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Nachricht vom 15.09.2010 - 12:23 Uhr    

Planungsauftrag für neues Rathaus vergeben

Seit Jahren ist es in der Diskussion und eigentlich jedem bekannt: das Wissener Rathaus ist so marode, dass sich eine Sanierung nicht lohnt und es dafür auf keinen Fall Zuschüsse geben wird. Jetzt vergab der Bauausschuss der Verbandsgemeinde die Planungsaufträge für eine neue Variante. Neubau des Rathauses am alten Standort. Dahinter wird ein Lebensmitteldiscounter gebaut.

Das Wissener Rathaus und der große Parkplatz (rechts) werden neu geplant, hier soll ein neues Rathaus und ein Norma-Markt entstehen. Foto: Helga Wienand

Wissen. Mit den Stimmen der CDU und FWG wurden die Planungen für den Bau des neuen Rathauses und eines Discounters auf den Weg gebracht. Der Bauausschuss der Verbandsgemeinde vergab die Planungsaufträge für das Objekt Rathaus und die Freiraumplanungen an das Architekturbüro Graf&Graf in Montabaur sowie die Tragwerksplanung an die Ingenieurgesellschaft für Bauwerksplanung in Rengsdorf für insgesamt rund 95.000 Euro.
Das Rathaus aus dem Jahr 1958 ist marode, ein Umstand der schon lange bekannt ist. Eine Sanierung für rund 3 Millionen Euro wurde einstimmig vom den Gremien abgelehnt. Im Jahr 2007 gab es die Variante, das neue Rathaus neben die Westerwaldbank zu bauen und die angemieteten Räume (Kuppelsaal, Europasaal und Trauzimmer) anzubinden. Für lange Zeit hatte diese Variante Priorität und auf dem Rathausgrundstück sollte eine Einzelhandelsnutzung geplant werden.
Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit den Möglichkeiten und als Interessenten für einen Markt blieb im Jahr 2008 die Plus- und Norma Investgesellschaften. Das Thema Plus hatte sich dann schnell erledigt, die Norma zeigt nach wie vor großes Interesse. Im weiteren Verlauf tagten die Ausschüsse von VG und Stadt gemeinsam, und man beschloss einstimmig die Ansiedlung eines Lebensmitteldiscounters auf dem Rathausgrundstück. Eine Arbeitsgruppe zur Umgestaltung des Rathausgrundstückes in Verbindung mit dem Neubau Rathaus wurde eingerichtet. Die künftige Lösung, Neubau Rathaus und Discounter auf dem gemeinsamen Grundstück erwies sich als praktikabel. Die Firma TS Bau GmbH mit den Partnern Immolnvest GmbH und dem Architekturbüro Graf & Graf sowie Norma schufen die ersten Pläne mit der Verwaltung.
Im Juni wurden diese Vorplanungen der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Koblenz erstmals vorgestellt. Die ADD hatte erneut darauf hingewiesen, dass Förderungen vom Land nur in die wirtschaftlichste Lösung fließen, und eine Sanierung oder Erweiterung des alten Gebäudes nicht diesen Richtlinien entsprechen. Dies war bereits im Jahr 2006 deutlich gemacht worden.
Weitere Gespräche und Untersuchungen folgten. Es wurde deutlich, dass die von der eingesetzten Arbeitsgruppe favorisierte Lösung, das Rathaus neben die Westerwaldbank zu bauen, nicht umsetzbar sei. Den Hauptgrund dafür erläuterte Bürgermeister Michael Wagener im Pressegespräch. Eine wirtschaftliche Vermarktung des Rathausgeländes nur mit dem Bau eines Norma-Marktes sei nicht durchführbar. Die zweigeschossige Bauweise, die städtebaulich gefordert sei, bedürfe weiterer Akquise, die so laut TS-Bau mindestens zwei Jahre dauern werden. „Das ist angesichts der leerstehenden Handelsflächen in Wissen Unsinn“, meinte Wagener. Die Priorität liege aber auf einem Lebensmittelmarkt in der Innenstadt, deshalb kam die Planvariante neues Rathaus am alten Standort und dahinter den eingeschossigen Norma-Markt. Die Vorplanungen liefen gut und es gibt zwei Grundversionen zur Unterbringung von Rathaus und Handel. Norma stimmte den Varianten zu und hofft auf eine zeitnahe Umsetzung. Die ADD Koblenz zeigte auf, dass bis zum 15. Oktober die Anträge auf Zuschüsse gestellt sein müssen um eine Förderungszusage im kommenden Jahr zu erhalten. Eventuell kann das Projekt mit 50 Prozent Zuschuss aus dem Investitionsstock des Landes rechnen.
Dafür braucht es aber mehr als nur eine Vorplanung und eine Machbarkeitsstudie. Mit ein Grund, warum jetzt zügig die Planungsaufträge vergeben werden mussten, die im Haushalt 2010 bereits einstellt sind.
Gibt es die Förderung, wird es schnell konkret werden. Dann könnten am 1. Dezember 2011 die ersten Aufträge vergeben werden. Die Zusammenarbeit mit Norma sei keine klassische „Private-Partnership-Konstellation“, die Verbandsgemeinde bleibe eigenständiger Bauherr und müsse auch dementsprechend alle Vorschriften erfüllen, erklärte Wagener. Es gebe auch noch keine Detailplanung für das Gebäude. Fakt ist bislang nur, die Rathausmitarbeiter werden ihre Parkplätze verlieren, wenn hinter dem neuen Rathaus ein Supermarkt entsteht. Und es wird für die Verwaltung eine Container-Lösung für die Bauzeit geben müssen (hw)



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Kommentare zu: Planungsauftrag für neues Rathaus vergeben

12 Kommentare

Herrn Wehners Ausführungen bedürfen einiger Anmerkungen des gesunden Menschenverstandes: Verwaltungsreform? Das ist eine Nullnummer. Sparbemühungen? Sparen heißt ja wohl, Geld nicht auszugeben und für später zur Seite legen. Das ist nun recht schwer bei blanken Konten. PPP? Tolle Sprechblase, aber genau das bringen Verbandsgemeinde und der Investor doch wohl auf den Weg. Apropos Investor: Der glaubt an den Standort Wissen, im Gegensatz zu Wehner & Co! Merke: Nur wer alle Schützenfestzelte über den Sommer hin abklappert, hat noch lange keine Ahnung von Wirtschaft!
#12 von carlos h. braune, am 20.09.2010 um 22:47 Uhr
Jaja, Herr Wehner, der böse Investor, der sich nicht mehr in der Lage sieht, ein Konzept zu realisieren. Es macht immer Sinn, diejenigen, die irgendwo investieren und Zukunft schaffen wollen, madig zu machen. Das sind ja alles Ausbeuter und gemeingefährliche Kapitalisten. Wenn man den bequemen Landtagssitz sein Eigen nennt, muss man sich ja nicht darum sorgen, dass am Monatsende das Konto gefüllt wird. Die Damen und Herren Abgeordneten haben davon, wie man ein Unternehmen führt, um Aufträge, Kunden, Mitarbeiter, Standorte kämpft, leider soviel Ahnung wie ein Pottwal vom Bergsteigen. Das wird sich kaum ändern, wenn man sich nur damit beschäftigt, die innerparteiliche Konkurrenz wegzumobben. Augen auf im Straßenverkehr und in der politischen Diskussion! Nein sagen ist kein Konzept. Und Public Private Partnership, das hier so gerne bemüht wird, muss sich auch rechnen für alle Beteiligten. Die Grundrechenarten setzt man ja wohl auch als Landtagsabgeordneter nicht außer Kraft!
#11 von Mirko Czentovic, am 19.09.2010 um 09:25 Uhr
Hallo zusammen! Als weiteren Diskussionsbeitrag stelle ich mal die Stellungnahme ein, die der Vorsitzende der SPD-Verbandsgemeindefraktion, Josef Schwan, vorgetragen hat:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Wagener,

sehr geehrte Damen und Herren,


lassen Sie es mich vorwegnehmen: Die SPD-Fraktion wird heute dem vorliegenden Beschlussentwurf nicht zustimmen.

Wir – die SPD-Verbandsgemeindefraktion in Übereinstimmung mit der Stadtratsfraktion - sind erst einmal grundsätzlich der Auffassung, dass bei leereren Kassen in Wissen und den damit verbundenen verstärkten Sparbemühungen ein Neubau eines Rathauses nicht in die Zeit passt. Außerdem müssen sicherlich zukünftige Auswirkungen der Kommunal- und Verwaltungsreform berücksichtigt werden.

Bei den Bürgerinnen und Bürgern würde das zunächst als ein falsches Signal zum falschen Zeitpunkt verstanden und ohne vernünftige Gründe wohl nur Kopfschütteln in der Bevölkerung auslösen.

Wir verschließen aber auch nicht die Augen vor den Realitäten.

Wir wissen, dass die jetzigen räumlichen Begebenheiten nicht den Ansprüchen eines modernen Rathauses entsprechen.

Weder ist es besonders bürgerfreundlich und serviceorientiert, noch sind die Anforderungen an eine sparsame energetische Betriebsführung gegeben.

Wenn also jetzt überhaupt über die Planung eines Neubaus diskutiert werden darf, dann muss es aus unserer Sicht schon sehr gute Gründe geben.

Diese guten Gründe und Voraussetzungen haben wir in unserem Schreiben vom 28. Septem-ber 2008 ausführlich dargelegt.




















Ich fasse diese in aller Kürze noch einmal zusammen:

1. Ein neues Rathaus sollte auf dem Platz neben der Westerwaldbank errichtet werden, damit Synergieeffekte insbesondere durch die Nutzung der Sitzungssäle ermöglicht werden.

2. Auf dem jetzigen Rathausgelände sollten dann Gewerbeflächen entstehen, die eine Steigerung der Attraktivität der Innenstadt erzeugen und damit aus städtebaulicher Sicht einen zweiten Schwerpunkt gegenüber dem Regio-Bahnhof bilden.

Beide Punkte müssen zusammen betrachtet werden, da sie Teil eines Gesamtkonzeptes sind, welches möglichst durch einen Investor zu realisieren ist, damit zusätzlich positive Effekte einer so genannten PPP-Lösung erreicht werden können.

Diese Bedingungen sind unserer Meinung nach äußerst wichtig, da nur so der Einzelhandel insbesondere in der Fußgängerzone einen nennenswerten Vorteil gewinnt.

Diese Auffassung vertrat im Übrigen auch der Verbandsgemeinderat in seiner Sitzung am 10. Juli 2007 durch einen Grundsatzbeschluss.

Außerdem liegt die SPD damit auch auf einer Linie mit einer Empfehlung des vorliegenden Einzelhandelskonzeptes (nachzulesen auf der Seite 56) und welches der Stadtrat in seiner Sitzung am 21. Juni 2010 beschlossen hat.

Diese Ziele wurden in diversen Sitzungen verschiedener Gremien – zuletzt in einer Arbeitskreissitzung am 6. Juli 2012 - weiter verfolgt und auch vertieft. Der Eindruck war man ist auf einem guten und gemeinsamen Weg.

Für die SPD ist es daher nicht nachvollziehbar, warum man all das jetzt über den Haufen wirft, nur weil ein Investor sich jetzt nicht mehr in der Lage sieht, das Projekt so weiter zu verfolgen wie es bisher angedacht war.

Wir sollten uns nur mit der optimalen Lösung zufrieden geben und nicht mit der zweit- oder drittbesten!

#10 von Thorsten Wehner SPD-Vorsitzender Wissen und Fraktionssprecher im Stadtrat, am 18.09.2010 um 17:47 Uhr
Als steuerzahlender Bürger dieses vom Siechtum gezeichneten Mittelzentrums, dessen Schuldenberg an amerikanische Verhältnisse erinnern läßt, freut es mich zu hören, dass unser allseits grinsender Majestix sein nächstes Denkmal plant!!!
Bravo, Herr Bürgermeister! Die Leute in den vollständig maroden Randbereichen der "City- Mitte", z.B. der Siedlung, werden erfreut sein, demnächst über den NORMA zum Passamt zu laufen, um dann bekannt freundlich angebellt zu werden: "Draußen waaaden, bis mir rin roofen!" und dann natürlich: "Bidde, watt wollen Sie denn?".

Vorschlag: Man sollte mal überlegen, ob man den Kuppelsaal und den neuen Wagener-Palast nicht mit einer Glas- Stahl- Brücke verbindet (Vorbild: Petronas- Towers in Kuala- Lumpur). Hier könnte Majestix dann mehrfach täglich grinsend von links nach rechts und zurück flanieren!!!
Schließlich sind vergeleichbare Brücken an anderer Stelle, wie zum Beispiel am KulturWerk über die Bahn ja offensichtlich nicht so sinnvoll!!!

Eine Bitte noch: Bitte die Fenster mit Gardinen versehen, dann sehen die Bediensteten einerseits das nervende Volk vor der Tür nicht so und andererseits sieht man selbst, falls man sich mal in die pulsierende City verirrt, nicht die engagierten, schwitzenden Arbeitstiere hinter den Scheiben.

Ein Letztes noch: Um die Rentabilität für den NORMA- Betreiber noch zu erhöhen, sollte man für die wahnwitzige Anzahl Bediensteter unser Mega- City einfach NORMA- Kittel anschaffen. Dann könnten sie nach Ihrer Regelarbeitszeit von 9.00 bis 14.30 Uhr noch an der Kasse oder im Lager bei NORMA helfen!

Ein fassungloser Bürger, der nach den Verschwendungen von Bahnhof, Europa- Kreisel oder Wissener- Altstadt- Verkehrsblödsinn nach weiteren Kindern Ausschaut hält, die diesen Schwachsinn in den nächsten 200 Jahren bezahlen könnten!!!
#9 von Grinsbär, am 18.09.2010 um 14:21 Uhr
lieber herr stahl, ich werde mich gleich ins auto setzen und all die menschen versorgen, die aktuell vom hungertod in wissen bedroht sind! ist schon klar das nur ein discounter in aller bester lage die versorgung sicher stellt! norma, der retter der alten und lahmen! wenn es nicht so traurig wäre, ich könnt es glatt glauben! das einzige konzept was ein NORMA-MARKT trägt ist das der RENDITE und sonst nix!

der grund das ich meinen namen nicht VÖ hat schlicht was mit datenschutz im i-net zu tun!
wer zweifelt hier am sinn und zweck eines neubaues des rathauses?
es geht mir und den andern nicht um den geplanten neubau des rathauses sondern darum, das Wissen auf dem gleichen weg ist wie viele andere städte auch: erst ruft man die discounter in massen und dann schaut man ratlos auf eine tote innenstadt. es mag ja sein, dass es aktuell so aussieht als ob ein weiterer DC sinn macht, langfristig aber wird die innenstadt ausbluten - einfach mal 15 km weiter nach betzdorf schauen und lernen. norma und co verfahren immer nach dem gleichen strickmuster: ein 08/15 neubau, günstige grundstücke und ggf nachlässe bei der gewerbesteuer und wenn alle vorteile aufgebraucht, sind wird gerechnet und wenn dann nicht eine gewisse rendite da ist macht der markt zu! das ist schon tausendfach so passiert!
aber danke für ihren kommentar und der mitteilung das wir sowieso nix zu melden bzw nicht die ahnung haben! die weißheit haben leute wie sie gepachtet. mein tipp: sie sind in der SPD/CDU und merken mal wieder nicht was die einfachen leute denken/wollen! das ist ja aktuell (Stuttgart 21, AKW's, sarrazin) nichts neues! wenn sie und ihre parteifreunde sich so sicher sind dann fragen die doch die bürger was sie wollen - aber dagegen finden sie bestimtm genauso tolle argumente wie die vom hungertod bedrohten einwohner von wissen!
gute nacht!
#8 von ChrBra, am 18.09.2010 um 09:16 Uhr
Hallo,
ich bin noch nicht so richtig überzeugt - aber es ist ja auch die Planungsphase!
Wenn ich mir überlege - ich würde quasi beim Rathaus wohnen (das dürfte ja die besagte Ortsmitte/Zentrum sein - dann habe ich innerhalb von ich schätze mal 1000 Meter Umkreis mal min. 3 große Märkte/Discounter!
(REWE am Kreisel, NORMA, REWE XXL)
Und im Umkreis von 2000 Meter dürfte da wohl noch LIDL und ALDI zu kommen?
Oder sehe ich das falsch?
Interessant wird es bei der Frage: Belebt ein Discounter mitten im Kern die Innenstadt (ich nenne Sie ja gerne Altstadt - alles auf der VoBa Seite-)
Da habe ich noch keine Meinung zu !
Könnte es nicht sein, dass durch den größeren Verkehr die Bürger "schnell noch zum Fachhändler in der Altstadt" gehen??????

Aber dann noch ein Hinweis: Ich wollte die Woche parken um zur KSK zu kommen.... DASS ist ein Kraus.... da müsste dringend sich was überlegt werden!
Denn für Ältere Menschen FÜRCHTERLICH .... zumal dann der ÖKO Mobil nocht die Plätze beim Rathaus belegte!

vg
Florian Kölsch
#7 von Florian Kölsch, am 17.09.2010 um 20:26 Uhr
Liebe(r) ChrBra, Simon Shaft, miro, ribas! Was mich immer wieder beeindruckt, sind die erstaunlichen hellseherischen Fähigkeiten, die sich hier auftun... Leider wird's dann bei der Kenntnis des eigenen Namens schon bedeutend dünner; oder steht man dann im Zweifelsfall doch nicht zu seiner Meinung?
Vielleicht sollte man sich erst einmal den Tatsachen stellen: zugegebenermaßen besucht man als normaler Bürger 'sein' Rathaus recht selten und ist sich daher der Problematik sicherlich nicht unbedingt bewußt, trotzdem müssen die Mitarbeiter desselben nun einmal irgendwo arbeiten, und da ist das Wissener Rathaus mittlerweile eine Zumutung, womöglich sogar gesundheitsgefährend (Stichwort Asbest). Daher scheint mir es doch mehr als legitim, sich darüber Gedanken zu machen und in die Planungsphase einzutreten. Es stimmt, Discounter gibt es genug (wobei, den Edeka habe ich noch nicht gefunden...), aber alle sind 'auf der grünen Wiese' oder in der Wissener Peripherie angesiedelt; bis auf den bereits vorhandenen (!) Norma, der dann sogar ein wenig zentraler liegen würde. Nicht jeder Wissener Bürger hat ein Auto oder kann/möchte noch fahren (man denke hier inbesondere an die älteren Mitbürger), so dass diese Wissener es sicherlich nach Wegfall von Plus und Kontra/HL in der Innenstadt begrüßen würden, einen Lebensmittelmarkt fußläufig erreichen zu können. Die Bereitschaft eines Discounters, ein solches innenstädtisches Konzept mitzutragen, scheint mir in der heutigen Zeit schon recht selten gegeben, so dass man nach meiner Meinung diese Chance ergreifen sollte. Auf der Planungsskizze lese ich zudem 51 Stellplätze; ohne die vorhandenen gezählt zu haben, scheint mir das keine wirkliche Verschlechterung zu sein. Wobei: die Parkplatzproblematik ist mir bewußt; wie oft musste ich selbst schon nach stundenlanger, verzweifelter Parkplatzsuche in Wissen zum Einkaufen auf die Nachbargemeinden ausweichen...
#6 von Michael Stahl, am 17.09.2010 um 15:47 Uhr
hurra der norma kommt! noch ein billigheimer! noch 3 vollzeitarbeitsplätze mit 16 €400,- aushilfen!
hat wissen den nichts gelernt? kleine heimische betriebe plattmachen um mehr platz für discounter zu schaffen ist der sichere weg in eine sterbende innenstadt - fragt mal in betzdorf nach!
#5 von ChrBra, am 17.09.2010 um 08:41 Uhr
Macht euch keine Sorgen,bei der " Wissener Geschwindigkeit " wird eh vor 2030 nichts fertig sein :)
#4 von Simon Shaft, am 16.09.2010 um 18:57 Uhr
Also wenn die Stadt Wissen Bauherr und Eigentümer des neuen Normamarktes ist, ist diese Investition wohl kaum zu rechtfertigen.
Die Stadt baut also - und so wird es sein - einen Markt nach den Vorgaben des Einzelhandelsriesen. die Manager von Norma werden vor lauter Lachen wahrscheinlich Nachts nicht mehr in den Schlaf kommen. Ist ja auch praktisch: Die Stadt baut uns einen Markt, den wir zum marktüblichen Preis für ein paar Jahre mieten. Danach rentiert sich Wissen als Standort nicht mehr, und Norma zieht aus. Dann hat die Stadt ein weiteres Gebäude, welches Kosten verursacht und wie so vieles in Wissen einfach leer steht. Zumal in der Rhein-Zeitung zu lesen war, dass zum Bau des Marktes zunächst noch 2 Grundstücke erworben werden müssen.
Herzlichen Glückwunsch.
#3 von miro, am 16.09.2010 um 08:05 Uhr
Dass ein neues Rathaus gebaut wird - gut, das ist einzusehen.Wobei dann eine Container-Lösung während der Bauphase nicht billig wird und zweitens die Frage, wohin mit den Containern!
Was aber absoluter Nonsens ist, einen Discounter hinter dem neuen Rathaus! Bei soviel Leerständen in der Stadtmitte - ist das zu verantworten? Große Discounter gibt es doch meines Wissens reichlich: 2 x REWE, Aldi, Edeka, Lidl. Anstatt die Innenstadt attraktiver zu gestalten, z.B. ein Galeriegebäude mit günstigen Mieten für den Einzelhandel, Cafe, Restaurant etc., nein, da klotzt man lieber einen Norma-Markt hin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Marktanalyse, wenn sie denn seriös durchgeführt würde, diese Planung bestätigen würde.
#2 von M. Reifenrath, am 15.09.2010 um 14:40 Uhr
nicht nur die Rathausmitarbeiter werden ihre Parkplätze verlieren. Ebenso die Parkplätze vor dem Rathaus werden nicht mehr vorhanden sein. Da vor dem Rathaus und der KSK dann fast gar keine Parkplätze mehr vorhanden sein werden, wird für die Besucher (Rathaus + KSK) gewiss nicht von Vorteil sein! Vielleicht aber für den/ die Knöllchenschreiber der Stadt! ABer vielleicht wird durch das neue Rathaus das Image der Stadt ja freundlicher.....
#1 von ribas, am 15.09.2010 um 14:39 Uhr

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