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Nachricht vom 16.08.2010    

Mit fetziger Jazzmusik dem Regen getrotzt

Der Wettergott zeigte beim 2. Marienthaler Jazzfest kein Erbarmen. Ab mittags regnete es teilweise in Strömen. Trotzdem waren viele Freunde der Jazzmusik gekommen, um bei kulinarischen Köstlichkeiten in die vielseitigen Facetten des Jazz einzutauchen. Im nächsten Jahr wird sich die Veranstaltung sehr wahrscheinlich in einem neuen Gewand präsentieren.

Marienthal. Der Ort Marienthal besitzt für viele eine besondere Anziehungskraft. Das Kloster, die ansässige Gastronomie und die Natur locken immer wieder Besucher in die idyllische Gegend von Marienthal. Ein perfektes Ambiente also für das 2. Marienthaler Jazzfest. Unter dem Motto "Jazz im grünen Land" hatte das Forum Pro AK hochkarätige Jazzmusiker eingeladen, die die Besucher in die facettenreiche Welt des Jazz entführten.
Unterstützt wurde Pro AK durch die ansässige Gastronomie und vor allem Peter Krämer, der das musikalische Programm koordinierte. Seine Band "Schräglage" machte auf der Bühne den Anfang und präsentierte Dixieland, Traditional Jazz und Swing. Danach sorgte das Trio um Nicole Metzger, Dietmar Fuhr und Wesley G für so manchen musikalischen Höhepunkt.
Während das Regenwasser unentwegt vom Bühnendach tropfte, präsentierten die drei Musiker moderne Jazzinterpretationen für die Zuhörer, die unter Pavillondächern und Regenschirmen dem Dauerregen trotzten. Begleitet von Schlagzeug und Kontrabass, wusste Nicole Metzger mit ihrer atemberaubenden Stimme stets zu überzeugen. Einfühlsame Balladen und fetzige Stücke mit viel Pepp wechselten sich ab und gaben Einblicke in die moderne Jazzmusik.
Jazzkompositionen aus aller Welt bot zum Abschluss das Ensemble "Jazz à la française". Der studierte Musiker Wolfgang Mertes präsentierte zusammen mit dem Trio Hemmi Donié (Klavier), Thomas Thiel (Kontrabass) und Rolf Seel (Schlagzeug) abwechslungsreiche Arrangements, in denen von Rock bis Latin die unterschiedlichsten Musikstile integriert wurden. Dabei bewiesen die Vollblutmusiker echten Humor. Angesichts der schlechten Witterung wurde die "Kleine Nachtmusik" von Wolfgang Amadeus Mozart schnell in die "Kleine Regenmusik" umbenannt. Flotte Jazzimprovisationen folgten, die das Publikum mit viel Applaus würdigte. Bekannte Werke von Bach, Mozart und Tschaikowsky wurden völlig neu interpretiert und erhielten durch ihre Ausrichtung am Jazz einen besonderen Charme.
Immer wieder ließ Mertes, der schon in zahlreichen Orchestern als Solist und Konzertmeister mitgewirkt hat, sein Können an der E-Violine aufblitzen. Bereits seit 1999 ist er
1. Konzertmeister des Saarländischen Staatsorchesters. Eingeleitet worden war das Jazzfest durch einen Gottesdienst auf dem Vorplatz der Wallfahrtskirche. Musikalisch begleitet hatte den Gottesdienst der Jugend- und Gospelchor Aveloona aus Altenkirchen unter der Leitung von Wladyslaw Swiderski.
Nachdem das Jazzfest schon bei seiner Premiere im vergangenen Jahr von Regenschauern beeinträchtigt worden war, regnete es am Sonntag in Strömen und stellte Veranstalter und Besucher auf eine harte Probe. "Wir sind jetzt zwei Jahre vom Wetter arg gebeutelt worden", stellte Ulrich Schmalz, Vorsitzender von Pro AK, ernüchternd fest. Das Ambiente in Marienthal sei ideal, man müsse jedoch nun über ein neues Konzept für die Veranstaltung nachdenken. So ist geplant, an mehreren Tage kleinere Veranstaltungen mit musikalischen Darbietungen und Vorträgen anzubieten. Dann natürlich in einer Lokalität mit einem wetterresistenten Dach über dem Kopf. (tb)
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Diese zwei Musikliebhaber ließen sich auch vom Regen die gute Laune nicht verderben. Fotos: Thorben Burbach


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