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Nachricht vom 17.10.2020    

AK-Land erreicht Corona-Warnstufe rot – was bedeutet das?

Monatelang waren die Corona-Fallzahlen im Kreis Altenkirchen vergleichsweise niedrig. Die in den Fokus gerückte Sieben-Tage-Inzidenz lag vor kurzen noch zwischen 12 und 17. Eine einzige Hochzeit, an der über mehrere Tage eine infizierte Person teilnahm, ließ die Zahlen explodieren, der Kreis ist nun offiziell Risikogebiet. Was bedeutet das nun für das weitere Vorgehen im Kreis?

(Symbolbild: Pixabay)

Kreis Altenkirchen. 69 aktive Corona-Fälle gibt es derzeit im AK-Land, so viele wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. Allein vom 15. auf den 16. Oktober nahm die Zahl um 54 Fälle zu. Dabei wurden allein 50 Gäste einer Baptisten-Hochzeit in Altenkirchen, die am vergangenen Wochenende stattfand, positiv getestet, weitere Ergebnisse stehen noch aus.

Für den Kreis, der mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 57 nun Risikogebiet ist, gilt damit der Corona-Warn- und Aktionsplan für Rheinland-Pfalz. In einer gemeinsamen Task Force erarbeiten Land und Kreis nun lokale Maßnahmen. Wie genau die aussehen, wird sich voraussichtlich zum Beginn der neuen Woche zeigen: Die Task Force will sich am Sonntagnachmittag (18. Oktober) in einer Telefonkonferenz über das weitere Vorgehen und geeignete Maßnahmen verständigen. Klar dürfte bereits jetzt sein, dass die neuesten Entwicklungen weitere Einschränkungen bedeuten. Ob die dann für den gesamten Kreis gelten oder in erster Linie für die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, die einen Schwerpunkt der aktuellen Neuinfektionen darstellt, wird sich zeigen. Die Task Force wird auch hier Empfehlungen für regionale Maßnahmen aussprechen.




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Möglicherweise nur lokale Beschränkungen?
Hoffnung auf eine möglichst geringe Auswirkung auf den gesamten Kreis macht die Aussage der Kreisverwaltung, dass weitere Maßnahmen spätestens am fünften Tag der Überschreitung des Sieben-Tage-Inzidenzwerts ergriffen werden sollen, „es sei denn das Geschehen ist eingrenzbar.“ Danach sieht es aktuell im AK-Land noch aus. „Ziel ist es, Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wie passgenau auf steigende Infektionszahlen lokal reagiert werden kann, um die Folgen für die Gesellschaft so gering wie möglich zu halten“, erklärte Landrat Dr. Enders am Freitag, 16. Oktober.

Auch das Land spricht in seinem Warn- und Aktionsplan von dem Ziel, die aus möglichen Einschränkungen resultierenden negativen wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Folgen für die Gesellschaft so gering wie möglich zu halten: „Land und Kommunen stimmen darin überein, dass zunächst auch regional sehr differenziert auf mögliche Veränderungen der Lage reagiert werden muss – ggf. sogar bezogen auf einzelne Gemeinden.“ Denn das Überschreiten der 7-Tage-Inzidenzwerte ist ein Warn- und Gefahrenhinweis, der keine Automatismen auslöst. Vielmehr sei im konkreten Einzelfall zu prüfen, welche erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen sind.

Welche Maßnahmen das Land generell bei der Überschreitung des Sieben-Tage-Inzidenzwerts vorsieht, hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Donnerstag, 15. Oktober, in einer Pressekonferenz dargestellt: Malu Dreyer erläutert die neuesten Corona-Beschlüsse für Rheinland-Pfalz
(rm)


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