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Nachricht vom 27.08.2020    

Auf der Suche nach Lösungen für Nahkauf in Birken-Honigsessen

Vor rund sechs Wochen musste der Einkaufsmarkt „Nahkauf“ in Birken-Honigsessen wegen Renovierungsarbeiten geschlossen werden. Bis auf weiteres bleibt unklar, wann und ob über-haupt an diesem Standort wieder geöffnet werden kann, da sich zusätzlich eine Fliegenplage einstellte. Ortsbürgermeister Hubert Wagner sucht nach Lösungen, um den Bewohnern in der Ortsgemeinde eine alternative Einkaufsmöglichkeit bieten zu können.

Der „Nahkauf“ in Birken-Honigsessen bleibt bis auf weiteres geschlossen. (Foto: KathaBe)

Birken-Honigsessen. Bereits Ende Juli musste der Einkaufsmarkt im Herzen der Ortsgemeinde Birken-Honigsessen geschlossen werden. Der Hintergrund waren Probleme mit den vielzählig verstopften Abflussrohren und dem damit verbundenen unangenehmen Geruch in den Räumlichkeiten. Kurzfristig organisierte die Ortsgemeinde, Besitzer des Gebäudes, eine Firma zur Reinigung der Rohre. Das klappte soweit gut, doch bei einem unzugänglichen Abfluss blieb dies ohne Erfolg und der Fußboden wurde an dieser Stelle aufgestemmt.

Was sich dann unter dem rund 50 Jahre alten Gebäude auftat, war für alle eine unangenehme Überraschung. In dem etwa 50 Zentimeter hohen Kriechkeller fand man Moder, Bauschutt - und neben all dem kamen aus der Öffnung tausende von Fliegen. Kurz entschlossen beauftragte man einen Kammerjäger mit der Bekämpfung der Schädlinge, der insgesamt drei Mal zum Einsatz ausrückte. „Im Moment ist Ruhe“, erläutert Bürgermeister Wagner im Gespräch am Dienstag (26. August) . Doch es gibt noch eine weitere Unbekannte: Im Keller befindet sich eine Betonwand, fehlende Baupläne lassen das Aufstemmen der Wand nicht zu und so bleibt bisher im Dunkel, was sich dahinter verbirgt. Die Alternative sei laut Wagner, den kompletten Boden aufzustemmen. Dies sei allerdings nicht mal eben mit ein paar Euro getan, hier müsse man mit weit über 100.000 Euro rechnen. Das ist auch für die Ortsgemeinde Birken-Honigsessen nicht mal eben aus der Hüfte zu stemmen. So hofft man nun, dass nach dem Einsatz der Kammerjäger Ruhe herrscht, das jedoch will zuerst beobachtet werden. Dennoch positiv: Die unter dem gleichen Dach befindliche Christophorus-Grundschule sei von all dem nicht betroffen, erklärt Wagner.

Alternative Lösungen und Investoren gefragt
In der Situation, in der nicht einmal die Fachleute sagen können, ob das Problem der Schädlinge nun dauerhaft behoben werden konnte, ist eine Wiedereröffnung des Geschäftes von Kerstin Breidenbach derzeit auf ungewisse Zeit verschoben. Es bleibt die Frage, ob die Möglichkeit an der Stelle überhaupt noch einmal gegeben sein wird. Zudem betont Ortsbürgermeister Wagner, dass es auf den knappen rund 250 Quadratmetern in all den Jahren schon mehr ein Behelf gewesen sei. So macht man sich in der Ortsgemeinde aktuell Gedanken über neue Lösungen. Zumal die Stadt Wissen und die Gemeinde Birken-Honigsessen auf Dauer gesehen immer mehr zusammenwachsen, so Wagner und blickt damit in Richtung des geplanten Wissener Neubaugebietes „Auf der Sieghöhe“ (Am Rödderstein).



Der Bedarf an Einkaufsmöglichkeiten wachse. Viele junge Familien zieht es nach Birken-Honigsessen, die Auslastung der Grundschule mit sechs Klassen belegt dies.
Wünschenswert sei auf Dauer ein kleiner Markt, mit Bäcker und Metzgerei, der die Grundbedürfnisse in der Gemeinde decke, findet Wagner. Dazu brauche es aber Investoren. Grundstücke gebe es genug im Ort und er bringt den Schützenplatz ins Gespräch, der groß genug sei, um ein Geschäft zu platzieren und dennoch das Schützenfest stattfinden zu lassen. Aber, so betont Wagner auch, dass alles könne „man nicht aus der Hüfte schießen“. Und weiter: Wenn es denn soweit käme, wolle man das gerne auch wieder mit der bisherigen Inhaberin Kerstin Breidenbach gestalten. Breidenbach selbst ist ebenfalls sehr daran gelegen, dass es weitergehen kann. Es tue ihr für die Kunden im Ort außerordentlich leid, ebenso für die Mitarbeiter. Sobald sich Möglichkeiten ergeben würden, sei sie wieder am Start. Die gebürtige Birken-Honigsessenerin weiter: „Wir brauchen einen Laden im Ort“. Für den bisherigen Standort sieht auch sie derzeit „wenig Hoffnung“.

Lösungsansätze: Mobiler Wagen ab 1. September
Als ersten Lösungsansatz, um die Grundversorgung im Ort sicherzustellen, wird nun die Bäckerei Rosenbaum ab Dienstag, 1. September, täglich mit einem mobilen Wagen ihre Backwaren am Standort der Grundschule anbieten. Im zweiten Schritt wird in der Grundschule, in den ehemaligen Räumlichkeiten der Fahrschule, eine Lösung eingerichtet. Mit wenig Aufwand wird hier in den nächsten Wochen umgebaut, damit die Bäckerei Rosenbaum einmal dauerhaft einziehen kann. Im Hinblick auf die Bäckerei Schumacher (Kalien`s Cafe), die seit Ende 2019 im Ort ansässig ist, meint Wagner: „Die große Ortsgemeinde könne zwei Bäckereien vertragen“.

Kerstin Breitenbach, die ein weiteres Lebensmittelgeschäft in Freudenberg betreibt, wird weiterhin ihren Lieferservice anbieten, hierfür werden Bestellzettel am Verkaufswagen Rosenbaum ausgelegt. Darüber hinaus sieht Wagner den stetig steigenden Trend in Richtung regionale Angebote und überlegt, ebenfalls am Standort der Grundschule, wöchentlich einen kleinen Markt stattfinden zu lassen. Der könne damit einen guten Treffpunkt im Ort darstellen bis sich eine neue dauerhafte Lösung gefunden habe. (KathaBe)


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