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Nachricht vom 07.05.2020    

B 8 dreispurig: Ausbau bei Weyerbusch nähert sich dem Ende

Langsam, aber sicher ist der Schlusspunkt in Sicht: Der Ausbau der B 8 zwischen Weyerbusch und Hasselbach soll Mitte des Jahres beendet sein, die verlegte und verbreiterte Bundesstraße ihre endgültige Kontur erhalten haben.

Im Bereich der neuen Buswendeanlage sind ebenfalls noch Restarbeiten zu erledigen. (Foto: hak)

Weyerbusch. Schon seit geraumer Zeit kommen Autofahrer zwischen Weyerbusch und Hasselbach in den Genuss, die neu trassierte B 8 mit einer signifikanten Einschränkung nutzen zu können. Noch ist der zweite und fertiggestellte Fahrstreifen für den in Richtung Altenkirchen fließenden Verkehr nicht freigegeben, werden im Umfeld der Großbaustelle "Restarbeiten" erledigt, wie Lutz Nink als Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Diez auf Anfrage des AK-Kuriers mitteilt.

Noch einmal Fräsarbeiten
Noch einmal wird es an wenigen Tagen Verzögerungen dank eines Ampeleinsatzes auf diesem Teilabschnitt der Ost-West-Achse geben. Zwischen den Ausbauenden und dem Abzweig der K 24 sowie dem Hotel Sonnenhof in Weyerbusch muss die bituminöse Deckschicht um vier Zentimeter abgefräst werden, um Platz zu schaffen für einen neuen Belag. Der Asphalteinbau ist für die 22. Kalenderwoche, also vom 25. Mai an, geplant, "die Woche vorher wird der alte abgetragen", geht Eric Kohlhaas, LBM-Projektleiter vor Ort, ins Detail. Die eine Zone ist 210, die andere 170 Meter lang.

Betonschutzwand im Juni/Juli
Auch im direktem Umfeld der Bundesstraße wird abschließend gewerkelt: Pflasterarbeiten rund um die neue Buswendeanlage stehen an. Die Zufahrt zu diesem Rondell wird ebenfalls noch final asphaltiert. Das Regenrückhaltebecken muss eingezäunt, die Böschung in Teilbereichen wegen Abrutschungen reguliert und mit Steinschüttungen stabilisiert werden. "Diverse Nacharbeiten an Mulden und Banketten", hat Nink gleichfalls noch auf der To-do-Liste, die in der 23. Kalenderwoche nicht mehr existieren soll. Finaler Akt wird der Bau der Betonschutzwand auf einer Länge von 525 Metern sein, die die entstandenen drei Fahrstreifen (zwei in Richtung Altenkirchen und einer in Richtung Kircheib) aus Sicherheitsgründen trennen wird. Der genaue Termin ist noch nicht fixiert, der LBM hat Juni/Juli ins Auge gefasst.

Mehr Zeit als geplant
Eigentlich war geplant, den Jahresabschluss 2019 gleichzusetzen mit dem Ende der Verlegung der sogenannten "Eierkurve", wie es immer noch die großen Schilder, die die Maßnahme an Ort und Stelle beschreiben, aufweisen. Alles habe mehr Zeit in Anspruch genommen, "als wir geplant hatten", berichtet Kohlhaas. Vor allem das Drumherum habe eines deutlich umfangreicheren Aufwandes bedurft. Darüber hinaus habe es nie eine Vollsperrung für den Verkehr gegeben: "Wenn wir das gemacht hätten, wären wir schneller fertig gewesen."



Es bleibt noch viel zu tun
Die Modifikation ist eine der 57 Einzelmaßnahmen auf rheinland-pfälzischem Gebiet im Zuge der infrastrukturellen Aufwertung der Ost-West-Achse (B 8/B 414) zwischen Hennef und Herborn, also zwischen den Autobahnen A 560 und A 45. Angesetzt sind Gesamtkosten in Höhe von 700 Millionen Euro. Das Land geht mit rund 20 Prozent von dieser Summe, die es für die Planung beisteuern muss, nach Hause. Davon erhält es nur drei Prozent vom Bund erstattet. Inzwischen ist zum Glück auch das Nadelöhr Hennef-Uckerath in den Fokus gerückt. Die so dringend erforderliche Ortsumgehung soll gebaut werden.

40.000 Kubikmeter Erde
Auf rund 2,5 Millionen Euro belaufen sich die Kosten für den neu gestalteten Abschnitt zwischen Weyerbusch und Hasselbach. So wurden rund 40.000 Kubikmeter Erde bewegt, werden rund 15.000 Quadratmeter bituminöses Material verbaut. Die Ausbaubreite beträgt zwischen 6,50 und 15,80 Meter. Die "alte" B 8 wird nach Außerdienststellung zur Gemeindestraße zurückgebaut. Die nächsten Vorhaben zeichnen sich bereits ab. Für die Ortsumgehung Kircheib wurde das Scoping-Verfahren eingeleitet. So wird die Definition von Aufgaben- und/oder Untersuchungsprozessen in komplexen Planungen bezeichnet. Sicher ist, dass die Kreuzung der B 8 mit der L 276 in der Ortsmitte von Weyerbusch in einen Kreisverkehr umgebaut wird. Auch die Erneuerung der beiden Talbrücken der B 256 (Umgehung Altenkirchen) hat der LBM auf der Agenda. Zudem hat die Auffahrt von der B 256 (Siegener Straße) in Richtung Flammersfeld keine Beschleunigungsmöglichkeit. Wie der Neubau mit drei Fahrstreifen erfolgt, steht noch nicht fest. Auch der dreistreifige Ausbau der B 414 von der Einmündung der Altenkirchener Hochstraße (K 151) bis zur Abzweigung Sörth/Ingelbach inklusive der Verlegung der Zufahrt zur Kreisstadt durchs Industriegebiet bleibt aktuell und wird diskutiert. (hak)


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Kommentare zu: B 8 dreispurig: Ausbau bei Weyerbusch nähert sich dem Ende

3 Kommentare
..die neue Streckenführung ist zum Kopfschütteln....hier wurde Steuergeld regelrecht ins Feld verschleudert...
#3 von Rainer Walkenbach, am 10.05.2020 um 18:04 Uhr
Ich stimme Herrn Schmidt in vollem Umfang zu. Diese (neue) Kurverei hätte man sich ersparen können. Hier hilft nur eine Ortsumgehung von Hasselbach und Weyerbusch, um die Unfallschwerpunkte zu beseitigen. Ich kann Herrn Nink und sein Team nicht verstehen. Es wurde wertvolle Zeit für eine großräumige Lösung verschenkt. Prognosen sagen doch eindeutig, dass der Straßenverkehr (vor allem der Schwerlastverkehr) auf der B8 in Zukunft nicht weniger wird.
#2 von Reinhard Moog, am 08.05.2020 um 11:40 Uhr
Aus meiner Sicht eine sinnlose Maßnahme. So lange der Verkehr durch Hasselbach geleitet wird, werden sich weder die Unfälle reduzieren noch der Verkehrsfluss verbessern. Die neue Kurve mit Ihrer starken Überhöhung lädt zum rasen ein und ist daher gefährlicher als die alte.

Was dort gebraucht wird ist eine Umgehung um Hasselbach herum.
#1 von Arno Schmidt, am 07.05.2020 um 22:21 Uhr

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