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Nachricht vom 11.09.2010 - 14:21 Uhr    

Eine Rock'n'Roll-Reise durch das Weltall

Die Ausstellung "Fly Me To The Moon" des Trupbacher Rock-Museums von Wolfgang "Thommy" und Maria "Mary" Thomas ist jetzt in der Volksbank Siegen eröffnet worden. Auch beim NRW-Tag wird sie zu sehen sein. Thommy wurde in Hohensayn geboren und ist in Elben aufgewachsen. Die Ausstellung sollte sich niemand entgehen lassen, der sich für die Themen Rockmusik und Raumfahrt interessiert.

Mary und Thommy mit Tamara Jagelowsk.

Siegen. Mit einem Countdown auf Russisch und einer Startexplosion begann am Mittwochabend die Ausstellung "Fly Me To The Moon - Rock’n’Roll-Reise in den Weltraum" des Siegener Rock-Museums in der Hauptstelle der Volksbank Siegerland, Berliner Straße 37, in Siegen. Die Ausstellung ist der Beitrag der beiden Institutionen zum NRW-Tag (17. bis 19.September).
Der akustische Auftakt nach der Begrüßung durch den Vorstandssprecher der Volksbank Siegerland, Norbert Kaufmann, und der Einführung durch Steven Thomsen, Redakteur des Rock-Magazins Eclipsed, gehört zu dem Lied "Hallo Erde, hier ist Alpha" - seit 1978 ein Kultsong, den die DDR-Gruppe Berluc einspielte, als mit Siegmund Jähn der erste Deutsche als Kosmonaut um die Erde kreiste. Der Berluc-Single und der im Jahr darauf erschienenen LP "Reise zu den Sternen" ist ein Rahmen in der Ausstellung gewidmet, die bis zum 1. Oktober zu den Schalterzeiten der Bank, aber auch am Wochenende 18./19. September, zu sehen ist - einer von rund 100 Rahmen und noch einmal etwa 200 Sammlerstücken in Vitrinen, die das Trupbacher Ehepaar Maria und Wolfgang Thomas - der Journalist und langjährige Redaktionsleiter der Westfälischen Rundschau in Siegen wurde in Hohensayn geboren, ist in Elben aufgewachsen und hat in Betzdorf das Gymnasium absolviert - rund um das Thema "Rockmusik und Raumfahrt" präsentiert. Zu sehen ist auch eine von der schwedischen Instrumentalgruppe "The Spotnicks" signierte Akustikgitarre, ein Gästebuch des Hilchenbacher Hotels Siebelnhof ebenfalls mit einem Spotnicks-Eintrag und eine Puppe, die an Tamara Jagelovsk, die von Eva Pflug dargestellte Offizierin vom "Galaktischen Sicherheitsdienst" in der Fernsehserie „Raumpatrouille Orion“, erinnert. Über allem schwebt ein original russischer Kosmonautenanzug, den das Rock-Museum für seine Ausstellung als Leihgabe vom Partnerschaftsverein Hemer-Schelkowo erhalten hat und der nach dem NRW-Tag wieder an seinen ursprünglichen Standort, in eine Sojus-Landekapsel auf dem Gelände der Landesgartenschau, zurückkehrt. "Geadelt" wird das Ganze durch das Grußwort, das der Astronaut Thomas Reiter für die Ausstellung verfasste; er erinnert sich daran, wie er zu den Klängen von Fleetwood Macs "Albatross" die Erde unter sich hinweggleiten sah.
Ansonsten erwartet die Besucher in dem Ausstellungsforum des Geldinstituts ein Spaziergang durch die Wechselbeziehungen zwischen Raumfahrt und populärer Musik - wobei das älteste Werk aus dem Jahr 1778 stammt und vom österreichischen Komponisten Joseph Haydn zu einem Text unbekannter Herkunft geschrieben wurde: Die komische Oper "Il Mondo Della Luna" (Die Welt auf dem Mond) erzählt eine Science-Fiction-Geschichte, die auch aus den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammen könnte. Ansonsten tauchen aus den frühen 60er Jahren zum Beispiel die Tornados ("Telstar") und die Supremes (ihren Hit von 1964, „Where Did Our Love Go“, ließ sich die Besatzung von Gemini 5, Gordon Cooper und Charles Conrad in den Weltraum übertragen) auf, natürlich auch "Early Bird" von Andre Brasseur. Jimi Hendrix ("3rd stone from the sun") wird ebenso gewürdigt wie das von Paul McCartney unter dem Pseudonym "Apollo C. Vermouth" produzierte "I’m The Urban Spaceman" der Bonzo Dog Doo-Dah Band - nur einige Musik-Beispiele, fortgeführt über die 70er (Kraftwerks "Kometenmelodie"), die 80er (DÖFs "Codo") und die 90er Jahre ("Trip To Orion" von Peter Schillings Gruppe Space Pilots). David Bowie und Pink Floyd haben ihre eigenen kleinen Abteilungen, ebenso "Der blaue Planet" (das Lied von Karat, dazu Poster und Plattencover), "Völlig losgelöst" (Peter Schilling) und die "Märchen von übermorgen" (Science Fiction mit "War Of The Worlds" oder "Krieg der Sterne"). Einen Extra-Rahmen haben die Trupbacher Sammler Frank Sinatra und der Geschichte des Liedes "Fly Me To The Moon" reserviert. Ein Blick auf die Werbung, in die die Raumfahrt ebenfalls ungebremsten Einzug hielt, rundet die Ausstellung ab.
Die Eröffnung wurde übrigens kulinarisch - außergalaktisch schön und zum Thema Rockmusik passend dekoriert - vom Kirchener "Kuchenschlößchen" begleitet.
Weitere Informationen und Fotos: www.rock-museum.de.



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