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Nachricht vom 30.06.2020    

Ein außergewöhnlicher Knuddelfaktor für die Region

Familie Kayser aus Roth beherbergt ganz besondere Mitbewohner. Was von außen wie ein klassisches Wohnhaus aussieht, entpuppt sich hinter dem Haus als Zuhause von neun schottischen Hochlandrindern. Aktuell wurden sogar zwei neue Kälbchen geboren, die jetzt mit ihrer Herde die 2,5 Hektar Wiese erkunden.

Caruso ist vor kurzem erst geboren worden. (Fotos: LeaS)

Roth. Schottische Hochlandrinder sehen nicht nur besonders aus, sie haben auch einen außergewöhnlichen Charakter. Die Rasse kennzeichnet sich durch ihre liebe und zutrauliche Art. So auch die neun Mitbewohner von Familie Kayser. Auf den ersten Blick wirken die Schotten mit ihren ziemlich großen Hörnern ein wenig bedrohlich. Das sind sie aber überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, die Tiere lieben es, gestreichelt, gekrault und gestriegelt zu werden. Sie tragen sogar alle Halfter und lassen sich führen wie ein Hund oder ein Pferd.

Und obwohl der Name das nahe legen könnte, sind diese außergewöhnlichen Tiere keineswegs nicht nur in Schottland anzutreffen – sondern auch bei uns. Marcus Kayser lebt mit seiner Frau Simone und seinen beiden Kindern Marla und Lennard in seinem Elternhaus in Roth. Dort hat es schon immer Landwirtschaft gegeben. Die Stallungen wurden zwar zu einer Werkstatt und Lagerhalle umgebaut, jedoch sind die Weideflächen immer noch vorhanden. Zunächst beherbergte Familie Kayser dort Charolais-Rinder, merkte aber schnell, dass diese Rasse nicht die richtigen Tiere für die Familie war.

Täglich im Programm: Ganz viel knuddeln
Sie wünschten sich zutrauliche und menschenbezogene Kühe, die sich auch gerne mal streicheln lassen. So wurde Familie Kayser auf die schottischen Hochlandrinder aufmerksam. Diese Rasse ist dafür bekannt, besonders zutraulich und lieb zu sein. Wenn man sich mit den Tieren beschäftigt, werden diese sogar halfterführig und lassen sich auch gerne striegeln.

Gesagt, getan: Täglich beschäftigen sich die Kaysers mit den Tieren, streicheln, striegeln, halftern, führen und auch anbinden steht auf dem Programm. Alle Tiere der Kaysers sind sehr an Menschen gebunden, sie fordern sogar regelrecht ihre Streicheleinheiten. Nur die neugeborenen Kälbchen möchten noch nicht so gerne angefasst werden, sie stehen auch noch unter dem Schutz der Mutter. Mit der Zeit werden aber auch die Kälbchen behutsam an den Menschen gewöhnt. Es lohnt sich also, mal am Hof der Kaysers vorbei zu spazieren, denn selbst die Streicheleinheiten von Besuchern sind bei den Tieren willkommen.

Jedes Jahr werden neue Kälbchen geboren
Familie Kayser züchtet die Schotten übrigens nicht zur Schlachtung. Die Tiere werden rein für die Zucht genutzt. Einmal im Jahr treffen sich große Händler in Schottland und kaufen dort Tiere, die dann nach Deutschland importiert werden. Der weiße Bulle der Kaysers, Coinneach, hat auch eine rein schottische Abstammung und ist daher für die Zucht sehr interessant. Geboren ist er jedoch in Deutschland. Die Grundfarbe der schottischen Hochlandrinder war übrigens rot. Mit der Zeit wurden jedoch auch schwarze, weiße und graue Tiere gezüchtet.

Bei Familie Kayser werden jedes Jahr Kälbchen geboren. Dieses Jahr gab es drei: Die mittlerweile bereits vier Monate alte, weiße Fia und die beiden ganz frischen roten Kälbchen Caya und Caruso. Die Namen der Kälber werden übrigens nicht willkürlich ausgewählt. In der Zucht der schottischen Hochlandrinder folgt die Namensgebung einem bestimmten Schema. So bekommen männliche Kälber den Anfangsbuchstaben des Vaters und weibliche Kälber den Anfangsbuchstaben der Mutter.

Schottische Hochlandrindern sind also ganz besondere Tiere. Sie sind pflegeleicht, leben das komplette Jahr draußen und sind trotzdem unglaublich lieb und menschenbezogen. Auch wenn die großen Hörner erst einmal bedrohlich wirken und trotzdem Vorsicht geboten ist, nicht aus Versehen von einem Horn erwischt zu werden, kann man es sich kaum entgehen lassen die flauschigen Tiere zu streicheln. Und das Beste dabei: Die Kühe genießen die Streicheleinheiten sogar. (LeaS)


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