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Nachricht vom 02.09.2020    

Faire Woche in Altenkirchen will „Fairen Handel“ weiter vorantreiben

Fairtrade-Städte, so wie Altenkirchen seit dem Jahr 2015 eine ist, fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Akteuren aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen.

Der Eine-Welt-Laden macht auch mit bei der "Fairen Woche" in Altenkirchen. (Foto: hak)

Altenkirchen. Als Fairer Handel wird ein kontrollierter Handel bezeichnet, bei dem die Erzeuger für ihre Produkte einen Mindestpreis erhalten, der von einer Fairtrade-Organisation bestimmt wird. Seit nunmehr fast fünf Jahren hat sich die Stadt Altenkirchen diesem Ansinnen verschrieben und ist offiziell als Fairtrade-Stadt zertifiziert. Während einer "Fairen Woche" wird mit zahlreichen Aktionen Werbung für den Kauf fair erzeugter Produkte gemacht.

Das Programm in der Übersicht

11. bis 26. September: Kostproben aus dem Fairen Handel im Eine-Welt-Laden in der Altenkirchener Fußgängerzone.

10. bis 25. September: Täglich thematisch wechselnde Kurzvideos auf der Website www.altenkirchen.de und auf der Facebook-Seite der Stadt informieren über verschiedene Themenbereiche des Fairen Handels. Mit Kreidesprüchen zum Jahresmotto “Fair statt Mehr” auf Straßen und Plätzen der Stadt will die lokale Steuerungsgruppe neugierig und auch nachdenklich machen.

Freitag, 25. September, 19 Uhr, Vortrag im Theodor-Maas-Haus (ehemals Forum der evangelischen Kirchengemeinde): “Wie teuer ist billig? - Die wahren Kosten der Lebensmittelerzeugung“. Peter Deimling wird den Preis für konventionelle Lebensmittel analysieren und darlegen, welche zusätzlichen Kosten im Bereich Ökonomie, Gesellschaft, Umwelt tatsächlich entstehen. Anmeldungen per Mail an margret.staal@unikum-regionalladen.de

Donnerstag, 15. Oktober, 19 Uhr, Vortrag in der Stadthalle Altenkirchen: “Fairer Handel am Scheideweg - Die einen schuften, andere verdienen“. Sachbuchautor Frank Herrmann wird über Fairen Handel als nachhaltiges Instrument für eine gerechtere Welt referieren und einen Überblick über neue Entwicklungen geben. Anmeldungen unter Tel. 02681/986 412.

11. bis 26. September: Angebot der Gastronomie im Restaurant „Na endlich“ im Haus Felsenkeller (Heimstraße) mit Speisen aus Produkten aus dem Fairen Handel. Informationen unter Tel. 02681/7565 und unter www.naendlich.de. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags von 18 bis 22.30 Uhr.

Ein Blick zurück
Auf Anregung der Eine-Welt-Gruppe Altenkirchen fasste der Stadtrat am 24. März 2015 den Beschluss, sich um den Titel "Fairtrade-Town" zu bewerben. Im Anschluss wurde eine Steuerungsgruppe, so die Homepage der Stadt Altenkirchen, engagierter Menschen aus verschiedenen Bereichen gebildet, die Aktivitäten rund um den Fairen Handel in Altenkirchen koordiniert und Aktionen zur Information der Bevölkerung plant. Vorsitzende der Gruppe ist Gudrun Weber-Gerhards (Eine-Welt-Gruppe Altenkirchen). „Wir freuen uns, gemeinsam dafür einzutreten, dass mit dem Fairen Handel mehr Menschen weltweit faire Preise, faire Arbeits- und Handelsbedingungen und soziale Unterstützung bekommen“, sagte sie damals.

Fünf Kriterien erfüllt
Um als Fairtrade-Town anerkannt zu werden, mussten fünf Kriterien erfüllt werden: Ein Ratsbeschluss musste gefasst werden, der besagt, dass bei allen öffentlichen Sitzungen fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt angeboten werden. Eine Steuerungsgruppe musste gebildet werden, welche Aktivitäten plant und koordiniert. Mindestens drei Geschäfte und zwei Restaurants mussten fair gehandelte Produkte verwenden. Mindestens eine weitere öffentliche Einrichtung (Schulen, Vereine und Kirchen) musste Produkte aus Fairem Handel nutzen und Bildungsaktivitäten zum Thema durchführen. Eine aktive Presse-Berichterstattung (mindestens vier Artikel) über alle Aktivitäten und Informationen um Fairtrade-Produkte in Altenkirchen war ebenfalls erforderlich.

Schon zweimal verlängert
Am 27. November 2015 wurde der Stadt Altenkirchen für ihr Engagement die Auszeichnung zur Fairtrade-Stadt übergeben. Sie durfte sich nun einreihen in die Gruppe der damals 382 Fairtrade-Städte in Deutschland. Inzwischen ist die Zahl auf 686 angestiegen. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre überprüft und bei Einhaltung aller Kriterien um weitere zwei Jahre verlängert. Das geschah bereits zweimal: jeweils im Herbst 2017 und 2019. Somit wird die Steuerungsgruppe auch weiterhin aktiv sein und über faire Produkte und die Möglichkeiten des eigenen Engagements für eine faire Welt informieren. (hak)


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