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Nachricht vom 05.07.2020    

Anna Neuhof und Ulli Gondorf sollen für die Grünen nach Mainz

Die erste Kreismitgliederversammlung der Grünen im Kreis Altenkirchen seit der Coronapandemie fand im Kulturwerk Wissen statt. Mit gebührendem Abstand und unter Einhaltung aller Hygienevorschriften haben die Grünen ihre Direktkandidaturen für die Landtagswahl 2021 bestimmt.

Anna Neuhof, Ulli Gondorf und Kevin Lenz (Foto: Grüne im Kreis Altenkirchen)

Wissen. Zuvor wurde des verstorbenen Mitglieds Udo Bettenhäuser gedacht, der lange Jahre aktiv, u.a. im VG-Rat Altenkirchen für die Grünen prägend politisch tätig war.

Kevin Lenz, Vorstandssprecher des Kreisverbandes, hielt in seinem Eingangs- Statement ein kurzes Resümee der vergangenen Monate. „Die Coronapandemie hat uns alle betroffen und in unterschiedlicher Weise ausgebremst". Insbesondere im Schulbereich, seien enorme Herausforderungen zu bewältigen gewesen. Homeschooling und homeoffice habe gezeigt, dass noch viel Nachholbedarf bei der Digitalisierung bestehe.

Anna Neuhof, Kreisvorstandssprecherin und ehemalige Landtagsabgeordnete, will für den Wahlkreis 1 ins Rennen gehen. „Ich trete an, um nachhaltige Weichenstellungen für die Zukunft zu erreichen. Die Klimakatastrophe und die Coronapandemie zeigen, dass wir nicht einfach so weitermachen können wie bisher. Wir brauchen eine sichere und stabile Infrastruktur in vielen Bereichen. Zur kommunalen Daseinsvorsorge rechne ich die Sicherung der Mobilität für Alle unabhängig von der individuellen Autonutzung, aber auch die Sicherung der medizinischen Versorgung. Insbesondere der Erhalt der Krankenhäuser in der Fläche frei von ausschließlich wirtschaftliche Interessen, aber auch die ambulante ärztliche und pflegerische Versorgung ist wesentlich, um eine Abwanderung der Menschen in die Metropolregionen zu verhindern“. Weiter, so Neuhof, sei eine Stärkung regionaler Strukturen und Kreisläufe z.B. bei der Vermarktung, dem Recycling und der Wertschöpfung wichtig für die Prosperität der Region. Ausführlich stellte sie die Folgen der Klimakatastrophe und die Notwendigkeit wirksamer Maßnahmen vor. „Der Wald liegt mir aus ehemalige Sprecherin im Landtag für dieses Thema besonders am Herzen, wir brauchen intelligente Konzepte für eine klimasichere Forstwirtschaft“.

Als Direktkandidat für den Wahlkreis 2 tritt Ulli Gondorf an. Er hob vier Themen hervor, auf die er sich nun fokussieren möchte: „Ich will mehr Zusammenarbeit zwischen den Dörfern stiften! Mit Dörfer-Dialogen gemeinsame Dorferneuerungskonzepte entwickeln statt basaltiger Kirchturmdenkerei. Regionale Wertschöpfung durch regionale Verarbeitungsstätten für landwirtschaftliche Produkte, z.B. Biomilch!“ nennt der erfahrene Netzwerker seine Themen und fährt fort, „Die Pandemie hat es auf den Punkt gebracht“: Gesundheit ist kein Wirtschaftsgut - Medizin muss vor Ort erhalten und durch moderne Technologien wie Telemedizin unterstützt werden!“

Zum Schluss ging Gondorf noch auf seinen aktuellen „WALD-WIND-Pakt 2050“ ein: „Auf den zerstörten Waldarealen stellen wir für die Übergangszeiten von ungefähr 20 Jahre bis sich durch Aufforstung oder Naturverjüngung wieder Wald entwickelt hat auf je 4 ha eine (mittlere) Windkraftanlage und finanzieren die Aufforstung und die Einkommen der Waldbauern damit. Gleichzeitig wird für CO2-Reduzierung durch erneuerbare Energie und Einnahmen für die lokalen Gemeinden gesorgt! So können wir diese Flächen aktivieren und gleichzeitig mehrere Win-Win Situationen schaffen“. Als Selbstständiger kenne er sich auch in wirtschaftlichen Fragen gut aus. Die Vernetzung und Stärkung der vielen mittelständigen Unternehmen im Westerwald sei eine Stärkung der Wirtschaft in Rheinland-Pfalz und sichere in der Region viele Arbeits- und Ausbildungsstellen.

Die Kreismitgliederversammlung wählte Anna Neuhof als Direktkandidatin für den Wahlkreis 1 als auch Ulli Gondorf als Direktkandidat für den Wahlkreis 2. Beide wurden mit einem Votum für die Landesdelegiertenversammlung ausgestattet. Der Landesverband bestimmt seine Landesliste auf der Versammlung am 22./23. August in Idar-Oberstein in der Messehalle. Einstimmig wünschte die Versammlung den Kandidaten viel Erfolg. (PM)


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