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Nachricht vom 10.06.2020    

Freibad im Wissener Siegtalbad endlich geöffnet

Das dürfte Schwimm- und Wasserbegeisterte freuen: Am Mittwoch (10. Juni) um 10 Uhr öffnete das Freibad des Siegtalbades Wissen erstmals seine Tore in der Freibadsaison 2020. Drei bis vier Wochen wurde mit ständigen Veränderungen an einem Sicherheitskonzept unter Einhaltung der Coronaverordnung gearbeitet und nun ist wieder ein geregelter Badebetrieb in der Siegstadt möglich.

Mit der Öffnung des Freibades im Siegtalbad einen weiteren Schritt Richtung Normalität. Darüber freuen sich v.l. Berno Neuhoff, Dirk Baier, Michael Wagener, Friedrich Hagemann und Ralf Haas. (Fotos: KathaBe)

Wissen. Wenn auch teilweise anders als bisher gewohnt kann der Badebetrieb im Siegtalbad nun wieder für die aktuelle Situation geregelt losgehen. Geöffnet ist ab sofort das Freibad und bei angenehmer 23 °C-Wassertemperatur, die dem rentablen und umweltfreundlichen Blockheizkraftwerk zu verdanken ist, wartet das erfrischende Nass nun auf viele Badegäste. Der Hallenbad- und Saunabereich ist hiervon aktuell ausgenommen und bleibt erst einmal noch bis auf Weiteres geschlossen.

Ein gut und passend ausgearbeitetes Konzept für das Siegtalbad
Mit den Regelungen eines Hygienekonzeptes, welches die Vorgaben des Landes und der maßgeblichen Verbände berücksichtigt, wird bei dessen Wahrung eine aus heutiger Sicht größtmögliche Sicherheit für die Besucher gewährleistet. Man habe jetzt ein gutes Bauchgefühl, erläutert Dirk Baier, Geschäftsführer der Stadtwerke Wissen GmbH. Etwa drei bis vier Wochen habe man unter ständigen Veränderungen der Regelungen an einer für das Wissener Siegtalbad praktikablen und machbaren Umsetzung gearbeitet, und weiter: „Es sind schon einige Kröten dabei, die wir schlucken mussten“.

So beinhaltet das Konzept unter anderem eine maximale Besucherzahl von doch immerhin 400 Badegästen je Schicht, wovon 148 gleichzeitig ins Schwimmbecken dürfen. Um die Abstandsregelungen wahren zu können, wurden z.B. Abgrenzungen im Schwimmerbereich eingelassen. Das Planschbecken lässt insgesamt zehn kleine Badefreunde gemeinsam mit einem erwachsenen Begleiter zu (insgesamt 20).

Ralf Haas, einer der Schwimmmeister, zeigt die Sicherheitsvorkehrungen und Regelungen im Außenbereich auf. Platz auf den Liegewiesen und Gehwegen für „Einbahnregelungen“ gibt es auf jeden Fall genug, um dem Sicherheitskonzept Folge leisten zu können. Der Personalbedarf ist aufgrund der Umsetzung der vielen zu beachtenden Regelungen nun wesentlich höher. Statt der normalerweise etwa 1,5 Mitarbeiter im Außenbereich, werden nun vier benötigt, um die notwendigen Maßnahmen einhalten zu können. Im Moment passt es gerade so, dies alles mit dem vorhandenen Personal abzudecken, so Baier. Ein Appell geht da auch an alle Badegäste, sich an die ausgearbeiteten Regelungen zu halten.

Online-Registrierung erforderlich
Für den Badespaß im Siegtalbad sieht es das Hygienekonzept auch vor, dass sich die Gäste vor Besuch in einem Onlinebuchungssystem registrieren. Anschließend kann man dann für den gewünschten Besuchstermin eine Onlinereservierung vornehmen. Dies ist einfach über die Seite des Siegtalbades www.siegtalbad.de/reservierung möglich. Hier erhält man auch weitere Informationen zu Preisen und weiteren Sicherheitsvorkehrungen (z.B. Maskenpflicht im Kiosk- und Gastrobereich, Masken können auch an der Kasse für 1 Euro erworben werden).



Pro Tag kann dabei zwischen zwei Schichten (Schicht 1: 10 Uhr bis 14 Uhr, Mittwochs 8 bis 14 Uhr und Schicht 2: 15 Uhr bis 20 Uhr) gewählt werden. Die Reservierungsbestätigung wird per Email zugestellt und nach Vorzeigen (Ausdruck oder per Handy möglich) an der Kasse kann dann die Eintrittskarte wie gewohnt gekauft werden. Man sei sich bewusst, dass dies vielleicht für einige Nutzer ein Problem darstelle (z.B. ältere Menschen), allerdings gehe es im Moment nicht anders, allein um die Daten der Badegäste für mindestens einen Monat vorhalten zu können (im Falle einer Infektion und damit notwendiger Rückverfolgung). Im Hinblick auf die Buchungen richtet der Betreiber die Bitte an die Badegäste, sich im Reservierungssystem wieder abzumelden, falls der geplante Besuch doch nicht wahrgenommen werden kann, damit andere Gäste zum Zuge kommen können.

Zwischen den Schichten erfolgt eine gründliche Reinigung und Desinfektion aller neuralgischen Bereiche des Freibades.

Freude über einen weiteren Schritt in Richtung Normalität
Sowohl Verbandsgemeindebürgermeister Michael Wagener als auch Stadtbürgermeister Berno Neuhoff freuen sich gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Friedrich Hagemann und dem Geschäftsführer der Stadtwerke Wissen GmbH, Dirk Baier, dass mit der Öffnung des Freibades wieder ein Schritt in Richtung Normalität gegangen werden kann. Das öffentliche Leben und Miteinander kann unter Achtung der noch notwendigen Einschränkungen wieder stattfinden.

Auch wenn es ein finanzieller Kraftakt sei, wolle man die gute Infrastruktur, die man habe, auch nutzen und den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stellen. Hagemann hält die Öffnung des Bades für „wichtiger als in jedem anderen Jahr“. Man stehe hier auch gesellschaftspolitisch in der Pflicht, so Wagener und Neuhoff im Hinblick auf den finanziellen Kraftakt: „Wir müssen an Bund & Land appellieren, wir brauchen hier ein Stück weit Hilfe“.

Gerade jetzt und auch für die anstehende Ferienzeit, in der sicher viele ihren Urlaub in der heimischen Region verbringen, die viele tolle Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung bietet, gehört bestimmt ein Schwimmbadbesuch im Siegtalbad dazu. Und so freut sich das Team des Siegtalbades auf viele schwimm- und badebegeisterte Besucher in den kommenden Tagen und Wochen. (KathaBe)


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Kommentare zu: Freibad im Wissener Siegtalbad endlich geöffnet

1 Kommentar
Das Reservierungsprozedere ist eine einzige Katastrophe. Was machen denn die Leute, die keinen Computer haben?
Ein Blick zu den Nachbarfreibädern in NRW zeigt doch, dass es einfacher geht.
(Ausfüllen von Personalblättern an der Kasse etc., Abgrenzung von Bahnen im Schwimmbecken etc.)
Auch die begrenzten Besucherzahlen und die Verweildauer sind gewöhnungsbedürftig.
Hier wäre bei etwas gutem Willen wahrscheinlich mehr machbar bzw.kommen aufgrund der derzeitigen Situation sowie höchstens ein Drittel der sonstigen Besucher.
Man gewinnt irgendwie den Eindruck, dass Schwimmbadbesucher nicht erwünscht sind.
#1 von Jürgen Kappner, am 17.06.2020 um 23:23 Uhr

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