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Nachricht vom 18.10.2020    

Trotz Corona-Warnstufe rot vorerst keine weiteren Einschränkungen

Nach der ersten telefonischen Konferenz der Corona-Task-Force für den Kreis Altenkirchen, seit der Landkreis mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von aktuell 75 im Corona-Warn- und Aktionsplan Rheinland-Pfalz in der Alarmstufe rot geführt wird, wird es zunächst keine allgemeinen Einschränkung für den gesamten Landkreis geben, die über die Vorgaben der geltenden 11. Corona-Bekämpfungsverordnung hinaus gehen.

(Symbolbild: Archiv)

Altenkirchen/Mainz. Die Task-Force unter Leitung von Detlef Placzek, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, kam am Sonntagnachmittag in einer ersten Lage-Analyse für den Kreis zum Ergebnis, dass das Infektionsgeschehen im Nachgang zu einer Hochzeit bei den Altenkirchener Baptisten, die als Hotspot ausgemacht wurde, gut eingrenzbar ist: Es handele sich um eine geschlossene Glaubensgemeinschaft, die zwar sehr stark untereinander verbunden sei, aber nur wenige Kontakte darüber hinaus pflege, so die Analyse der Runde. Heinz-Uwe Fuchs, Leiter des Altenkirchener Gesundheitsamtes, hatte zunächst das Ausbruchsgeschehen im Rahmen der dreitägigen Hochzeitsfeiern am zweiten Oktober-Wochenende dargestellt. Im Nachgang wurden mit Stand von Sonntagmittag bereits 81 Hochzeitsgäste positiv auf das Corona-Virus getestet. Kreisweit sind damit aktuell 103 Menschen infiziert.

Zu den Mitgliedern der Task-Force zählen neben Landrat Dr. Peter Enders, Bürgermeister Fred Jüngerich für die Verbandsgemeinde-Altenkirchen-Flammersfeld und den Spitzen der zuständigen Abteilungen der Kreisverwaltung auch Vertreter des Gesundheitsministeriums, des Bildungsministeriums, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und des Landkreistages sowie der Polizei. Wichtig ist allen Beteiligten nun vor allem die Einhaltung der Quarantäneanordnungen. Im Nachgang der Hochzeit wurden bislang rund 250 Personen unter Quarantäne gestellt. „Das wird intensiv überprüft, Verstöße werden konsequent geahndet“, kündigt Landrat Dr. Peter Enders an und ist sich darin einig mit Bürgermeister Fred Jüngerich. Dazu stehen die Ordnungsämter des Kreises und der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld sowie die Polizei in Kontakt.

Infektionsgeschehen wird weiter beobachtet
Darüber hinaus will man zunächst auf Maßnahmen verzichten, die den Alltag der Bevölkerung weiter einschränken. Das heißt, es gibt vorerst keine erweiterte Maskenpflicht, keine zusätzlichen Vorgaben für das Treffen von Menschen im öffentlichen Raum oder andere Reglementierungen, die über die derzeitige Corona-Bekämpfungsverordnung hinausgehen. „Klar ist: Es gibt Regeln, die jeder einhalten soll, und zwar so konsequent wie möglich. Maske tragen, Hygienevorschriften einhalten, Abstand halten, regelmäßig Lüften, die Corona-App nutzen“, appelliert der Landrat. Das bundesweite Infektionsgeschehen und die Entwicklung des Hotspots bei den Altenkirchener Baptisten zeigten aber, wie labil die Lage sei, wenn Regeln gebrochen würden. Enders: „Ich sage es immer wieder: Die besten Ratgeber sind im Augenblick Vorsicht und Zurückhaltung. Was muss sein, worauf kann man verzichten, was kann man auf einen späteren Zeitpunkt verschieben?“

Allerdings: Die Task-Force wird das Infektionsgeschehen vor Ort weiterhin sehr detailliert unter die Lupe nehmen und bereits am kommenden Mittwoch erneut beraten. Dass es dann in Abhängigkeit von der Entwicklung doch noch weitere einschränkende Maßnahmen geben kann, ist nicht auszuschließen. „Das wünscht sich niemand, aber wir haben es eben nicht alleine in der Hand. Jeder ist gefordert“, so Enders. (PM)

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