Werbung

Nachricht vom 24.04.2020    

IG Metall legt Standards für Gesundheitsschutz in Betrieben vor

Im Bereich der IG Metall Geschäftsstelle Betzdorf wollen bereits viele Betriebe die Produktion ab Mai 2020 wieder aufnehmen bzw. haben die Produktion wieder aufgenommen. Beschäftigte arbeiten wieder verstärkt in den Werkshallen und Büros Seite an Seite. Das teilte Uwe Wallbrecher, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Geschäftsstelle Betzdorf jetzt mit.

(Symbolbild: Pixabay)

Betzdorf. „Voraussetzung für den Hochlauf der Betriebe ist die Einhaltung der Standards für den Gesundheitsschutz. Ob in der Werkshalle, im Außendienst oder im Büro: Die Beschäftigten müssen ausreichend gegen das Infektionsrisiko geschützt werden. Für die IG Metall hat der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz oberste Priorität“, stellt Uwe Wallbrecher klar.

Die wichtigsten Maßnahmen zum Gesundheitsschutz hat die IG Metall jetzt in einem Eckpunktepapier zusammengestellt. Dieses Papier hilft Betriebsräten bei der Umsetzung des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz. Dabei geht es – in dieser Rangfolge – um technische Maßnahmen wie Trennwände oder Abstandsmarkierungen, um organisatorische Maßnahmen wie versetzte Arbeits- und Pausenzeiten sowie um personenbezogene Maßnahmen, etwa persönliche Schutzausrüstung. Besonders effektiv durch eine größere Schutzwirkung ist die Kombination verschiedener Maßnahmen.

Arbeitgeber in der Pflicht
Beim Arbeits- und Gesundheitsschutz sind zunächst die Arbeitgeber in der Pflicht. Sie müssen laut Arbeitsschutzgesetz die nötigen Mittel und Instrumente für die Prävention bereitstellen. „Die Arbeitgeber sind verantwortlich, die Arbeit so zu organisieren und technische Mittel so zu nutzen, dass Abstands- und Hygieneanforderungen eingehalten werden“, erläutert Uwe Wallbrecher.



Dem Betriebsrat kommt im Rahmen der Mitbestimmung beim Gesundheitsschutz eine entscheidende Rolle zu. Der Betriebsrat hat ein Initiativrecht und kann Schutzmaßnahmen einfordern und mit den Beschäftigten Lösungen entwickeln“, sagte Uwe Wallbrecher.

Maßnahmen zum Gesundheitsschutz, die den Beschäftigten verordnet werden, bleiben jedoch erfolglos. „Die besten Maßnahmen entfalten nicht die gewünschte Wirkung, wenn die Beschäftigten nicht hinreichend einbezogen werden. Eine systematische und umfassende Unterweisung ist der Schlüssel für erfolgreiche Prävention. Diese Vorkehrungen müssen auch die Fahrt zur und von der Arbeit einschließen.“, erläutert Uwe Wallbrecher.

Die IG Metall hat sehr früh auf bundesweit einheitliche Standards zum Gesundheitsschutz gedrungen. In die Arbeitsschutzstandards, die das Bundesarbeitsministerium in der vergangenen Woche vorgelegt hat, sind auch Empfehlungen der IG Metall eingeflossen. Die jetzt von der IG Metall zusammengestellten Eckpunkten zur Corona-Prävention im Betrieb konkretisieren das Regierungspapier für die Branchen im Organisationsbereich der Gewerkschaft. (PM)


Lokales: Betzdorf & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Wirtschaft


Gesundheit im Fokus: Zukunftsforum der Wirtschaftsförderung Altenkirchen

In einer sich wandelnden Arbeitswelt wird die Gesundheit der Mitarbeiter zunehmend zum entscheidenden ...

Neujahrsempfang der Sparkasse Westerwald-Sieg in Altenkirchen mit Rekordbesuch

Der Neujahrsempfang der Sparkasse Westerwald-Sieg in Altenkirchen zog am Freitag (16. Januar 2026) zahlreiche ...

Mechanische Schätze: Westerwald Bank zeigt historische Registrierkassen

In Hachenburg wird Geschichte lebendig: Die Westerwald Bank zeigt antike Registrierkassen und verknüpft ...

Hachenburger Brauerei weiterhin auf Erfolgskurs

Die positive Jahresbilanz für das Jahr 2025 der Westerwald-Brauerei in Hachenburg ist keineswegs branchentypisch. ...

Ordnung im Chaos: Ein systematischer Ansatz für methodische Klarheit

Projektmanagement ist heutzutage das beherrschende Thema in Ausbildung und Beruf. Angesichts einer überbordenden ...

Zuversicht und positive Stimmung beim Neujahrsempfang der Westerwald Bank

Was hält das Jahr 2026 für die Menschen in Deutschland und der Region bereit? Welche Lehren können wir ...

Weitere Artikel


Über 300.000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm für Projekte im Kreis Altenkirchen

Aus dem Dorferneuerungsprogramm 2020 fließen Zuwendungen in einer Gesamthöhe von 322.100 Euro an neun ...

Infektambulanz nimmt Betrieb im Bürgerhaus Freusburg auf

Eine räumliche Trennung zwischen Patientinnen und Patienten mit akuten Infektsymptomen und Praxisbesucherinnen ...

Klara trotzt Corona, XXI. Folge

Die Limburger Pfarrhausermittler lassen sich nicht unterkriegen: Klara Schrupp und Pfarrer van Kerkhof, ...

Digitale Bürgersprechstunde mit Sandra Weeser und Dr. Kohlhas

Am Sonntag, 26. April 2020 findet um 18.30 Uhr eine digitale Bürgersprechstunde mit der Bundestagsabgeordneten ...

Digitale Straßenzustandserfassung in der VG Kirchen

In den Ortsgemeinen Brachbach, Niederfischbach, Harbach und der Stadt Kirchen werden die aktuellen Straßenzustände ...

SBR sagt Mitgliederversammlung und Sommerfest ab

Auch die Mitgliederversammlung und das Sommerfest des Sportbundes Rheinland (SBR) fallen der Corona-Krise ...

Werbung