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Nachricht vom 14.05.2020    

Benefizfahrradtour nach Den Haag mit Hindernissen

Hermann Reeh startete im Oktober des letzten Jahres zu einer Benefizradtour zum Friedenspalast („Vredepalais“) in Den Haag. Er wollte am dortigen Friedensbaum, Friedenswünsche, Meinungen zu Krieg und Frieden, zur Auf- und Abrüstung anbringen. Reeh hatte öffentlich viele Menschen gebeten, ihre Wünsche zu diesen Themen auf kleine wasserfeste Zettel zu schreiben. Diese wollte er am Friedenbaum befestigen. Seiner Radtour standen und stehen dieses Mal einige Hindernisse im Weg.

Von Emmerich fuhr Hermann Reeh über Njimwegen nach Arnheim. Zwischen Njimwegen und Arnheim benutzte er die Fahrradstraße (nur für Fahrräder) die beide Orte verbindet. (Fotos: privat)

Steinebach. Utrecht in den Niederlanden hat Hermann Reeh aus Steinebach, der im Oktober seine Tour startete, in mehreren Etappen erreicht, und bisher ca. 400 km zurückgelegt. Wegen Erkrankung seiner Ehefrau musste Reeh eine Pause von mehreren Monaten einlegen. Im März diesen Jahres war dann die Pflegevertretung für einen Tag organisiert, aber die Zwangspause wegen Corona verhinderte das Zurücklegen der restlichen Kilometer bis Den Haag.

Hermann Reeh möchte mit seiner Fahrt ein Zeichen für Frieden und Abrüstung setzen und Spenden sammeln für Projekte von Misereor (Friedenserziehung im Südsudan und Solarenergie für Krankenhäuser im Kongo). Trotz Coronakrise möchte Reeh den Blick über den nationalen Tellerrand wagen, auch um zu erkennen, wie wichtig ein funktionierendes Gesundheitssystem und ein handlungsfähiger Staat sind.

In der Demokratischen Republik Kongo, dahin möchte Hermann Reeh den Blick lenken, fehlt weitgehend ein funktionierendes Gesundheitssystem, die staatlichen Organe sind nicht in der Lage ihre Staatsbürger zu schützen, besonders die Frauen sind schutzlos. Im Osten des Kongos gibt es mehrere Dutzend unterschiedliche Rebellengruppen, die die dortige Bevölkerung seit mehreren Jahrzehnten terrorisieren. Sie entführen Jugendliche, die dann als Kindersoldaten mit der Waffe kämpfen müssen, Mädchen werden zwangsverheiratet.

Im Jahre 2019 mussten die Menschen im Kongo gegen gleich zwei Epidemien kämpfen: Ebola und Masern. Die Ebola-Epidemie hat im Kongo Hunderte Todesopfer gefordert. Schlimmer noch als Ebola trifft die Menschen im Kongo die Masernepidemie. „Dies ist der schlimmste Masernausbruch weltweit“, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Medikamente zur Behandlung gibt es nicht; Schutz wird allein durch zweimaliges Impfen erreicht. Die WHO und andere Nichtregierungsorganisationen bemühen sich, die Menschen zu impfen. Das ist in so einem riesigen Land mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Das Projekt von Misereor „Saubere Energie für Gesundheitsstationen im Kongo“ versucht Abhilfe zu schaffen. Ein Solar-Panel für 142 Euro ermöglicht, einer Gesundheitsstation, autark und umweltfreundlich Strom zu erzeugen. 550 Euro kostet eine Gel-Batterie, die tagsüber Energie speichert, um die Lichtversorgung bei nächtlichen Behandlungen zu gewährleisten und Medikamente zu kühlen.




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Mit Sorgen blicken die Menschen im Kongo und die dort tätigen Nichtregierungsorganisationen auf die Ausbreitung des Coronarvirus. Dieser Pandemie stünden die meisten Menschen im Kongo hilflos gegenüber.

Wenn die Corona Einschränkungen vorbei sind und die Pflegevertretung für seine Ehefrau organisiert ist, möchte Hermann Reeh die letzte Etappe seiner Benefizradtour zurücklegen.

Spenden sammelt Hermann Reeh weiter für zwei Projekte von Misereor, die unmittelbar oder mittelbar mit Krieg und Frieden zu tun haben: Solarstrom für Krankenhäuser im Ostkongo und Friedenerziehung im Südsudan sowie für die Kühlbox von UNICEF. Spenden: Spendenkonto des Weltladen Betzdorf · IBAN DE23 5735 1030 0005 0112 67 Stichwort: „Friedenswunsch“. (PM)


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