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Nachricht vom 17.08.2020    

Neues Heft der „Daadetaler Geschichtsbriefe“ erschienen

Der Arbeitskreis Heimatgeschichte Daadener Land bringt nun das 11. Heft der „Daadetaler Geschichtsbriefe“ heraus. Das kürzlich erschienene Heft widmet sich auf 56 Seiten wieder ganz unterschiedlichen Themen aus dem Bereich der Geschichte des Daadener Landes.

Daaden. Da die Landwirtschaft früher die Dörfer prägte, ist es nicht erstaunlich, dass sich auch bei historischen Ereignissen um dieses Thema geht – nachzulesen im neuen Geschichtsbrief über den Viehmarkt auf dem „Kühstamm“ bei Friedewald und den streitigen „Huthdistrict“ zwischen Friedewald und Derschen. Ebenso diesem Bereich zuzuordnen ist die dramatische Geschichte über den Stierkampf an den „Bölles-Eichen“ – eine Auseinandersetzung zwischen dem Biersdorfer und dem Herdorfer Hirten mit ihren Rinderherden, die glücklicherweise noch einen glimpflichen Ausgang nahm.

Erfreulicherweise haben auch in diesem Jahr wieder externe Autoren mitgewirkt. Hedwig Rödder aus Mittelhof erinnert sich an ihre Zeit im Lehrerinnenseminar im Schloss Friedewald 1944/45. Gerhard Kessler aus Hof (geboren in Nisterberg) lässt die Leserschaft teilhaben an den Aktivitäten der Nisterberger Theatergruppe, die weiter über die Grenzen ihres Ortes hinaus das Publikum anzog. Artur Gotthardt aus Herdorf berichtet ausführlich über den Moderstein bei Derschen und dessen Bedeutung, bis dieser imposante in den 1950er Jahren durch die Ausdehnung des Truppenübungsplatzes Daaden für Besucher nicht mehr zugänglich war.

Traurige Geschichte über die „Backes-Nelly“ und ihre Kinder
Unter die Haut geht der Artikel über die „Backes-Nelly“ und ihre Kinder, die Anfang der 1940er Jahren in Nisterberg wohnten. Volker Rosenkranz hat umfassend recherchiert und das traurige Schicksal dieser Sinti-Familie nachgezeichnet. Ein Lehrer und ein Amtsbürgermeister brachten in der NS-Zeit einen Stein ins Rollen, der zur letztlich zur Ermordung der Mutter und ihrer Kinder führte.

Interessant zu lesen sind auch der Bericht über das nach dem Zweiten Weltkrieg verschwundene Daadener Feuerwehrauto oder die Ausführungen eines jungen Lehrers in Emmerzhausen, der feststellen musste, dass er den hiesigen Dialekt überhaupt nicht verstand. Dass im Westerwald Ende des 18. Jahrhunderts beinahe eine englische Kolonie entstanden wäre, ist ebenfalls im neuen Geschichtsbrief festgehalten. Und schließlich wird noch ein heute ausgestorbener Beruf vorgestellt: Der Nachtwächter im Dorf, der früher eine höchst verantwortungsvolle Aufgabe wahrzunehmen hatte.



Erstmals wurde das Gebiet der Stadt Herdorf in den Geschichtsbrief einbezogen, und zwar dem Artikel über den Stierkampf an den „Bölles-Eichen“ und einem weiteren Bericht mit dem Titel „Schwierige Verhältnisse zwischen evangelischen und katholischen Christen in Herdorf und Daaden vor rund 200 Jahren“. Mit Artur Gotthardt hat außerdem auch ein Herdorfer Autor mitgewirkt, und der Geschichtsbrief wird in diesem Jahr auch in Herdorf in der Postfiliale erworben werden können.

Weiter gibt es Folgendes zu lesen:
- Was geschah im Jahr 1920?
- 500 Jahre Marienthal – Hinweise auf das Daadener Land
- Bericht über den Weitefelder Heimatforscher Peter Lücker
- Die Lehrer in Biersdorf von 1818 bis 1869
- Die Träger der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz
- Zwei Hirten
- Stiftung und Gruft der Familie von Schütz

Zu den einzelnen Artikeln, die von verschiedenen Mitgliedern des Arbeitskreises und den oben genannten externen Autoren verfasst wurden, sind auch Fotos und Bilder abgedruckt. Die Herausgabe des Heftes wurde großzügig von der Sparkasse Westerwald-Sieg unterstützt, der der Arbeitskreis ganz herzlich dafür dankt.

Verkaufsstellen:
Poststellen in Daaden, Herdorf und Weitefeld
Bürohaus Jung, Daaden
REWE-Markt Daaden
Zeynos Dorfladen, Derschen
Tankstelle Friedewald
Buchhandlung MankelMuth Betzdorf
Heimatmuseum Daaden und Archiv des Arbeitskreises Daaden

(PM)


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