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Nachricht vom 11.07.2020    

Es wird gebaut und gebaut in Wissen und alles liegt im Plan

Aus der gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses und des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung gab es auch viele weitere Informationen um das bauliche Geschehen in Wissen. So ist auch die Baustelle der Altstadtbrücke einen näheren Blick wert – vielleicht bei einem Kaltgetränk bei der ortsansässigen Gastronomie.

Baustelle Altstadtbrücke: Hier erfolgt das Einheben der Traggerüstlängsträger Ende Mai. Mittlerweile sind das Traggerüst und die Schalung für den Überbau fertig und die Bewehrungsarbeiten laufen. (Foto: LBM Diez)

Wissen. Neben dem Hauptthema „Aufstellung des Bebauungsplanes „Auf der Sieghöhe“ - Am Rödderstein, gab es weitere interessante Themen und Beschlüsse auf der Sitzung der beiden Ausschüsse am Dienstag (7. Juli) im Kulturwerk.

Spektakuläre Baustelle „Altstadtbrücke“
Seit Beginn des Neubaus der alten Altstadtbrücke hat sich viel getan und zeitlich liegt man hier gut im Plan, so dass mit dem Abschluss der eigentlichen Brückenbauarbeiten etwa Ende November gerechnet werden kann, erläuterten Karl-Heinz Henn und Uwe Hennig (Fachbereich Bauen und Umwelt). Jedoch kommt bis zur Freigabe erst einmal noch der Landesbetrieb Mobilität (LBM) ins Spiel, da Anpassungsarbeiten an der L 278 erfolgen müssen, etwa die Ausweitung der Kurve vor der Bäckerei Müller für eine bessere Befahrbarkeit. Wenn alles weiter gut und optimal läuft, kann mit einer Öffnung voraussichtlich zum Ende des Jahres gerechnet werden.

Bis dahin stehen allerdings noch einige aufregende und spektakuläre Bauabschnitte an, wo es sich sicher einmal lohnt bei den Arbeiten zu zuschauen und das stetig wachsende Bauwerk zu begutachten. Auf weitere Nachfrage bei Dr. Kai Mifka vom LBM Diez wird die Brücke derzeit höher hergestellt, als sie in der Endlage liegen wird. Hintergrund ist, dass die Längstträger, auf denen die Brücke im derzeitigen Bauzustand liegt, eine Höhe von 1,80 Metern haben müssen, damit ein eventuell auftretendes Hochwasser trotz Gitterrostträger schadlos abgeleitet werden kann. Später muss die Brücke dann um diese Höhe wieder abgesenkt werden. Das erfolgt mittels insgesamt vier hydraulischer Pressen, nachdem Schalung und Gerüst abgebaut sind. Das wird aller Voraussicht nach im Spätsommer, ab Ende August passieren. Ein Blick lohnt sich sicher einmal auf diese nicht allzu oft vorkommenden Art von Baustelle in Wissen.

In der Rathausstraße geht es voran
Aber auch der Baufortschritt in der Rathausstraße liegt gut im Rennen. Man ist hier schon soweit, dass die Verlegung der Kanal-Hausanschlüsse ab Regiobahnhof stadteinwärts anstehen. Damit der Einzelhandel in der Rathausstraße nicht noch mehr gebeutelt wird (wie bislang durch Corona und Baumaßnahme), sahen es auch die Ausschussmitglieder für mehr als sinnvoll an und beschlossen entsprechend, während dieser Phase einen möglichst barrierefreien Zugang zu den Geschäften und auch in Richtung Bahnhof zu gewährleisten. Dies wird nun sichergestellt, indem die etwa 65 Zentimeter tief geöffneten Gräben, provisorisch mit Schotter wieder auf Bürgersteighöhe angepasst werden. Zwar kostet diese Maßnahme rund 10.000 Euro mehr, beugt jedoch Unfällen und Rutschgefahr, gerade im Herbst und Winter, auf den sonst denkbaren Behelfs-Rampen zu den Geschäften vor.

Ausbau der K126, Fürst-Hatzfeldt-Straße
Von Dipl.-Ing Jens Hülpüsch (LBM) erfolgte die Vorstellung des Entwurfs zum weiteren Ausbaus der stark defekten K 126 in Schönstein ab der Kreuzung Parkstraße/Auf den Hüllen/Fürst-Hatzfeldt-Straße bis zum Ortsende. Der erste Bauabschnitt erfolgte ab Einmündung der Schloßstraße bereits in den 1980er Jahren. Auf einer Länge von etwa 360 Metern soll die neue Fahrbahnbreite zwischen den wechselseitigen Gehwegen mit Bordsteinen etwa 5,50 Meter betragen, wobei die Finanzierung der Fahrbahn durch den Kreis Altenkirchen erfolgt. Grunderwerb ist lediglich in geringerem Umfang erforderlich. Die Planung soll auch im Rahmen einer Anliegerversammlung vorgestellt werden.

Kanalbaumaßnahmen
Einstimmig wurde die Empfehlung an den Rat beschlossen, die maroden Kanal- und Entwässerungssysteme in der Nisterstraße, Böhmerstraße, Alsenstraße und Am Biesem zu erneuern. Die Erneuerung der „Uraltkanäle“ sei aufgrund umweltrechtlicher Belange erforderlich und könne nicht mehr warten, so Karl-Heinz Henn (Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt.

Sanierungsgebiet „Aktive Stadt“
In das Förderprogramm „Aktives Stadtzentrum Wissen“ wurden 125 Gebäude aufgenommen, für die eine Förderung privater Moderniesierungsmaßnahmen in Frage käme. Für diese Gebäude bedarf es keiner weiteren Abstimmung mit der ADD. Ein solcher Antrag liegt nun für das ehemalige Hermes-Gebäude in der Rathausstraße 54 vor und dem Abschluss der Moderniesierungsvereinbarung wurde einstimmig zugestimmt. Weiter befürwortete man die Erweiterung des Sanierungsgebietes „Aktive Stadt“ um die Grundstücke Steinbuschstraße 1, sowie dem ehemaligen Gefängnis-Gebäude in der Heisterstraße zu. Mit den von den Eigentümern vorliegenden Begründungen kann nun die Erweiterungsanfrage bei der ADD eingereicht werden.

Am 18. August wird der Bauausschuss erneut tagen. Dann soll unter anderem der kommunale Waldfriedhof besichtigt werden. Mittlerweile besteht ein deutlicher Handlungsbedarf, da rund 30 Bäume vom Waldsterben betroffen sind. Zudem wurde in der Stadtratsitzung am 6. April beschlossen, die Möglichkeit der Realisierung von Baumbestattungen und einer eventuellen Anlage eines Ruheforstes zur Beratung in den Bauausschuss zu geben, um zukünftig der Nachfrage nach alternativen Bestattungsmöglichkeiten gerecht zu werden. Dem Beratungsauftrag des Rates soll nun im August nachgekommen werden. (KathaBe)



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