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Nachricht vom 25.09.2020    

CDU-Nominierung: Dr. Matthias Reuber klar vor Jessica Weller

Das Duo der CDU-Direktkandidaten aus dem Kreis Altenkirchen für die Landtagswahl im kommenden Jahr ist komplett: In der Neiterser Wiedhalle setzte sich am Freitagabend (25. September) Dr. Matthias Reuber gegen Jessica Weller, Rasim Marz und Marian Lemmermann durch. Er tritt im Wahlkreis 2 Altenkirchen an. Im Wahlkreis 1 Betzdorf war Michael Wäschenbach vor knapp zwei Wochen auf die Spitzenposition gehievt worden.

Dr. Matthias Reuber ist der Direktkandidat im Wahlkreis 2 Altenkirchen, Dagmar Hassel die Ersatzbewerberin. (Foto: hak)

Neitersen. Das war ein eher seltener Anblick am Freitagabend (25. September): Gleich vier Bewerber hatten in der Neiterser Wiedhalle jeweils ihren Hut in den Ring geworfen, um als Direktkandidat der CDU für den Wahlkreis 2 Altenkirchen bei der Landtagswahl am 14. März 2021 ins Rennen gehen zu dürfen. Aus dem "Vierkampf" katapultierte sich Dr. Matthias Reuber (28/Birken-Honigsessen) zum Sieg. "Auf den Plätzen" landeten die aktuelle MdL Jessica Weller (36/Gebhardshain), Rasim Marz (29/Seelbach b. Flammersfeld) und Marian Lemmermann (23/Oberwambach), der sich in der Zusammenkunft selbst in den Bewerberkreis aufgenommen hatte. Im Wahlkreis 1 Betzdorf vertrauen die Christdemokraten auf Michael Wäschenbach (66/Wallmenroth), den Chef der Kreis-CDU, der vor beinahe zwei Wochen mit 95,5 Prozent der Stimmen auserkoren worden war.

Ein deutliches Resultat
Überraschend war das deutliche Resultat: Reuber verbuchte 108 von 172 gültigen Stimmen. Weller, die seit über einem Jahr Mitglied im rheinland-pfälzischen Landtag ist und auf Dr. Peter Enders gefolgt war, der seinen Sessel im Parlament zum 31. August 2019 räumen musste, da er am 1. September 2019 Landrat des Kreises wurde (Trennung von Amt und Mandat), kam auf 61 Stimmen. Marz mit zwei und Lemmermann mit einer Stimme komplettierten das Ergebnis. B-Kandidatin, also Nachrückerin für den "Fall der Fälle", ist Dagmar Hassel (61/Weyerbusch), auf die 149 von 150 gültigen Stimmen (einmal nein) entfielen.

"Sprachlos und überwältigt"
"Ich bin sprachlos und überwältigt", sagte Reuber, der wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Fachgruppe Stochastik (Wahrscheinlichkeitstheorie und mathematische Statistik) des Departments Mathematik an der Uni Siegen ist, "das Resultat ist ein bisschen deutlicher als ich gedacht habe." Das hatte er den zahlreichen Vertretern des Gemeindeverbandes Wissen zu verdanken, der als größter lokaler Zusammenschluss der Christdemokraten immerhin 69 Stimmberechtigte in die Wiedhalle entsandt hatte. Das nächste große und ganz nahe Ziel Reubers: Hochzeit feiern, "weil die wegen Corona verschoben werden musste". Dann weiß er auch den drei Monate alten Sohn an seiner Seite. Die Wahl Hassels war nur eine logische Konsequenz, denn, so Reuber, "wir haben schon viel zusammengearbeitet und funktionieren als Team gut". Geknickt war logischerweise Weller. "Die Mobilisierung der Wissener war schon gut", meinte sie, nachdem sie sich wieder ein wenig gefangen, den ersten Schock verdaut hatte. Selbst der lauteste und am längsten währende Applaus nach Abschluss ihrer Vorstellungsrede hatte dem Blatt offenbar keine Wende mehr geben können. Bis zum Mai des kommenden Jahres möchte sie trotzdem mit ganzem Herzen ihre Arbeit in Mainz fortsetzen. Dann sei offen, wohin die Reise gehe. Kommt eine erneute Bewerbung in fünf Jahren für die Landtagswahl 2026 infrage? Das sei noch viel zu früh.



"Hammerreden, eine hohe Qualität"
"Das waren Hammerreden, eine hohe Qualität. Das war Champions League", bilanzierte Wäschenbach, nachdem das Quartett der Bewerber jeweils die eigene Person und die Schwerpunkte der Arbeit als mögliches Mitglied des Landtages präsentiert hatte. Wie der Vorsitzende der Jungen Union, Justus Brühl, appellierte auch Wäschenbach an die parteiinterne Geschlossenheit: "Den Sieg schafft keiner allein, den können wir nur als gemeinsames Team erreichen." Helena Peters von der Frauen-Union stellte ihre Werbung für Weller unter das Motto "Ich habe ein Vorbild und das ist eine Frau". Schließlich mahnte Ulrich Schmalz, vor genau 50 Jahren zum Kandidaten für die Landtagswahlen gekürt (er gehörte dem Parlament in Mainz dann von 1971 bis 1990 und danach zwei Wahlperioden dem Bundestag an), angesichts so vieler formulierter Ziele der "Vierer-Bande", die Emotionalität zurückzunehmen und zur Realität zurückzukehren, "mit der wir es in den nächsten Jahren zu tun haben werden".

AK-Land hat zwei Wahlkreise
Der Landkreis Altenkirchen gliedert sich in zwei Wahlkreise - Wahlkreis 1 Betzdorf mit den Verbandsgemeinden Kirchen, Alt-Betzdorf, Daaden-Herdorf und Rennerod (seit 2016); Wahlkreis 2 Altenkirchen mit den Verbandsgemeinden Altenkirchen-Flammersfeld, Hamm, Wissen und Alt-Gebhardshain. Die Dominanz der CDU mit dem Gewinn der Direktmandate reicht viele Jahre zurück. Enders hatte sich viermal in Serie im "Unterkreis" behauptet (2001, 2006, 2011, 2016). Er war als Nachrücker für Dr. Alfred Beth 1998 nach Mainz gewechselt. Im Raum Betzdorf hatte Wäschenbach, der ebenfalls Ortsbürgermeister von Wallmenroth ist, vor fünf Jahren die Nase gegenüber Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) vorne. Sie ist erneut seine ernsthafteste Konkurrentin Mitte März des kommenden Jahres, während die SPD auf Matthias Gibhardt, den Stadtbürgermeister von Altenkirchen, im Wahlkreis 2 setzt. Wäschenbach hatte am 1. Januar 2012 das Mandat von Dr. Josef Rosenbauer, der in den Jahren 1996, 2001, 2006 und 2011 gewählt worden und zudem Generalsekretär der Christdemokraten auf Landesebene war, übernommen. (hak)


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