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Nachricht vom 11.05.2020    

CDU Betzdorf will Planung des Mehrgenerationen-Wohnens beginnen

Mit den landesweiten Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen ist auch wieder die Zeit gekommen, kommunalpolitische Entscheidungen für die nächsten Monate zu treffen. Die CDU Stadtratsfraktion Betzdorf hat jetzt beantragt, baldmöglichst mit den Planungen für die Nachnutzung der Martin-Luther-Schule zu beginnen, mit dem Ziel, dort ein „Mehrgenerationen Wohnen“ zu schaffen.

Betzdorf. Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG) soll in die Überlegungen unbedingt mit einbezogen werden, da dort alle Informationen über die neue Wohnform gebündelt vorhanden sind. Die Fraktion stand vor der Corvidkrise bereits in Kontakt mit der LZG. Leider kam ein Beratungsgespräch durch die Kontaktbeschränkungen nicht mehr zu Stande.

Nach der ersten Planung sollte die Immobilie von der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain übernommen und, mit Ausnahme der Turnhalle, an einen privaten Investor weiter veräußert werden. Mit diesem soll vertraglich vereinbart werden, dass er an der Stelle ein „Mehrgenerationen Wohnprojekt“ schafft.

Der Fraktionssprecher Werner Hollmann erklärte, das Gebäude wird in einem absehbaren Zeitraum leer stehen. Die KiTa wird bald in die neuen Räume in der Schützenstraße umziehen. Ein Umzug der Grundschule ist seit längerem geplant und scheiterte bisher an den Verzögerungen beim Umbau der ehemaligen Bertha-von Suttner Realschule.

Das Gelände an der Martin-Luther-Straße eignet sich besonders gut für ein Wohnprojekt, in dem mehrere Generationen unter einem Dach zusammen leben können. Das Grundstück ist sehr nah am Zentrum gelegen. Die großen Einkaufsmärkte befinden sich in unmittelbarer Nähe und sind fußläufig erreichbar. Das Grundstück hat die erforderliche Größe, um dort ein entsprechendes Gebäude zu errichten. Die Straße hat fast keinen Durchgangsverkehr und ist dementsprechend ruhig. Die Nachfrage für ein solches generationenübergreifendes Projekt in Betzdorf besteht.



Der CDU Vorsitzende Johannes Behner sieht in dem Vorhaben eine Maßnahme, die mit großer Mehrheit im Stadtrat beschlossen werden könnte. Zum einen ist die Forderung nach barrierefreiem, gemeinsamen Wohnens verschiedener Altersgruppen kein Thema, über das sich die Parteien streiten sollten. Zum anderen hat sich SPD Stadt- und Verbandsgemeindefraktion bereits in einem Pressebericht, dem Vorschlag der CDU angeschlossen.

Der stellvertretende Fraktionssprecher Jörg Schlosser ist der Meinung, dass man das Wohnprojekt nicht auf die auf die lange Bank schieben darf, sondern jetzt mit der Planung beginnen müsse. Z. Zt. fordern führende Wirtschaftswissenschaftler, dass der Bund für die Zeit nach der Coronakrise ein Förderprogramm auflegt, um die Konjunktur anzukurbeln und die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Es. ist damit zu rechnen, dass ein solches Wirtschaftsförderungsprogramm, ähnlich wie nach der Finanzkrise 2008, kommen wird. Damals wurden u. a. Baumaßnahmen der Kommunen gefördert.

Es ist jetzt natürlich noch nicht absehbar, wie eine solche Förderung genau geplant wird und wann sie kommt so Schlosser weiter, aber wir sollten vorbereitet sein, damit wir keine Fördergelder verlieren. In der Vergangenheit war es immer vorteilhaft, in einer solchen Situation gut gewappnet zu sein und schnell ein Konzept vorlegen zu können. Wenn dann ein Förderprogramm kommen sollte, in das die Schule nicht passt, haben wir nichts verloren, denn planen müssen wir sowieso. (PM)


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