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Nachricht vom 16.10.2020    

Corona: Kreis Altenkirchen erreicht Warnstufe rot

Die ersten Ergebnisse der Testungen nach der Hochzeit bei der evangelischen Baptistengemeinde in Altenkirchen lassen die Infektionszahlen im Landkreis in die Höhe schnellen: Mit Stand von Freitagnachmittag, 16. Oktober, meldet das Kreisgesundheitsamt in Altenkirchen, dass bereits 50 Gäste der Hochzeit positiv auf eine Corona-Infektion getestet wurden. Der Kreis erreicht nun die Warnstufe rot.

(Symbolbild: Archiv)

Altenkirchen/Kreisgebiet. Dabei stehen noch etliche Testergebnisse aus. Diese werden erst am Montag erwartet. Am Donnerstag und Freitag wurden rund 150 Personen aus dem Kreis Altenkirchen im Zusammenhang mit der Hochzeit getestet. Sie stehen unter Quarantäne. Das Gesundheitsamt appelliert in diesem Zusammenhang dringend an alle Beteiligten, sich aus gesundheitlichen und rechtlichen Gründen an die Quarantäneregeln zu halten – zum Schutz für jeden selbst und zum Schutz für andere. Bei den Testungen im Gesundheitsamt, so berichtet dessen Leiter Heinz-Uwe Fuchs, habe es bisweilen verbalen Widerstand gegeben, teilweise sei die Stimmung aggressiv gewesen.

„Wir alle waren uns bewusst, dass die Infektionszahlen mit dem Herbst steigen würden. Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, wenn vergleichsweise wenige Unvernünftige die Situation noch verschlimmern. Verstöße gegen Quarantäneauflagen werden konsequent geahndet“, sagt Landrat Dr. Peter Enders. Und er mahnt: „Jede und jeder einzelne hat es in der Hand, etwas gegen die weitere Virus-Ausbreitung zu tun, indem man Abstand hält und die Hygieneregeln einhält. Es bringt auch nichts, wenn man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes beschimpft, die sich seit Monaten im Kampf gegen die Pandemie engagieren. Auch wenn es weh tut: Vorsicht und Verzicht sind im Augenblick die besten Ratgeber. Wir alle können Abstand halten: ob auf dem Fußballplatz, im Gottesdienst, im Restaurant oder bei einer Bücherlesung. Jeder kann auch eine Maske nutzen, wo dies – noch – nicht vorgeschrieben ist. Und wer im privaten Kreis feiert, muss sich verantwortungsbewusst selber fragen, was sein muss und was man lassen kann, ohne dass irgendwo eine Teilnehmerzahl festgeschrieben wird.“





Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun bei 57
Mit der neuesten Entwicklung liegt die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis Altenkirchen bei 57 Fällen auf 100.000 Einwohner. Diese lag in den letzten Tagen zwischen 12 und 17. Damit erreicht der Kreis im Corona-Warn- und Aktionsplan für Rheinland-Pfalz Alarmstufe rot. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 (Gefahrenstufe orange) erarbeiten Kreis und Land in einer gemeinsamen Task Force lokale Maßnahmen. Die Task Force gibt Empfehlungen für regionale Maßnahmen, die gegebenenfalls mit Einschränkungen des öffentlichen Lebens verbunden sind. Die weiteren Maßnahmen sollen spätestens am fünften Tag der Überschreitung des Sieben-Tage-Inzidenzwerts ergriffen werden, es sei denn das Geschehen ist eingrenzbar. „Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wie passgenau auf steigende Infektionszahlen lokal reagiert werden kann, um die Folgen für die Gesellschaft so gering wie möglich zu halten“, erklärt Enders. Sein abschließender Appell: „Wir haben es mit Besonnenheit und Vernunft im Frühjahr geschafft, die Infektionszahlen zu senken. Das muss noch einmal möglich sein. Helfen Sie mit!“ (PM)

Lesen Sie auch:
AK-Land erreicht Corona-Warnstufe rot – was bedeutet das?
Malu Dreyer erläutert die neuesten Corona-Beschlüsse für Rheinland-Pfalz


Mehr zum Thema:    Coronavirus   
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