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Nachricht vom 15.08.2020    

Leben und Lachen, Sterben und Trauern im Kinderhospiz

Das Kinderhospiz Balthasar eröffnete im September 1998 als erstes Kinderhospiz in Deutschland. Seitdem begleitet das Haus Familien mit einem unheilbar erkrankten Kind auf ihrem schweren Weg von der Diagnose bis zum Versterben des Kindes. Die verbleibende Zeit soll von allen so schön und intensiv wie möglich erlebt werden.

Hospizleiter Rüdiger Barth mit einem Kind (Fotos: Kinder- und Jugendhospiz Balthasar)

Olpe. Fröhliche Augenblicke, das Leben und Lachen – das sind die vorrangigen Ziele im Kinderhospiz Balthasar. Hier findet die Familie ein zweites Zuhause auf Zeit. Die Mitarbeitenden sind immer für sie da und haben jederzeit ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Wünsche. Das ganze Haus ist hell und freundlich. Bewusst wurde auf alles verzichtet, was an Krankenhaus und Arztzimmer erinnert. Stattdessen herrscht eine familiäre Atmosphäre.

Im Mittelpunkt der Arbeit eines Kinderhospizes steht das kranke Kind. Seine physischen, psychischen und sozialen Bedürfnisse und seine individuellen Fähigkeiten sind die Richtschnur für die Mitarbeitenden. Acht Kinder und vier Jugendliche kann die Olper Einrichtung aufnehmen. „Leben bis zuletzt und die verbleibenden Fähigkeiten fördern“ heißt die Devise. Klinikclowns, Snoezelenraum, Musiktherapie und Therapiebegleithunde lassen den Alltag bunt und fröhlich werden.

Das Besondere an Kinderhospizen ist außerdem, dass die Familien immer mit einbezogen werden. Ist ein Kind so krank, dass es noch vor dem Erreichen des Erwachsenenalters sterben muss, dann betrifft dieses Schicksal auch die Eltern und Geschwister. Soweit es die Eltern möchten, wird die Versorgung des Kindes von den Pflegefachkräften des Kinderhospizes übernommen. Außerdem leisten speziell ausgebildete Familienbegleiter der Familie wertvolle Hilfe. Viele Gespräche und auch der Austausch der Eltern untereinander helfen, die Trauer zu bewältigen.

Sterben und Trauern
Gerade in der letzten Lebensphase und nach dem Versterben des Kindes ist das Kinderhospiz Balthasar für die Familien da – für jeden so lange, wie es gebraucht wird. Nach dem Versterben des Kindes steht den Angehörigen der Abschiedsbereich des Kinderhospizes zur Verfügung. Dessen Räume sind hell und lichtdurchflutet und können mit Fotos und Erinnerungsstücken individuell gestaltet werden.



Zahlreiche Spuren erinnern an die verstorbenen Kinder: ein Gedenktisch an jedem Todestag, Hand- und Fußabdrücke an einer Wand im Kinderhospiz und mit ihren Namen beschriftete Windräder im Garten des Hospizes. Sie alle sollen zeigen: kein Kind wird vergessen, sie leben in den Erinnerungen weiter.

Das Jugendhospiz Balthasar
Zu Beginn des Jahres 2009 wurde in unmittelbarer Anbindung an das Kinderhospiz Deutschlands erstes Hospiz für Jugendliche und junge Erwachsene eröffnet: das Jugendhospiz Balthasar. Ausstattung, Tagesablauf und die besonderen Angebote entsprechen den Wünschen und Bedürfnissen junger Leute. So finden die Betroffenen auch über das Kindesalter hinaus Rat und Unterstützung durch das speziell ausgebildete und erfahrene Balthasar-Team.

Finanzierung
Damit Balthasar weiterhin ein Ort zum Leben und Lachen, Sterben und Trauern sein kann, ist das Haus auf die Hilfe vieler Menschen angewiesen. Maximal 50% der entstehenden Kosten werden über die Kranken- und Pflegekassen erstattet.
Die Corona-Pandemie hat für das Kinder- und Jugendhospiz weitreichende Folgen. Viele Spendenaktionen für „Balthasar“ sind ausgefallen, Benefizkonzerte, Veranstaltungen, Geburtstage und Jubiläen, bei denen für das Haus gesammelt werden sollte, mussten abgesagt werden. Einige Unterstützer mussten ihre finanzielle Hilfe reduzieren, da sie selbst die wirtschaftlichen Folgen von Corona spüren. (PM)

Weitere Informationen im Internet unter: www.kinderhospiz.de


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