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Nachricht vom 25.05.2020    

3D-Druck macht es möglich: Gesichtsvisiere gegen Corona-Viren

Das Motto ist in kürzester Zeit zum Allgemeingut geworden: „Ich schütze dich, du schützt mich“. Es geht um das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Es wurde und wird viel genäht seit etlichen Wochen, um Stoffmasken für den Alltag herzustellen. Und auch gedruckt: nämlich mit dem 3D-Drucker, in dem die Bausteine für Gesichtsvisiere entstehen.

Beim Kreismedienzentrum in Altenkirchen und bei vielen Ehrenamtlern im Kreis entstehen Bauteile für Schutzmasken im 3D-Drucker. (Foto: Kreisverwaltung Altenkirchen)

Altenkirchen/Kreisgebiet. Beim Kreismedienzentrum in Altenkirchen beispielsweise laufen die Fäden bei der stellvertretenden Leiterin Anja Hatzfeld zusammen: „Die Produktion selbst ist zeitaufwendig. Der Druck der einzelnen Teile dauert etwa drei Stunden. Dann müssen die Bauteile noch nachbearbeitet werden. Sie werden entgratet und in mehreren Körnungsstufen geschliffen. Danach kleben wir noch eine Polsterung an die Kopfhalterung und knoten Gummibänder daran. Zuletzt bauen wir das Schild mittels laminierter Folie. Und fertig ist eine Maske“, berichtet Anja Hatzfeld.

Das Material für den Druck wurde dank der guten und schnellen Kommunikation zentral vom pädagogischen Landesinstitut organisiert. Wie die Näherinnen und Näher so genannter Alltagsmasken machte auch das Kreismedienzentrum die Erfahrung, dass Gummibänder zeitweise schwer zu bekommen waren. Sowohl Nachbarn als Schüler – Anja Hatzfeld unterrichtet an der August-Sander-Schule in Altenkirchen – halfen zweitweise bei der Beschaffung aus privaten Beständen. Die Masken beziehungsweise Visiere sind zunächst als Reserve für die Kreisverwaltung vorgesehen.



Auch Dieter Langens aus Niederwambach und eine befreundete Gruppe aus Scheuerfeld ließen ihre 3D-Drucker auf Hochtouren laufen, um im Ehrenamt ausreichend Halterungen für Visiere zu fertigen. Die Kreisverwaltung stellte die Idee bei den umliegenden Krankenhäusern vor. Dort war man über die Unterstützung sehr erfreut. So wurden in tagelang andauernden Druckaufträgen mehr als 300 Gesichtsvisiere angefertigt und den Krankenhäusern noch in der ersten Welle der Corona-Pandemie übergeben.

Beim Kreismedienzentrum gibt es darüber hinaus auch mediale Unterstützung in Zeiten des pandemiebedingt eingeschränkten Schulbetriebs. Informationen hierzu sind online verfügbar: www.kreis-altenkirchen.de/KMZ (PM)


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