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Nachricht vom 24.10.2020    

"Welttag der Gewürze" wurde in Altenkirchen geboren

Gewürze sind Pflanzenteile, die frisch, getrocknet oder bearbeitet vorkommen und die wegen ihres natürlichen Gehaltes an Geschmacks- und Geruchsstoffen als würzende oder geschmacksgebende Zutaten bei der Zubereitung von Speisen und Getränken aller Art eingesetzt werden. Das weiß Wikipedia.

Der "Welttag der Gewürze" ist aus der Taufe gehoben (von links): Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Solveig Ariane Prusko und Matthias Gibhardt. (Foto: hak)

Altenkirchen. Schon seit Menschengedenken spielen Gewürze in den unterschiedlichsten Kulturen rund um den Globus eine eminent wichtige Rolle. Dass ihnen an einem speziellen Tag im Jahr bislang gar nicht gehuldigt wird, brachte Solveig Ariane Prusko auf die Idee: "Ich rufe einen ,Welttag der Gewürze' ins Leben!" Gesagt, getan. Das Datum war mit dem 24. Oktober schnell gefunden. Bis es weltweit jedoch anerkannt und in die offizielle Liste aufgenommen wird, ist es noch ein weiter Weg, wie Prusko am Samstagmittag (24. Oktober) in ihrer "Wäller Buchhandlung" in der Altenkirchener Innenstadt Sabine Bätzing-Lichtenthäler, der rheinland-pfälzischen Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, und Stadtbürgermeister Matthias Gibhardt erläuterte. "Drei Jahre in Folge muss ein solcher Tag ausgerufen werden. Und es muss in mehr als in einem Land passieren", verdeutlichte sie, dass ihr Ansinnen sich nicht im Handumdrehen verwirklichen lässt. Freunde und Bekannte in aller Herren Länder, in denen Prusko sich bereits auf die Spuren so manches Gewürzes begeben hatte, wurden angeschrieben, um die Initiative zu unterstützen. Ein erster kleiner Erfolg zeichnet sich bereits ab. In einem Kalender des in Sachsen beheimateten Wannenbuch-Verlags fürs kommende Jahr ist der 24. Oktober bereits als "Welttag der Gewürze" markiert. "Noch einmal in 2021 und in 2022 diesen Tag ausrufen, dann reiche ich ihn zur offiziellen Anerkennung ein", blickte sie, zunächst erstaunt ob des Fehlens eines solchen Tages, voraus.

Nur noch verkümmerte Nebenrolle
"Ich hoffe, Sie bekommen noch mehr Mitstreiter", sagte Bätzing-Lichtenthäler. Auch sie hat wie Prusko die Erfahrung gemacht, dass der Sinn für Gewürze bei weitem nicht mehr so ausgeprägt wie früher ist. "Ich finde es toll, dass Sie sie auch mit Ihren Büchern aus dem Cox-Verlag Kindern näher bringen", ergänzte Bätzing-Lichtenthäler. "In Zeiten von Fastfood und Fertiggerichten spielen Gewürze nur noch eine verkümmerte Nebenrolle, an sie werden keine Gedanken verschwendet", reflektierte Prusko, die seit nunmehr über zehn Jahren ihre "Emmi Cox - Die Gewürzdetektivin" zweisprachig (deutsch/englisch) auf Ermittlungsreisen in die weite Welt (der Gewürze) schickt. Inzwischen liegen fünf Bände vor, sie alle richten sich in erster Linie an Grundschulkinder, für die Prusko gleichfalls Lesungen anbietet.

Lieblinge unter den Gewürzen
Nach ihren Lieblingsgewürzen befragt, nennt Bätzing-Lichtenthäler Curry, Zimt und Vanille. Für Prusko steht die Muskatnuss an allerster Stelle. Gibhardt bevorzugt "Pfeffer in den unterschiedlichsten Sorten". Alle drei verwenden ihre Favoriten logischerweise auch in den heimischen Küchen bei der Zubereitung von Speisen. Während auf Gibhardts Schultern "das tägliche Kochen mit nur frischen Zutaten" verankert ist, steht Bätzing-Lichtenthäler berufsbedingt und daraus resultierend zeitlich sehr eingeschränkt vor allem "am Wochenende" am heimischen Herd. Prusko nimmt sich vielfach Gerichten aus anderen Ländern an, das Kochen für ein Essen so gegen 21 Uhr sei eine "Entspannungsübung".

Sorgen um die Zukunft
Wenn Prusko über Gewürze schreibt und spricht, möchte sie auch vermitteln, wie wertvoll diese noch immer sind, auch wenn inzwischen kein Vermögen mehr für Salz, Pfeffer, Safran oder Vanille ausgegeben werden muss und selbst seltenere Gewürze fast überall in Supermärkten und via Internet verfügbar sind. „Ohne Gewürze wären unsere ‚Speisezettel‘ in der heutigen Form nicht denkbar. Wer macht sich als Verbraucher Gedanken über die Bestandteile von Gewürzmischungen? Es ist wohl nur wenigen in der westlichen Überflussgesellschaft bewusst, dass auch heute noch die allermeisten Gewürze in mühevoller Handarbeit gepflanzt, gepflegt und verarbeitet werden“, erklärte sie, während sie gleichfalls ein wenig sorgenvoll in die Zukunft schaute. Wie wirke sich beispielsweise der Klimawandel auf die Gewürz-Vegetation aus? Würden langfristig alle Gewürze weiterhin an den bisherigen Orten und in der gewohnten Qualität gedeihen? Werde es ausreichend Nachwuchs in Reihen der Gewürzproduzenten geben?

Weniger Safran aus Spanien
Prusko berichtete von einem Landstrich in Spanien für den Safran-Anbau, der aufgrund einer sich ausdehnenden "Wüstenlandschaft" immer kleiner werde. Die derzeit letzte Station ihrer Vor-Ort-Visiten war eine kleine Kooperative in Mexiko, die Vanille fair und in Bio-Qualität für den Weltmarkt produziert und vermarktet. „Auch von dort kam ich wieder einmal sehr beeindruckt von der mühevollen Arbeit zurück, welche Gewürzfarmer leisten." Um das Bewusstsein für Gewürze vor allem bei Kids weiter zu stärken, regte Gibhardt an, im kommenden Jahr zum "Welttag der Gewürze" eine "Gewürzrallye" durch Altenkirchen auszurichten, um auf diese Weise auch die Beziehung zum Fairtrade-Gedanken zu knüpfen. Denn im vorigen Jahr habe es bereits eine Veranstaltung dieser Art während der Fairtrade-Wochen gegeben. (hak)


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