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Nachricht vom 14.09.2020    

CDU nominiert Michael Wäschenbach für Landtagskandidatur

„Michael, was Du die letzten Jahre hier getrieben hast, das ist mehr als bemerkenswert, das macht Dir keiner nach“, rief der Kreis-CDU-Ehrenvorsitzende Dr. Josef Rosenbauer in die Menge. Und diese Einschätzung teilten wohl auch die Mitglieder der CDU: Mit 95,5 Prozent nominierten sie Michael Wäschenbach als Direktkandidat für die Landtagswahl im kommenden März.

Wäschenbach zeigt eine regional eingekaufte Orange mit dem Kampagnenlogo: #MiWae21

Betzdorf. Der 66-jährigen, der seit 2012 im Landtag die Region vertritt, stellte sich als Vater, Ehemann, Katholik, Naturmensch, Pfadfinder und großer Fan des 1. FC Köln und der Rockmusik vor. Neben der persönlichen Note ging es ihm aber hauptsächlich darum, sein Programm für den Wahlkreis 1 und Rheinland-Pfalz zu präsentieren.

„Momentan sind viele Menschen sehr verunsichert. Wir müssen als Gesellschaft wieder zusammenfinden. Das funktioniert, wenn wir den Leuten Sicherheit bieten“, skizzierte Wäschenbach, „es ist nicht Aufgabe der Politik, vorzuschreiben, wie die Menschen zu leben haben, sondern ihnen Sicherheit im Alltag zu bieten. Damit sie sich entfalten können.“ Diese Sicherheit müsse die Politik schaffen. Wäschenbach arbeitete dazu 5 Bereiche heraus, in denen Rheinland-Pfalz noch „mehr als Luft nach oben“ habe: Bildung, gesundheitliche Versorgung, Wirtschaft, Natur und „Recht und Ordnung“, worunter er Polizei, Justiz und Rettungskräfte fasste.

Gerade könne man die Probleme gut herauslesen: Corona habe gezeigt, wie schlecht die Schulen aufgestellt seien. Es könne nicht sein, dass 70 Prozent der Kinder in Rheinland-Pfalz im Vorschulalter Auffälligkeiten in Punkto Sprechen, Zählen & Motorik hätten. Daneben fallen knapp 7 Prozent des planmäßigen Unterrichts in Rheinland-Pfalz aus. „Das kann doch so nicht sein, hier geht es um Lebenschancen. Man lernt nicht nur für die Schule, sondern für das Leben“, kritisierte Wäschenbach. Man brauche mehr Lehrer und Schulpsychologen.

Ähnliches sei in der medizinischen Versorgung zu sehen. Zu wenig junge Ärzte kämen nach, viele niedergelassene in der Region gingen in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Man müsse endlich mehr Ärzte in Rheinland-Pfalz ausbilden und deutlichere Anreize bieten, im ländlichen Raum Praxen zu eröffnen. „Ich weiß auch nicht, welche Spielchen um den Neubau Hachenburg/Altenkirchen gespielt werden. Aber mal Klartext: Für mich gehört zuerst das Kirchener Krankenhaus zu erhalten.“



Als große Herausforderung nannte Wäschenbach noch den Erhalt des heimischen Waldes und den Einklang von Klima & Wirtschaft: „Konjunktur stützen und Klima schützen – anstatt Leute gegeneinander auszuspielen und die Industrie zu verteufeln.“ Für Wäschenbach gehört auch Respekt in die Gesellschaft. Insbesondere gegenüber Polizisten, Rettungskräften und Ehrenamtlern müsse man wieder mehr Wertschätzung entgegenbringen.

Der Herdorfer Tobias Gerhardus wurde mit einem starken Ergebnis zum B-Kandidaten gewählt. „Ich will ins Team Wäschenbach und diese 5 Punkte vollumfänglich unterstützen“, zeigte Gerhardus sich kämpferisch.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner teilte per Video-Grußwort, Wäschenbach sei wohl der „fitteste und im Kopf jüngste Ü60-Politiker des Landes.“ In die gleiche Kerbe schlug Helena Peters, stellvertretende JU-Kreisvorsitzende: „Deine Stärke ist, dass Du kein typischer Politiker bist. Du vertrittst keine Lobby, sondern bist für jeden da.“
Wäschenbach selbst beschreibt seinen Antrieb so: Er wolle weiter zuhören und das Leben jedes Einzelnen ein Stückchen besser machen. (PM)


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