soforthilfen seien bei vielen noch gar nicht angekommen und in punkto Kurzarbeitergeld laufe es ebenfalls nicht so rund wie dargestellt.

„An mangelnder Kreativität seitens der Betriebe scheitert es nicht: Jeder tut, was er kann. Aber damit kommen wir nicht über die Runden“, so Steiniger weiter. Man wolle weder Öl ins Feuer gießen, noch fragwürdige „Staatsgeschenke“. Steiniger betont aber, dass es Perspektiven für die Gastronomie geben muss: „Warum müssen gerade wir jetzt als Bittsteller dastehen, obwohl wir in der Vergangenheit auch Etliches mitgeschultert haben?“.



Es sei letztlich auch ein gesellschaftliches Problem, wenn es zukünftig kaum noch Orte der Erholung, des Miteinanders, des Treffens und der Geselligkeit mehr gibt. Zudem sei man in Rheinland-Pfalz, neben dem Staat selbst, der größte Arbeitgeber, der rund 150.000 Menschen beschäftigt. „Was machen wir langfristig mit unseren Mitarbeitern, was machen wir mit unseren Auszubildenden?“, fragt sich der Marienthaler Gastronom. Ein Bundesland, welches eben auch vom Tourismus lebt, kann es sich seiner Meinung nach nicht leisten, die Gastronomie „im Regen stehen zu lassen“. Ob über Kammer, Verbände und weitere Möglichkeiten habe man den Verantwortlichen eine Vielzahl an Vorschlägen unterbreitet, die laut Uwe Steiniger auch Gehör finden. „Nun gilt es zu handeln, denn jeder weiterer Tag ohne Klarheit, ist ein verlorener Tag“. (PM)


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Kommentare zu: „Alarmstufe Rot“: Gastronomie im AK-Land bangt um Existenz

4 Kommentare
So wie immer, unsere Landesregierung lässt die klein Betriebe im Regen stehen !!
So kommt die SPD nicht aus ihrem Tief heraus macht weiter so, bei der nächsten Wahl seit ihr das 5 Rad am
Wagen !!!
#4 von Peter Schilling, am 20.04.2020 um 17:52 Uhr
Nicht am Reden halten erkennt man eine Bürgernahe Regierung, sonder das Versprochene schnellstens ohne große Bürokratie umzusetzten !
#3 von Peter Schilling, am 20.04.2020 um 17:52 Uhr
Bei einer geregelten Abstandswahrung ist der Betrieb eines Restaurants durchaus möglich, denn gerade die Gastronomie unterliegt von je her schon strengen Kontrollen der Lebensmittelüberwachung im Rahmen der HACCP. Auch im Hotelbereich kann es bei der Zimmervermietung normalerweise, unter Einhaltung der vorgegebenen Schutzmaßnahmen, keinerlei Probleme geben. Ferienwohnungen oder Ferienhäuser sind in der Regel abgeschlossenen Wohneinheiten mit Küchenbereich zur Selbstverpflegung sodass diese autark genutzt werden können. Es ist daher vollkommen unverständlich, warum diese nicht für die Vermietung freigegeben werden.
Von daher ist auch schwer verständlich, warum z. B. Frisörgeschäfte oder Fahrradläden im Bezug auf die Wiederöffnung gegenüber der Gastronomie bevorzugt behandelt werden.

#2 von Jürgen Deneu, Hotel-Restaurant"Im Heisterholz", am 20.04.2020 um 17:52 Uhr
Ich bin der Meinung, wenn der Staat Unternehmen wegen höheren Interessen die Geschäfte verbietet und schließt, muss er auch für einen Ausgleich sorgen ähnlich dem Kurzarbeitergeld. Die Kosten laufen ja schließlich weiter.
Niemand der Gastronomen hat an dieser Situation schuld. Mann muss es ähnlich wie in der Landwirtschaft regeln, mit begrenzten Dierekthilfen.
#1 von Thomas Mäueler
, am 20.04.2020 um 10:51 Uhr

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